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  • Ich war noch niemals in New York ...

    ... was ja auch noch ein bisschen verständlich ist.
    Als die Mauer fiel war ich gerade mal 31 Jahre alt. Für mich fiel nicht nur die Mauer ein, sondern eine ganze Welt-Anschauung.
    Der Umsturz kam jedoch gerade zur richtigen Zeit, in der 5 Entwicklungsphase meines Lebens.
    (7 Jahre = eine Entwicklungsphase ... 1. Kleinkind, 2. Kind, 3. Jugendlicher, 4. Jungerwachsen, 5. Erwachsen usw.)
    So hatte ich das Glück noch mal einen völligen Neuanfang starten zu können.
    Aber das wollte ich gar nicht schreiben.
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    Jetzt muss ich doch erst einmal meine Gedanken ordnen.
    Mit dem Glück des Tüchtigen wurde ich in Thüringen geboren, wo heute noch mein Wohnsitz ist. Man muss wohl wohnen und leben schon ein wenig auseinander halten, jedenfalls bei mir.
    Es hätte auch ganz anders kommen können, weil die Eltern aus Meck/Pom kommen und just in meiner 0. Entwicklungsphase, jobbedingt nach Thüringen zogen. Nicht auszudenken was aus mir in der langweiligen Heide, nahe der polnischen Grenze geworden wäre. Kuhhirte oder Ernteanlagenbefehlsgeber oder vielleicht Seemann.
    Ich merke schon ... mit den Gedanken sammeln habe ich es heute nicht so richtig.
    Reset!
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    Wir waren gestern auf dem Schleizer Dreieck zum Motorrad-Rennen.
    Zum ersten Mal! Als gebürtiger Thüringer!
    Na ja, in New York war ich ja auch noch nicht. Aber jetzt ist mir die Kurve nach Schleiz gelungen.
    Über die Autobahn A 4 zum Hermsdorfer Kreuz, dann weiter die A 9 Richtung München. Eine Stunde Fahrt, zack ist man in Schleiz. (Wer hat eigentlich die Autobahn erfunden?) 
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    Wiki schreibt zum Schleizer Dreieck: "Das Schleizer Dreieck ist eine temporäre Motorrad-Rennstrecke in Thüringen nahe der Stadt Schleiz. Der Kurs ist die älteste Naturrennstrecke Deutschlands."
    Da muss man sich doch als Thüringer an den Kopf klopfen, mit 57 Jahren das erste Mal an der Strecke!? Wende hin und New York her.
    (Ich sehe mich gerade vor dem geistigen Auge als Schäfer in der Heide stehen und warum stehen eigentlich meine Nackenhaare so ab?)
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    Auf der Tribüne war noch genügend Platz, so hatten wir beste Sicht auf das Rennen.
    Es sollen 230 Fahrer, aus 16 Nationen am Start gewesen sein, schreibt die Ostthüringer Zeitung.
    Die Motorräder flitzten mit ohrenbetäubendem Lärm an uns vorbei.
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    Die Fahrer legten sich in die Kurven, als wollten sie eins mit dem Asphalt werden. Die extremen Schieflagen konnten mit Hilfe der Fliehkräfte erreicht werden. Es roch nach Gummi und Benzin.
    In mir stieg die Frage auf, warum sich die Fahrer in solch gefährliche Lage bringen? Denn am Freitag zuvor starb auf dieser Piste ein 20-jähriger Fahrer aus Köln den Heldentod, angeblich durch einen Fahrfehler.
    Nach 2 Stunden brummte mir der Schädel und meine Frau schaute erleichtert, als mein Blick zum Ausgang zeigte.
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    Jetzt kann ich beruhigt auf mein thüringer Dasein schauen und mich auf thüringer Klöße oder eine deftige Bratwurst freuen.
    Dabei summe ich den alten Song von Udo Jürgens ... ich war noch niemals in New York ...  

  • In der letzten Juliwoche ...

    ... fand sich die Gelegenheit Rad zu fahren. Das Rad ist für längere Zeit im Auto verstaut und fährt immer mit. Eine Satteltasche mit Radklamotten und Schuhe liegt im Kofferraum immer griffbereit und Wasserflaschen sind in ausreichender Menge vorhanden.
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    Schon im letzten Jahr fuhr ich den Radweg rund um den Geiseltalsee 2 mal.
    Am Dienstag hatte ich die Zeit das Rad aus dem Auto zu holen.
    Das Wetter hat mit seinen knapp 20 Grad gelockt, aber der stürmische Wind hielt dagegen.
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    Die ersten paar Kilometer hatte ich das Gefühl, der Wind gewinnt.
    Dabei zeigte sich meine geringe Fittnes auf dem Rad, denn in diesem Jahr bewegte ich den Drahtesel sehr selten. Das muss sich gewaltig ändern!
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    Am Berg spürt man das besonders gut. Wo andere absteigen, hilft bei mir zwar noch die ins Blut gegangene Technik, den Berg herauf zu "kurbeln", es macht aber keinen Spaß.
    Wenn der Berg erklommen ist, winkt ein Gläschen Wein zur Belohnung.
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    Selbst die Herrschaften mit dem Elektrofahrrad dürfen dort auftanken, auch wenn sie keine Anstrengungen hinter sich haben. Das ist aus meiner Sicht nicht gerecht!
    Danach geht es gemächlich wieder ins Tal herunter nach Braunsbedra, wo ein kleiner Hafen zwar schon seit dem letzten Jahr fast fertig ist, aber noch nicht genutzt werden kann.
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    Seit dem Erdrutsch von Nachterstedt im Jahr 2009, wo ganze Häuser im See versanken und 3 Menschen mit rissen, traut man sich nicht den Hafen freizugeben.
    Mit der Gastronomie rund um den See ist es auch nicht weit her.
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    Mein Hunger nach der Fahrt konnte dort jedenfalls nicht gestillt werden. Bis in die Stadt Bad Lauchstedt musste ich fahren, um ein annehmbares Abendessen zu bekommen.
    Egal, die Tour war gut, ist etwas mehr als 20 km lang und wenn der Wind nicht so böse weht, ist es fast wie ein Spaziergang. 

  • Der Cultoursommer ...

    ... in Halle an der Saale findet jetzt zum 9. Mal im neuen Theater statt.
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    Gute Sitzmöglichkeiten auf zwei Ebenen, bei schlechtem Wetter spielt man im Haus, gehören zu den ausgezeichneten Bedingungen des Cultoursommers.
    Gestern Abend gab es ein Doppelliederkonzert mit Radam & Venske, die Lebensbetrachtungen, Erlebnisse und emotional berührende Geschichten in Lieder, Erzählungen und Instrumentastücke verpackten.
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    Ein Hörgenuss der durch Oboe, Kontrabass und dem Sound der aktustischen Gitarre erzeugt wurde.

    Der Liedermacher Toni Gailing sorgte mit seinem Programm "Die Nachtschnecke - Liebeslieder für Gartenfreunde" für gute Stimmung.
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    Zusammen mit dem Kontrabassist Kaspar Domke, präsentierten sie Lieder über Haarausfall, Liebe und Nacktschnecken.
    Es war ein schöner und kurzweiliger Abend, der zur späten Stunde mit einem Absacker endete.

  • Abgeknickte Strommasten ...

    ... zeigen uns zu was die Naturgewalt fähig ist.
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    Den Schrott habe ich gestern bei Querfurt gesehen.
    Windhosen und heftiger Sturm bringen so etwas fertig.

  • In der letzten Woche ...

    ... torkelte ich irgendwie zwischen Erfurt, Eisleben, Weißenfels und Halle rum.
    Im Auto fühlte ich mich wohl, wenn jedoch die Tür aufging, bekam ich so manches mal einen Hitzschlag.
    Doch solche Umstände hauen einen Mann nicht aus den Latschen.
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    Gewohnt habe ich in einem Hotel welches wegen Betriebsferien geschlossen hatte.
    Die Besitzerin schickte den Zugangscode, womit ich ungehindert ins Hotel kam.
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    Die späten Abende, wenn es erträglich wurde, haben auf der Terrasse gut getan.
    An so manchem Strand, in so manch Sonnengarten und in der freien Natur ging es mir gut.
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    Da kann man vom Stress der Erwerbstätigkeit mal absehen.
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    Und weil ich so ein guter Junge bin, bekomme ich jetzt einen Zwetschgenkuchen direkt aus dem Backofen!
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    Schönen Sonntag noch!  

  • Sonne satt!!!

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    Gestern war ich mal wieder im Norden Thüringens unterwegs. An diesem Sonneblumenfeld konnte ich so nicht einfach vorbei fahren. Sonnenblumen so weit man schauen kann. Einfach schön anzusehen.
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    Hier noch das gleiche Bild mit anderen Einstellungen aufgenommen.
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    Anklicken lohnt sich.

  • Eine Epoche ist zu Ende

    Blog.de macht zum Ende des Jahres zu.
    Meine Mutter sagt: Schreib ein Buch!
    Aber worüber?
    Mein Leben?
    Das wären ja Memoaren.
    So alt bin ich nun jetzt auch nicht.
     

  • Dänemark

    Der Urlaub ist jetzt vorbei, ich sitze auf dem Balkon bei 28 Grad Wärme und sortiere die Urlaubsbilder. 900 Fotographien sind es und die wollen gesichtet und ausgesucht werden.
    Das Ferienhaus haben wir erst Ende April gebucht und somit natürlich auch kein Haus am Strand ergattert. Aber so ist es eben, wenn man sich nicht rechtzeitig auf ein Ziel einigen kann.
    Und trotzdem hatten wir verdammtes Glück.
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    Das Haus befand sich in einem Areal für Ferienhäuser, quasi am Wald. Als wir ankamen hatte es wahrscheinlich gerade aufgehört zu regnen, denn es war kalt. Die Sonne scheint am Vormittag auf die Terrasse, nachmittags lag es im Schatten. Die umliegenden hohen Bäume beschützten das Haus vor der Sonne. Darum war es innen gut temperiert. Und zwar so gut, das wir an den ersten zwei Abenden den Kamin zu lachen brachten. Danach hat die Wärme des Tages ausgereicht.
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    Für diese Hitzeperiode hatten wir ein gutes Plätzchen, ganz nach unserem Geschmack gefunden. Zum Strand brauchten wir das Auto, der war gut 5 Km entfernt. Und auch das war gut so. Denn niemand musste das Auto vor den Dünen abstellen und das Badegepäck an den Strand schleppen, wie es an Ostsee ist.
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    Dort ist man mit dem Auto auf den verdammt breiten Strand gefahren, Tür auf, Decke raus und fertig war der Lack. Wir haben einen Tag auf der Insel Fanö und einen weiteren Tag auf der Insel Römö verbracht. Dort sind die Strände bis zu einem Km breit. Das Fahren auf dem Sand kann jedoch auch Gefahren mit sich bringen.
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    Wir haben so manch Fahrzeug dort festgefahren gesehen.
    Das funktioniert wie im Schnee, muss man beachten.
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    Dänemark ist ein angenehmes Land. Die Städte und Dörfer und vor allem die Straßen sind gut gepflegt. Alles ist wohl organisiert und die Menschen sehen zufrieden aus. Man sieht viele junge Leute, schwangere Frauen und Familien mit Kindern. Penner oder Bettler fehlten ganz im Straßenbild. Die Freundlichkeit strahlt den Dänen aus dem Gesicht, mit jeder Mimik und Gestik.
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    Wenn ich wieder geboren werde, möchte ich in Dänemark leben. Wir haben uns sehr viel angesehen, waren an manch Strandcafe und oft am Strand. Das will ich hier nicht weiter ausbreiten. Die wunderschönen Sonnenuntergänge, den strahlenden Mond und selbst das Ballonwindspiel habe ich schon in kleine Einträge gepackt.
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    Es gibt da aber noch eine Attraktion in Söndervig die muss ich hier zeigen.  
    Es ist das internationale Sandskulpturenfestival mit dem Thema:
    Die Dinosaurier und andere prähistorische Tiere.
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    "Das Sandskulpturenfestival in Søndervig bietet jedes Jahr eine besondere Ausstellung an. So werden aus Tonnen von Sand die unterschiedlichsten, teilweise sehr beeindruckenden, Skulpturen geformt. Diese können dann von Juni bis Ende Oktober bewundert werden.  Weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist eine 200 Meter lange Skulpturenwand."
    http://www.sehenswuerdigkeiten-entdecken.de/sandskulpturenfestival-sondervig/
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    Ich habe ja schon einige Sandskulpturen gesehen, diese Kunst in Söndervig hat mich sehr beeindruckt. Klickt in die Bilder rein, dann sieht man die Kunst besser.
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    Wir hatten auch immer Gäste am Haus.
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    Zuerst musste uns Herr Frosch zeigen, wie man mit einer Nacktschnecke umgeht.
    Das wollte ich dann aber nicht nachmachen.
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    Dann konnten wir den Iltis bei einer Räuberei zu schauen und das Reh war wohl in die Schaukel verliebt. Die Rückreise war am 07.07. Vor genau einem Jahr waren wir in Wien.
    Wir starteten am Vormittag bei 16 Grad in Dänemark und landeten bei 36 Grad in Erfurt.
    Dann kam das große Gewitter. 

  • Sieht fast aus wie ein Tornado über Erfurt ...

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    ... das Bild stammt von Top 40.
    Richtig ist, das es hier fast eine Stunde gewittert und geregnet hat.
    Die Luft hat sich abgekühlt, es wurde erträglicher.
    Heute Morgen sind wir in Dänemark bei 16 Grad gestartet und in Erfurt bei 36 Grad angekommen.
    Jetzt verstehe ich Eure Blogeinträge. 

  • Der Egon ...

    ... "Olsen" ... lebt.
    vvv
    Er ist ein braver Däne geworden, der statt Gaunerstreiche zu verzapfen, jetzt Waffeln bäckt.
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    Er hat sogar ein kleines Bäuchlein angesetzt. 
    Wer sich selbst überzeugen will, Egon steht am Henne Strand und für ihn ist "alle taged aben"!

  • Der Mond ...

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    ... macht die Nächte heller. 
    Und Männe hat etwas Neues!
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    Einen bunten Windballon. Ein farbenfrohes Windspiel. 
    Denn Wind haben wir hier genug.

  • Die Sonne ...

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    ... ist ins Wasser gefallen!!!  

  • Die Männebande ...

    ... fährt nach Jütland. ;)
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  • Erfurter Krämerbrückenfest 2015

    Wie jedes Jahr war auch am 3. Juniwochenende wieder Krämerbrückenfest in Erfurt.
    Am Freitag habe ich es mir nicht angetan, denn es war kalt und nass. Samstag ging es schon wieder, denn von oben kam kein Wasser.
    Treffpunkt 16 Uhr am Rathaus. Mit dem Bus zum Bahnhof, dann weiter mit der Straßenbahn zum Anger. Weiter kamen wir nicht, unsere Kenntnis der öffentlichen Verkehrsmittel ist stark begrenzt.
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    Also zu Fuß weiter zum Fischmarkt. Massen sind unterwegs. Gar nicht so viele Erfurter, sondern meist Besucher aus dem Umfeld und Reisebusse voller Pensionäre.
    Trotzdem treffen wir da und dort Freunde, Bekannte und Wegbegleiter eines früheren Lebensabschnitts. Solch kleiner Schwatz holt Erinnerungen aus der geistigen Abstellkammer hervor.
    Ich freue mich schon auf den Kreiselmann, weil ich auf seine neueste Kollektion gespannt bin. Doch der Platz an dem er immer steht ist leer geblieben. Meine Enttäuschung ist grenzenlos.  
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    Ich weiß ja dass der alte Kreiselmann, der sein Spielzeug mit viel Hingabe und Liebe verkauft hat, seit 2 Jahren tot ist. Im letzten Jahr hat eine Frau den Stand zum Zwiebelmarkt in Weimar geführt. Sie hat das Geschäft übernommen.
    Warum der Kreiselmann nicht zum Krämerbrückenfest gekommen ist kann ich nur ahnen. Am gleichen Wochenende tobte ein Straßenfest in Dresden. Und Traditionen der Altvorderen haben für junge Leute wenig Wert.
    Ich will mal mit dem beleidigten Geheule aufhören.  
    Wir schipperten vom Rathausparkplatz über den Wenigenmarkt, auf dem wie immer eine Bühne steht und den Besuchern der umliegenden Cafès, Restaurants usw. ein tolles Programm bietet.
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    Dann runter zur Gera hinter der Krämerbrücke in Richtung Augustiner. Auch hier Bühnen, alles im Mittelalterlook und viele Menschen auf wenig Raum. Es ist kuschlig.  
    Zurück zum Benediktsplatz, Waagegasse und dann zum Domplatz. Hier finden wir den Winzer unseres Vertrauens. Auf der Bühne Barbarella`s Bang Bang.
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    Der Krach von der Bühne war einige Meter vom Winzer entfernt, Gott sei Dank!
    Nach ein, zwei oder auch drei Gläschen in geselliger Runde gingen wir auseinander.
    Jetzt wagten wir den Trip über die Krämerbrücke. Panta Rhei - alles fließt, ist das Motte der Brückenbetreiber in diesem Jahr. Alles ist im Werden, in unaufhörlicher Bewegung.
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    Das soll das längste Luftbild Thüringens, ein locker gespanntes Tuch über die Brücke symbolisieren.
    Im letzten Jahr thronten Schirme hoch über den Köpfen der Besucher.
    Wir fanden Plätze auf dem Wenigenmarkt mit Blick zur Bühne bei Klängen von Sack&Pack.
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    Am Sonntag war es dann viel entspannter. Das ist der Tag an dem halb Erfurt in der Stadt ist und wenig Besucher die Straßen und Plätze füllen.
    Wir hatten keine Lust wieder ins Gewühl einzutauchen und blieben auf dem Domplatz.
    Zwar bei mäßiger Musik der Sternenfänger, die jedoch weitaus besser war als die schmalzigen Songs von Olaf Berger.
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    Doch das Publikum hat geschunkelt und ich tötete mein gequältes Gehör mit leckeren Wein ab.
    Als dann unerwartet gute Bekannte aus dem Norden auftauchten, hörten wir die Musik fast gar nicht mehr. Lange konnten wir auch nicht bleiben, denn es wollte noch eine Taufe gefeiert werden.  Das wars schon Krämerbrückenfest 2015 wie ich es erlebt habe.
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  • Die Woche vor Sommeranfang

    Der Mittwoch war nochmal ein schöner Tag. Den wollte ich ausnutzen.
    Am Donnerstag hatte ich einen Termin in Bautzen und weil ich dabei den ganzen Tag fahren muss und dann noch die Tour von Bautzen nach Erfurt zurück, fuhr ich schon einen Tag früher dahin.
    Das war eine gute Entscheidung. Gegen 17 Uhr kam ich in Bautzen an.
    Genügend Zeit also die Stadt ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Ich bin zwar schon sehr oft in Bautzen gewesen (seit 1994 jährlich mehrmals), nahm mir jedoch wenig Zeit für eine Stadtbesichtigung.
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    Und die Stadt Bautzen hat sich gemausert!
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    Die Stadt liegt an der Spree und ist Kreissitz des nach ihr benannten Landkreises Bautzen. Mit rund 40.000 Einwohnern ist Bautzen zugleich die größte Stadt des Kreises und die zweitgrößte der Oberlausitz sowie deren historische Hauptstadt.
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    Obwohl in der Stadt selbst nur eine sorbische Minderheit von 5 bis 10 % der Bevölkerung wohnt, ist sie das politische und kulturelle Zentrum der Sorben." Aus Wikipedia.
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    Die Sonne lässt Bautzen im besonderen Licht erstrahlen. Im Stadtkern rund um den Hauptmarkt habe ich kein herunter gekommenes Gebäude gesehen. Die reichen Fassaden, die vielen Türme und wunderschönen Gebäude, lassen dem Betrachter den früheren unheimlichen Reichtum der Stadt erahnen.
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    Im Hotel Husarenhof konnte ich den Tag im sonnigen Biergarten ausklingen lassen und mich seelisch, moralisch auf den nächsten Tag vorbereiten. Am Donnerstag war es kalt und regnerisch. Keine guten Bedingungen für Besichtigungen und Verhandlungen. Unsere Fahrt führte nach Kamenz und Bernsdorf, um dann in Schwarzkollm auf die Krabat-Mühle zu stoßen. Unser Interesse war sofort geweckt.
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    Hier, wo einst der gute sorbische Zauberer Krabat lebte und gegen seinen Widersacher und Lehrmeister, den Schwarzen Müller, kämpfte, gibt es viel zu entdecken. Der Ortsteil der Stadt Hoyerswerda ist von der Krabatsage geprägt, ob es der wunderschöne Dorfplatz mit dem KRABAT-Brunnen und der KRABAT-Stele ist oder aber die liebevoll gestalteten Keramikraben auf den Drei- und Vierseitenhöfen. Im Koselbruch in Schwarzkollm wird seit mehreren Jahren die sagenumwobene schwarze Mühle neu erschaffen. Die rustikalen Gebäude wurden in liebevoller Handarbeit hergerichtet und mit originalen Requisiten aus dem Kinofilm „Krabat“ ausgestattet. Die klappernde Mühle schafft darüber hinaus eine besondere Atmosphäre. In der urigen Bauernstube werden hausgemachte Plinse und das wohl deutschlandweit erste schwarze Eis serviert." Zitat: http://www.freizeitknueller.de/krabatmuehle.aspx?lang=de
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    Wir waren im tiefsten Sorbenland. Wenn dort ein Wolf aufgetaucht wäre, hätte sich wohl niemand gewundert. Eine alte Mühle, Biergarten, Gebäude vorwiegend aus Holz, ein Theaterspielplatz auf dem Rasen und eine faszinierende Atmosphäre umgaben uns.
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    Wir staunten nicht schlecht, als dort auch schon Proben für die KRABAT-Festspiele (Krabatowe swjedzenske hry) stattfanden.
    Weiter ging es an den Geierswalder See. Der entstand aus dem ehemaligen Tagebau Koschen, welches seit den siebziger Jahren nicht mehr betrieben wurde.
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    An der Grenze zu Brandenburg entsteht eine sagenhafte Seenlandschaft, die der Mecklenburger Seeplatte Konkurrenz machen wird. Es ist schön anzusehen, wie aus einer ehemaligen Kraterlandschaft ein herrliches Erholungsgebiet entsteht. Tourismus als Einnahmequelle statt Bergbau.
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    Von irgendwas müssen die Bewohner ja leben. Im sogenannten Leuchtturm wollten wir zu Mittag essen. Wohlgemerkt ... es war Donnerstag ... noch keine Ferien.
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    Am Eingang wurde ich von einer freundlichen Kellnerin gefragt, ob wir bestellt hätten? Ich verneinte und sie fand mit ach und Krach noch einen Tisch für uns. Das ist wie in alten Zeiten! Das Ambiente war gut, das Essen erst recht und so gestärkt konnten wir uns die neuen Ferienhäuser ansehen. Kaffee wurde am Senftenberger See getrunken, auch wenn wir öfters mal dem Regen ausweichen mussten.
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    In Bautzen zurück, konnte ich dann gegen 16 Uhr wieder nach Hause starten.
    Es war ein Tag wie ich es schon geahnt habe.
    Zu Hause brauche ich dann eine Stunde um wieder normal zu werden.

  • Im Jelobten Land ...

    ... war ich heute. 
    Für alle Die, die nicht wissen wo das ist, gibt es hier ein Link zu Wiki auf die Seite des Landkreis Jerichower Land. 
    Die Fahrt dorthin gestaltet sich am Anfang immer sehr entspannt, auf der A 71 die zurzeit noch nicht durchgängig befahrbar ist.
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    Im Sommer 2015, also sehr bald, sollen die restlichen 12 Kilometer Autobahn zwischen Sömmerda-Ost und Kölleda frei gegeben werden. Zeit wird es. 
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    Doch dann werde ich nicht mehr so entspannt dort fahren können. Zumal die Autobahnen 71, 38 und 14 nach Magdeburg nur mit zwei Fahrbahnen pro Richtung gebaut worden sind. 
    Die A 14 ist jetzt schon der Horror, weil die LKWs relativ oft ihr Brummirennen dort veranstalten. 
    Deshalb fahre ich lieber von Eisleben Richtung Bernburg per Land- oder Bundesstraße, um dann bei Plötzkau den Rest bis zur A 2 auf der A 14 abzureißen. 
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    Doch heute war die Anschlußstelle Plötzkau einfach gesperrt. Ich musste über Bernburg zur Autobahn fahren. Das hat schon genervt. 
    Doch als ich dann von der A 2 abfuhr und dort die B 1 nach Burg gesperrt war, hatte ich den Hals dick. Eine eindeutige Ausschilderung der Umfahrung habe ich nicht gefunden. Ich kenne mich dort ein wenig aus. Aber was macht der Ortsunkundige? 
    Der Termin in Burg gab mir dann den Rest für den Tag. Stundenlange Verhandlungen mit "Nicht"-Fachmänner! 
    Ich sah mich schon ohne Ergebnis nach Hause fahren, als aus dem Nichts eine neue "Fachfrau" erschien. 
    Dann ging alles Schlag auf Schlag. In einer halben Stunde war das beiderseitige Ergebnis auf dem Tisch. Ich fasse es ja nicht! 
    Da muss erst eine Frau kommen! 
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    Wenn das so weiter geht, will ich kein Mann mehr sein! Es gibt ja jetzt die Frauenquote! 
    (Was kostet eigentlich eine Geschlechtsumwandlung???) 
    Hoffentlich ist das nur im Jelobten Land so! 

  • Ein Wochenende auf der Strasse

    Es fing ja schon am Freitag an. Zweimal Erfurt - Eisenach und zurück.
    Ich war der Chauffeur unserer Tochter. Man muss es nur gern machen!


    Samstag früh zum Markt, mit dem Eiermann einen Schwatz und ab nach Hause zum Frühstück.
    Gegen halb elf auf die A 71 bis Sangerhausen, weiter die A 38 bis Eisleben, dann die B 80 nach Halle und die
    B 100 zur A 9.
    Berliner Ring ostwärts bis zum "A 10 Center", dann Richtung Berlin-Köpenick, an den Langer See (Dahme) zum Seesportclub Berlin-Grünau.
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    Dort traf meine Frau eine langjährige Freundin, die vor gefühlten 100 Jahren nach Berlin zog. Seit Jahren fehlte jegliche Verbindung, so dass hier eine Lösung her musste.
    Wir haben also kurzerhand in ihrem Seesportclub ein Zimmer bestellt und sind dort aufgeschlagen.
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    Nachdem überraschenden "Hallo" und der Freude des Wiedersehens, ging die Fahrt weiter auf der A 10 und A 12 nach Fürstenwalde.

    Unser Besuch meiner "ALt vorderen" war lange überfällig.
    Das größte Hindernis für Familientreffen sind die horrenden Preise der Hotels in und um Bad Saarow. Kurzfristig geht da schon mal gar nichts. Ein Doppelzimmer für eine Nacht ist nicht unter 170 Euro zu bekommen.
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    Das schwüle Wetter am Samstag wurde von einem kühlen Wind abgelöst, der so richtig gut tat. Schon deshalb war die Kaffeetafel draußen aufgebaut. Jedoch brachte der Wind auch Regen und Gewitter mit.
    Von der Seeseite huschte der Regen zu uns und der Wind hob den Sonnenschirm aus seiner Verankerung. Man kann sich sicher gut vorstellen wie schnell die Kaffeetafel aufgehoben wurde.
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    Nachdem sich das Wetter wieder beruhigt hatte, wurde der kühne Entschluss gefasst, die Thüringer Bratwürste auf den Grill zu legen. Und es kam was kommen musste!
    Beim herrlichsten "Fressgelage" unter freiem Himmel, kam der Regen zurück. Nur der Wind hatte keine Lust mehr. Alle rückten zusammen bis jeder unter dem Schirm passte. So wurde es auch wieder kuschlig.

    Dann ging es wieder auf der A 12 und A 10 zurück an den Langer See.
    Nach reichlich Wein und schwatzen fielen wir ins Bett. Ein kleines Zimmer direkt im Seesportclub.
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    10 m², ein Doppelbett das man kaum umrunden konnte, ein Tisch, 2 Stühle, ein Regal und ein Waschbecken. Mehr braucht man nicht um zu schlafen.
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    Toiletten und Duschen auf dem Gang, da hat nur noch der Unteroffizier vom Dienst gefehlt, der zum Wecken und Frühsport gepfiffen hat. Das war irre "osttalgisch"!
    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Rückweg.
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    Eigentlich wollte ich ohne Autobahn auskommen. Doch nach der zwanzigsten Ampel änderte ich den Plan und nutze doch die A 10. Auf dem Berliner Ring ging ja noch alles gut.
    Die A 9 war gut besucht und so war es eine Frage der Zeit, wann es endlich einen Stau geben wird.
    Im Fläming gab es einen Unfall und damit einen 15 km langen Rückstau, wodurch ich zu einer Vollbremsung bei ca. 200 km/h gezwungen wurde, weil das Ende des Staus hinter einer Kurve stand.
    Alles ging gut und so hatten wir genügend Zeit bei herrlichen Temperaturen im Auto zu kuscheln.
    Nach gefühlten 2 Stunden stehen, fahren, stehen und fahren waren die Kirschen ratzeputz aufgefuttert und der Mittelstreifen mit neuen Kirschkeimlingen gespickt. Dabei verfeinerte ich die Technik des Kirschkernspuckens beträchtlich.
    Der Stau löste sich auf und das Rennen um die besten Plätze auf der linken Spur wurde mit Inbrunst wieder aufgenommen.
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    Bei Landsberg ging es dann auf die B 100 und weil sich nun der Hunger rabiat bemerkbar machte, kehrten wir in die Bauernschänke der Keramikscheune Spieckendorf ein.
    Die Schänke und die Keramikscheune kann ich empfehlen!
    Über die B 80, A 38 und A 71 führte unser Weg nach Erfurt. Gegen 16 Uhr landeten wir auf dem Sofa. Nichts in der Welt hätte uns für den restlichen Sonntag wieder hoch gebracht.

  • Bootstour ... mal eine andere Sicht

    Am Anfang der letzten Woche kam uns der Gedanke mal wieder eine Kajaktour zu machen. Unsere letzte Tour war 2012. Viel zu lange her! Kurz entschlossen mailten wir einen Anbieter für solche Touren an und bekamen einen Tag später die Bestätigung unserer Reservierung.

    "Hallo Herr Männe,
    vielen Dank für Ihr Interesse  an einer Tour mit Saalestrand-Kanu.
    Am Sonntag können wir Ihnen noch die Tour von Laucha nach Naumburg im 2er Kajak anbieten.
    Treffpunkt wäre um 11.00 Uhr in Naumburg an der Henne.
    Anbei sende ich Ihnen eine Anfahrtsskizze. Unter folgendem Link finden Sie unsere Teilnahmebedingungen.
    http://www.saalestrand-kanu.de/html/de/agb.html
    Die Kosten pro Person belaufen sich auf 25,00 € inklusive Personentransfer.
    Möchten Sie verbindlich buchen, würden wir Sie bitten uns diese E-Mail innerhalb der nächsten 2 Tage mit Ihrer Anschrift und Telefonnummer zu bestätigen.
    Bitte beachten Sie, dass diese noch einmal rückbestätigt wird.
    Wir würden uns freuen Sie als Gäste begrüßen zu dürfen.
    Herzliche Grüße
    Felix Naumann"

    Wir waren erstaunt wie schnell und einfach das ging.
    Das Wochenende nahte und die Temperaturen stiegen auf ein plötzlich unerträgliches Maß.
    Samstagvormittag gab es zwar in Erfurt ein heftiges aber kurzes Gewitter, der Regen prasselte für ca. 20 Minuten auf die Dächer und das Regenwasser füllte sofort die Rinnsale. Dann war alles wieder wie vorher. Heiß und unerträglich. Wenn es am Sonntag auch so heiß ist, hätten wir abgesagt. Denn auf dem Wasser ist es dann noch unerträglicher.
    Doch am Sonntagmorgen hatten wir eine völlig andere Wettersituation. Es war kalt!
    9 Uhr war Start in Erfurt. 10:30 Uhr waren wir in Naumburg an der Henne.
    Den Kanuverleih sahen wir aber nicht. Kurzerhand fuhren wir zum Kanuverleih am Blütengrund.
    Dort hatten wir schon 2012 gebucht.
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    Die Leute dort waren sehr freundlich kochten für uns auch noch einen Kaffee. Doch als ich bezahlen wollte, fanden sie unsere Reservierung nicht. Ich sagte das wir eigentlich an der Henne gebucht haben, aber das muss ja wohl eine falsche Information gewesen sein, denn nirgends war ein Kanuverleih zu sehen. Man sagte uns wohin wir fahren müssen.
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    Jetzt in Eile rasten wir wieder zur Henne und fanden einen kleinen Kanuverleih zwischen Felsen, Straße und Saale. Dort hätte ich nie gesucht! Es gibt auch keine Ausschilderung für den Verein. Das war schon seltsam. Egal!

    Dort angekommen, wartete man schon auf uns und doch waren wir nicht die Letzten. Bezahlen, Quittung, Schwimmwestenempfang und Besichtigung der Zielanlegestelle ... alles ein Ding.
    Nach uns kam noch eine Truppe, dann aufsitzen im Transporter und ab ging die Fahrt nach Laucha an der Unstrut.
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    Dort wurden wir belehrt! Nicht aus dem fahrenden Boot springen, keine Blümchen pflücken, keine Fische veralbern und Rauchverbot wegen Brandgefahr. *lach*
    Natürlich belehrte man uns über Schwimmwestenpflicht, Regeln auf dem Wasser, in den Schleusen aber auch wegen dem Rauchverbot. Das war für mich Humbug. Kein geschlossener Raum, keine Waldbrandgefahr, also was soll das!
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    Wir gingen fast als Letzte ins Wasser. Hinter uns kamen dann nur noch 2 Schlauchboote, die wir nicht wieder zu Gesicht bekamen.

    Die Unstrut ist ein gemächlich dahin fließendes Gewässer ohne wirkliche Herausforderung.
    Man muss kein Wehr um Tragen weil Schleusen den Höhenunterschied wettmachen. Allerdings sind Schleusen für Ungeübte wie wir nicht so einfach. Man muss bei abfließendem Wasser in der Mitte bleiben. Am Rand der Schleuse besteht die Gefahr zu kentern.
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    Von der Glockengießerstadt Laucha geht es an den Ortschaften Weischütz und Balgstädt vorbei, zur Schleuse Zeddenbacher Mühle, die sich kurz vor Freyburg befindet.
    Wir wurden zusammen mit  einem Kanu geschleust.
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    Die Zeit in der Wanne verbrachten wir mit Lenkmanövern um immer in der Mitte der Schleuse zu bleiben. Die Besatzung des Kanus war ein eingespieltes Team, denen es gefallen hat mit unserem Fotoapparat ein paar Bilder für das Familienalbum zu schießen.  
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    Trotzdem war ich froh aus der Wanne fahren zu können.
    Dann kam Freyburg. Diese kleine Stadt kennen wir sehr gut, durch unsere Radtouren und den Weinfesten dort.
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    Aus der Flussperspektive ergab sich schon ein besonderes Bild.

    Die Unstrut hat zurzeit nicht so viel Wasser wie es normalerweise führt. Deshalb sind die Böschungen eher hoch und die Sicht nicht so ergiebig.  Und doch erblickten wir so manch Stelle, an der uns der Wein schon gut gemundet hat.
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    Am Ende von Freyburg kam die zweite Schleuse. An der Wartezone stiegen wir aus dem Kajak, was richtig gut tut. Man sitzt ja immer mit gestreckten Beinen in der Wanne. Und der Ar... tut auf der harten Plastik auch enorm weh. Doch der Schleusenwärter leierte mit seinen Armen, weil er uns schon gesehen hat und erpicht darauf, uns allein durch die Schleuse zu jagen.
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    Also wieder aufsitzen und rein in die Wanne. Diesmal ging es gut 2,5 Meter abwärts. Als er die Schleusentore öffnete, war der Sog so stark, dass ich das Boot nicht halten konnte und nur noch das Bug in die Mitte "bugsieren" musste. Daher kommt auch wohl das Wort "Bugsieren!" *grins*
    Es zog uns förmlich in den Fluss.
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    Als wir am Wehr vorbei schipperten, kam von links noch ein Gewässer mit Strömung. Ab dann konnten wir uns schonen und mit der Strömung gen Saale schippern.
    Ein bisschen lenken reichte völlig. Es überholten uns auch fleißig paddelnde Ruderer die den Duft von frischem, kühlem Bier in der Nase hatten.
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    Ab Freyburg hatten wir auch Verkehr mit leicht motorisierten Schiffchen und der Unstrutnixe.  Sie fuhren aber so langsam, das die aufkommenden Wellen unserer Nussschale nichts anhaben konnten. Wenn man mit dem Bug in die Wellen hereinfährt, passiert nichts. Seitlich könnte man doch ein paar Schwapps abbekommen.  
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    Gegen 16 Uhr erreichten wir nach ca. 15 km die Zielanlegestelle Naumburg/Henne.
    Wir fuhren daran vorbei um gegen den Strom anzulegen. Bremsen mit dem Strom ist wohl nicht so einfach. *grins*
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    Beim Aussteigen latschte ich dann doch noch in die Saale. *lach*
    Boot aus dem Wasser heben, Gepäck bergen, Boot kurz reinigen, Schwimmwesten abgeben und nichts wie weg!
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    Ab in die Naumburger Wein und Sekt Manufaktur.

    http://www.naumburgerweinundsekt.de/index.htm
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    Hier haben wir einen guten Schluck fruchtigen Wein und etwas zum Essen gefunden.
    Alles Wasser kann man unterwegs auch nicht rausschwitzen, deshalb kamen die Toiletten wie gerufen.
    Den anderen Ruderern haben wir gut versorgt beim Ankommen zu sehen können. 
    Es war eine sehr schöne Bootstour, die wir gern wiederholen.

  • Die Natur boomt

    Die Flora und auch die Fauna. 
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    Schon bald werden die Felder voll sein mit Klatschmoon und Mäusen. Die Bussarde und Wildkatzen haben dann einen reichlich gedeckten Tisch.
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    Bäume laden aus, Wiesen blühen und das Vieh schwelg im Völlegefühl. Wir Menschen träumen vom Urlaub. Gestern fuhr ich in den Harz nach Wernigerode und weiter nach Halberstadt.
    Ich konnte mich gar nicht satt sehen an der schönen Landschaft.
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    Die Reise ging weiter über Bernburg und Halle nach Erfurt. Alles Wasser welche ich getrunken habe ging durch die Haut wieder raus. Ist das der Sommer?
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    Aber heute am Morgen dieser Vogel. Er gab ein Konzert welches in jeden Jahr zum fürchten ist.
    Sitzt am Giebel und sorgt dafür, das Männe vor dem Wecker wach wird.
    Die Anfahrtskizze zeigt die Stelle an der unsere Kajaktour am Sonntag endet. Wir fahren die Unstrut.

  • Kabarett "Das Lachgeschoss" oder "Männer muss man mögen"

    In Erfurt gibt es das Kabarett "Das Lachgeschoss" im Dachgeschoss.
    Eine urgemütliche Kleinkunstbühne im historischen Fachwerkstil.
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    Dort sitzt man an Tischen, kann gemütlich ein Weinchen schlürfen und dem Treiben der 3 Kabarettisten zu hören und sehen. Der kleine Saal fasst etwas 100 Personen, so das es auch überschaulich wirkt.
    Vor der Vorstellung und in der Pause stehen die Darsteller hinter dem Tresen und verkaufen auch die Karten.
    Es wurde "Männer muss man mögen!" gespielt.
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    Mir war schon klar was dabei zelebriert werden sollte. Aber es kam noch dicker.
    Wir mit dem Fahrstuhl ins Dachgeschoß. Am Einlaß saß schon eine Frau wie Tante Edelgard.
    Ich: Wir hatte 2 Karten reserviert für Männe.
    Sie: Dreißig Euro!
    Ich legte das Geld auf den Tisch.
    Sie gab meiner Frau die Karten! Ich glaub mein Hamster bohnert! 
    Ich: Waaas? Ich bezahle und sie bekommt die Karten?!
    Sie: Häää ...   und schaute mich an als wenn es donnert. - So einfach lassen sich die harten Mädels aus der Fassung bringen.  Mein Tag war gerettet.   
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    Die Vorstellung war sehr gut.
    Es wurde trotz übererfüllter Frauenquote ausgewogen über Männlein wie über Weiblein gelästert. 
    Nur die Witze als Zugabe ware ein wenig angestaubt.
    Der Wein war gut, die Nachbarn am Tisch etwas redselig, weswegen ich nicht so viel reden musste.  Ausserdem hab ich mit dem Hören bei vielen Stimmen immer ein Problem. Das zustimmende Nicken funktioniert aber noch gut.  
    Wer diese Art Kabarett mag, ist im Lachgeschoß goldrichtig.

  • Theater im Palais Erfurt oder Pfingsten fast wie immer

    Der Pfingstsamstag hatte so etwas von erholsamer Ruhe bei uns.
    Kind ausgeflogen, also absolute Sturmfreiheit. Spät aufgestanden, gegen 10 Uhr zum Markt. Alles wie immer. Frisches Brot, Brötchen, Laugenstangen, Eier, etwas Wurst, Spargel und Erdbeeren gekauft. Frühstück bei Elmi mit Blick zum Domplatz, weil dort immer etwas los ist.
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    Ein russischer Gaz parkt im Halteverbot, prompt kommt auch Polizei und kassiert.
    Der alte Blumenhändler im konspirativen Gespräch mit dem schleimenden Fahrlehrer, der betagte Frauen anmacht um ihnen Fahrstunden für die einsamen Tage andrehen will, wenn der Mann endlich den Stecker gezogen hat.
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    Und dann kommen schicke Autos und reihen sich zum Pfingsttreffen der Corvette-Fans
    auf dem Domplatz ein. Ein Hingucker für Jedermann.  
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    Am Nachmittag versuchte ich für den Abend etwas Kulturelles an Land zu ziehen.
    Und es gelang auch beim ersten Anlauf.
    Hier in Erfurt gibt es ein gutes kulturelles Angebot.
    Neben der Messehalle und dem Theater am Brühl,
    kann man in der alten Oper, dem Dasdie Live und Brettl, dem Theater im Palais, das Lachgeschoss, Kabarett Arche usw., gehen.  
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    Das Theater im Palais spielte am Samstag "Allein in der Sauna".
    Ein Einmannstück, Enddreißiger philosophiert über sein Leben mit Familie, Beruf und Geliebte.
    Karten habe ich per Mail reserviert.
    Vorher haben wir im Faustus zu Abend gegessen, denn wir bildeten uns ein, nahe am Spielort zu futtern und somit nur ein paar Schritte gehen zu müssen. Als wir 20 Minuten vor Spielbeginn dort waren, hatte die Veranstaltung schon angefangen. Wir waren im Palais Wachsberg.
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    Ein nobles Haus in der Futterstraße, welches auch das "Lachgeschoß" beherbergt. Nach kurzer Diskussion mit einem Mitarbeiter dort, zogen wir schnell über die Krämerbrücke in die Michaelisstraße, die Kneipenmeile von Erfurt.
    Dort fanden wir das kleine Theater und hatten noch Zeit für ein Gläschen Wein.
    Das Theater fasst ca. 70 Besucher wovon etwa 30 Stühle besetzt waren.
    Alles in lockerer Atmosphäre, die Getränke vor den Füßen und mit Zwischenbemerkungen,
    die dem Akteur auf der Bühne zu Änderungen seines Textes nötigten.
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    Eine sehr persönliche Aufführung, die uns zum Wiederholungstäter machen wird.
    Auf dem Weg nach Hause kehrten wir in einer gerade mal seit 3 Tagen geöffneten Trattoria ein, um einen Absacker zu nehmen. Das Entenhaus an der Langen Brücke hat jetzt einen neuen Mieter. Ein kleiner Abklatsch vom Waldhaus nur mit Warsteiner Bier.

    Zu Pfingsten tobt traditionell die Weinmeile an der Saale zwischen Bad Kösen und Roßbach bei Naumburg.
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    Wir waren mit meinem Freund und seinem Sohn am Sonntag dazu verabredet.
    Gut ausgeschlafen und gestärkt machten wir uns auf dem Weg.
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    Das Wetter war ideal für solche Verlustigungen. Nicht zu warm, nicht zu kalt und völlig trocken.
    Wir gehen schon einige Jahre zu diesem Highlight, deshalb müssen wir auch nicht mehr den ganzen Weg laufen.
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    Jedenfalls war es diesmal nicht ganz so überlaufen und irgendwie familiärer als sonst. Gegen Abend kamen uns immer mehr Leute mit Gehstörungen entgegen. Genügend Wasser für unterwegs kann sehr hilfreich sein.
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    Der Pfingstmontag ist zum gammeln da. Es ist trübe und manchmal auch feucht von oben. Es ist ja schließlich Feiertag.  
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  • Fluglärm über Erfurt

    Erfurt und sein Flughafen hat ja eine gemütliche Geschichte.
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    Erst vor ein paar Tagen war in den hiesigen Medien zu hören, das der Flughafen Erfurt-Weimar nur noch 2 Mio. Euro im Jahr als Unterstützung vom Freistaat und der Stadt Erfurt benötigt.

    Wenn ich mal schnell in der ekligen Jahreszeit in die Wärme fliegen will, geht garantiert kein Flug nach Palma. Aber heute ist alles anders. Jawohl!
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    Hier startet und landet im Minutentakt ein Airbus A320 nach dem anderen.
    Wenn man jedoch bei http://www.flightradar24.com/ nach schaut, stellt man verblüfft fest, das es immer die gleiche Maschine ist.
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    Seit heute Mittag versucht dieses Flugobjekt zu landen und startet sofort wieder. Eine Runde um Erfurt dann landet sie schon wieder.
    Mir geht es eben auf den Nerv, weil der Airbus jedesmal über unser Bürogebäude fliegt. Wahrscheinlich übt hier ein Pilot.
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    Und Erfurt bietet sich als Übungsplatz an, weil ja doch kaum ein Flieger hier landet.
    Das ist wie ein Sandkasten für Piloten! 
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    Aber echt mal, ich bin schon so genervt, das jetzt der Stecker gezogen wird, weil Feierabend! 

  • Himmelfahrt am Berg

    Seit fast 20 Jahren fahre ich in der Woche mit dem Himmelfahrtstag einsame Radtouren durchs Land. Meist so 500 km auf 5 Tage verteilt.
    In diesem Jahr plante ich ausnahmsweise eine gemeinsame Tour mit Frau an der Mosel. Den Wein dort kann man viel besser in angenehmer Gesellschaft trinken.
    Es sollte aber nicht sein. Eine nicht restlos auskurierte Grippe ist eher hinderlich beim radeln.
    Nun war ich seit Jahren mal wieder zu Himmelfahrt in Erfurt. Früher sind wir an diesem Tag in einer Männergruppe Rad gefahren. Natürlich auch zu den Brennpunkten des Tages. Riechheimer Berg, Stiefelsburg und das Waldhaus waren ein MUSS. Die Strecke war sehr anspruchsvoll, ging es doch so einige Berge rauf und runter. Es war immer ein schönes Erlebnis.
    Seit ich mich dort ausgeklinkt hatte, zerfiel diese Mannschaft. Also kurzfristig etwas auf die Beine stellen war einfach nicht drin.
    In Erfurt und ringsherum ist an diesem Tag immer viel los. Wir entschieden uns für das Bergbahnfest in und um Oberweißbach. (
    Oberweißbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Naturpark Thüringer Wald im Weißbachtal.)
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    Dort angekommen kauften wir zwei Tageskarten für die Bergbahn, was gleichzeitig als Eintritt für die Veranstaltungen galt. Mit der Bergbahn die schon 92 Jahre betrieben wird, bin ich als kleiner Junge schon mal gefahren. Schließlich wohnte ich 20 km weiter in Bad Blankenburg die erste 9 Jahre meines Daseins. 50 Jahre danach musste ich einfach wieder mit dem Vehikel fahren.
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    Im offenen Wagen, ein Schienencabrio sozusagen seilten wir uns ab von Lichtenhain/Bergbahn zur Obstfelderschmiede. Eine 15 minütige Fahrt von 663 Meter über NN, runter zu 340 Meter über NN, eine Strecke von 1387 Meter.
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    Bei dem herrlichen sonnigen Wetter und 15 Grad Wärme war die Fahrt ein Erlebnis. An der Talstation Obstfelderschmiede befindet sich ein Haltepunkt der Schwarzatalbahn, die von Katzhütte nach Rottenbach und wieder zurück fuhr. Das Tagesticket gilt auch für diese Bahn.
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    Nach einer Stärkung, natürlich mit thüringer Bratwurst und Watzdorfer Bier, fuhren wir über Schwarzburg nach Rottenbach und zurück. In Rottenbach hatte der Zug 20 Minuten Aufenthalt. Dort war überhaupt nichts los. Tote Hose sozusagen.
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    Zurück in Obstfelderschmiede wurde zum Bier eine Fettbemme mit saurer Gurke gereicht.
    Im geschlossenen Wagen zog uns die Bergbahn wieder nach Lichtenhain/Bergbahn.
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    Dort gibt es noch eine Flachstrecke der Lichterhainer Waldeisenbahn die nach Cursdorf führt. Das konnten wir uns selbstverständlich nicht entgehen lassen.
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    In kleinen Waggons auf einer Schmalspur, mit einem Diesel getrieben Zugmittel, fuhren wir ca. 15 Minuten zur "schönen Aussicht" bei Cursdorf und zurück. Das war eher eine Pioniereisenbahn für Kinder. Aber sehr deteilgetreu vom Personal vorgeführt. Schaffner in Uniform mit Kelle und Pfeife, Kassenautomat am Bauch und Fahrkarten wie in den 60er Jahren aus Pappe.
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    Betrieben wird die Bahn vom Jenaer Eisenbahn-Verein e.V. Nun hatten wir alle Strecken ausprobiert.
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    Im Festzelt tobten volkstümliche Weisen, nach denen die angetrunkenen Männer und teils kreischenden Weibsen die Hüften schwangen. Selbst Kuchenteller sollen aus dem Saal zur Bühne geflogen sein. Außerhalb des grölenden Zeltes  gab es lecker Wurst und Steaks, Wildschwein am Spieß, Bier und Limo, thüringer Pfannkuchen und Wein.
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    Den "übers Knie gezerrten" konnte ich nicht mehr ausweichen. Dazu gab es einen Mosel-Wein vom Feinsten, von einem unerschrockenen Winzer am Moselradweg. Hier schließt sich nun der Kreis zum Anfang meines Eintrages.
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    Ich möchte das Bergbahnfest weiter empfehlen. Es geht noch bis Sonntag und lohnt sich auf alle Fälle. 

  • Burschenschaftsdenkmal bei Eisenach

    Auf der Göpelskuppe, einer Anhöhe bei Eisenach in Thüringen, steht das Burschenschaftsdenkmal.
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    Bis vor ein paar Jahren, als die BAB A 4 noch über die Hörselberge führte, konnte man schön von den Bergen das Denkmal sehen.
    Seit 2010 gibt es die Hörselbergumfahrung, übrigens ein Public Private Partnership (PPP) Projekt, wird das Denkmal kaum noch wahrgenommen. Es war immer ein schöner Blickfang für den Autofahrer.
    Nun ja, die Berge waren eben zu heftig.
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    Ich will hier nicht über die Geschichte des Burschenschaftsdenkmals schreiben, auch nicht über das Verbot der Burschenschaften zu nationalsozialistischen Zeiten.
    In der DDR wurde das Denkmal mit seiner Geschichte einfach weiter tot geschwiegen und es verfiehl zusehens. Es war ein "no go" damals, zu dem Denkmal zu wandern. 
    Wie es so oft im Osten der Fall war, hat die Wende so manch Bauwerk, Denkmal, Altstadt gerettet.
    Aber auch darüber möchte ich mich nicht weiter auslassen.
    Vom Denkmal hat man eine verdammt gute Sicht auf die herrliche bergige Landschaft, auf Eisenach und selbstverständlich auch auf die Wartburg.
    Man kann dort auch recht gut essen. Selbst als Veganer. Das habe ich so nebenbei mitgehört.  
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    Und ja, für alle Weibsen die ihren Besen lieber mit einem Porsche tauschen möchten, hier eine Alternative. 
     

  • Manchmal ...

    ... brauche ich eine Auszeit. Nur für mich, ohne Trubel, ohne Menschen, ganz bewußt allein.
    Nur Stille ... niemand spricht ... kein Radio plärrt ... kein Fernseher flimmert.
    Am liebsten am rauschenden Meer. Nun bin ich jedoch ein gestrafter Mann, der in Thüringen geboren, aufgewachsen und hängen geblieben ist. 
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    Im Grunde lebe ich gern in Thüringen. Aber so ein kleines Meer wäre schon nicht schlecht.
    Mann macht das Beste aus dem was er hat und so nutze ich das Rauschen der Bäume, das Plätschern der Bäche und das Wiegen der Falken im Wind, als Ersatz für das Meer. 
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    Ein paar Stunden genügen, um zufrieden nach Hause zu fahren. Dann ist alles wieder gut.
    (Die Bilder sind vom 3. Mai rund um Dietrichshütte und Schwarzburg)
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    Manchmal ... nach nervigen Besprechungen, meist auch in der Pampa, tut es gut einem technischen Denkmal bei der Arbeit zu zuschauen.
    Das Schiffshebewerk Rothensee bei Magdeburg befördert einen Dampfer vom hohen Mittellandkanal in den tiefer gelegenen Verbindungskanal zur Elbe.
    Andere würden das Glotzen als Meditation bezeichnen.
    Jedenfalls hatten meine Ohren die Ruhe verdient, um den schrillen Klang einer ständig anklagenden, weiblichen Stimme zu kompensieren. 
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    Manchmal ... nutzt man langjährige Vertragspartner auch dann noch, wenn größer gewordene Entfernungen, die Suche eines neuen Anbieters vernünftig erscheinen lassen. Die mobile Rundumleuchte meines Fahrzeuges wollte nach gut 15 Jahren seinen Dienst quittieren. Von jetzt auf gleich!
    Der Bosch-Dienst in Arnstadt hat diesem Ansinnen ein Ende bereitet.
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    Auf dem Weg dort hin, bot sich mir ein Bild der Veste Wachsenburg, als eine der Drei Gleichen.
    Sie wird durch das strahlende Gelb der Rapsblüten noch ein wenig hervor gehoben.
    Rechtes Bild im Kreativmodus impressiv aufgenommen. Sieht aus, als wenn es gemalt wurde.

  • Der Mai hat begonnen ...

    ... und überall blüht es. Schaut mal genau hin. Die Bäume entlang der Strassen blühen was das Zeug hält. Die Natur erstrahlt im satten Grün. Dabei sind diese Bilder noch vom 30. April. 
    Der Walpurgisnacht. Auf dem Hexentanzplatz im Harz hat man ja  für diese Nacht bis zu - 1 Grad angesagt. Keine gute Ansage für Hexen mit gerafften Röcken. 
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    In Erfurt auf dem Domplatz wurde es auch etwas feucht. Der Wein wurde immer wässriger und trieb uns für eine Weile in den Speicher. Dann konnten wir den Klägen von Vital mit Werner Zentgraf und Gotte Gottschalk folgen.
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    Am 1. Mai folgten wir einen Tipp unter der Hand. In Freyburg nahe Naumburg, sollte so eine familiäre Weinmeile statt finden. Es  war tatsächlich eine wunderbare Veranstaltung, bei besten Wetter und herrlicher Stimmung. Ich sollte im Grunde keine Werbung dafür machen, denn dieses kleine, intime Fest des Weines soll nicht zur Weinmeile mutieren.
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    Samstag 2. Mai. Domplatz zum normalen Markttreiben. Wir brauchte eine halbe Stunde mehr, um dort hin zu kommen. Der Brühler Platz war voll gesperrt, ohne das irgendwelche Schilder dies angekündigt hatten. Der Domplatz war besetzt mit Bereitschaftspolizisten und Absperrgitter. Der Eiermann faselte etwas von Hooligans die gegen Salafisten demonstrieren wollen. 
    Meine Güte! Jetzt wird der Satan mit dem Belzebub ausgetrieben! 
    Erst erzürnten mich die vielen Polizisten, dann taten sie mir leid.
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    Zum kochen hatte niemand von uns Lust. Den Spargel machen  wir am Sonntag. So fuhren wir ins thüringer Land, auf der Suche nach einen annehmbaren Biergarten. Nicht leicht, ausserhalb von Erfurt.
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    Wir haben auf dem Possen, nahe Sondershausen eine Oase für Familien und Kinder gefunden. Dort waren wir ja schon öfters. Die Überraschung war enorm, denn man hat sehr viel für die Attraktivität der Ausflugsstätte gemacht.  Ganz toll!

  • April ... April

    Das Wetter spielt mit uns sein April-Spiel und wer sich darüber aufregt hat sonst nichts besseres zu tun.
    Die vorletzte Woche in diesen Monat war unspektakulär.
    3 Tage Büro, 2 Tage im Burgenlandkreis und im Mansfeld-Südharz, die mir die Sicht aus der Keller-Perspektive eröffnete. Nicht gerade prickelnd, aber notwendig.
    Am Freitag Nachmittag durfte ich meine Töchterchen aus Eisenach abholen. Treffpunkt war der Karlsplatz.
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    Ich war ein halbe Stunde vor den Termin dort und sah mich ein wenig um.
    Von 1977-1980 hatte ich in den Nähe von Eisenach zu tun, deshalb kenne ich die Stadt ein bisschen.
    Für diejenigen die Eisenach nicht kennen, gibt es hier ein paar einleitende Worte:
    "
    Eisenach ist eine Stadt im Westen Thüringens und eine der sogenannten Lutherstädte. Sie ist seit 1998 kreisfreie Stadt und das Zentrum Westthüringens sowie der angrenzenden nordosthessischen Gebiete. In der Raumordnung nimmt die Stadt die Position eines Mittelzentrums mit Teilfunktionen eines Oberzentrums ein und ist der Planungsregion Südwestthüringen zugeordnet. Eisenach liegt an der Hörsel am Nordrand des Thüringer Waldes.

    Bekannt ist Eisenach durch die Wartburg oberhalb der Stadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und im Mittelalter Sitz der Landgrafen von Thüringen war. Dort übersetzte Martin Luther das Neue Testament vom Griechischen ins Deutsche. 1817 fand dort das Wartburgfest statt, eines der wichtigsten Ereignisse des Vormärz. Inoffiziell führt die Stadt den Beinamen Wartburgstadt." 
    Die Stadt hat sich in den letzten 30 Jahren sehr zum positiven geändert. Für mich war sie damals nur eine Stadt nahe der Grenze.
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    Samstag dann der obligatorische Gang zum Markt mit anschließendem Frühstück am Domplatz. Am Bäckerstand steht seit gut einem Jahr ein älterer Fahrschullehrer, der die betagten Frauen anbaggert.
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    Als ich ihm sagte, dass es eine billige Anmache wäre, fragte er mich doch ob meine Frau noch Auto fahre! 
    Danach Einkauf der Balkonpflanzen und wühlen in der Erde. Die frische Blumenerde hat gestunken, als hätte man sie in die Gülle der Schweineställe gelegt. Nach dem ersten Gießen war der Gestank zwar weg, in meiner Nase hat es jedoch noch Stunden gebraucht.
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    Der Samstagabend trudelte dann in der Stadt bei einem gutbürgerlichen Essen, nebst Wein und guter Musik aus.
    Hier: http://www.haus-zum-naumburgischen-keller.de/
    Heute am Sonntag wurde ja ein Temperatursturz mit Regen angesagt. Da am Vormittag noch die Sonne schien, machte ich unsere Räder für die neue Saison klar. Ketten putzen und pumpen war angesagt. Eigentlich müssen die Räder nochmal zur Durchsicht. Speichen nachziehen, Bremsen auswechseln und Schaltung einstellen. Aber jetzt werde ich wohl in den nächsten 2 Wochen keinen Termin mehr bekommen. Dann soll nämlich die Tour an der Mosel beginnen.
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    Nachmittags kam das Wetter wie angesagt. Darüber half dann auch der erste Spargel nicht hinweg. 

  • Sie sind schon unter uns ...

    ... komische Gestalten mit rätselhaften Kisten, die sich verdächtig benehmen, sind schon direkt unter uns.
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    Sie tarnen sich mit seltsamen Gewändern und verhüllen ihre Konturen mit Nebel, der aus komischen Töpfen kommt, die dort rausragen wo wir unsere Nasen haben. Es gibt jedoch Hoffnung! Denn eine als Frau getarnte Kreatur der NSA ist ihnen schon auf den Fersen.
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    Mit altmodischer Kamera vollführt sie einen Kriegstanz um die fremden Wesen. Diese Abschreckungstaktik hat zwar im Vietnamkrieg nicht gewirkt, aber bei den hier entdeckten Primitivlingen könnte das ausreichen. 

  • Demokratie funktioniert nur eingeschränkt"

    Tatort: http://www.weinhaus-zieger.de/de/biergarten.html 
    Zeit: Sonntag den 19.04.2015, ca 13:30 Uhr
    Beteiligte Personen: Mutter, 2 Mädchen ca. 7 und 9 Jahre alt, Vater und Sohn ca. 13 Jahre alt.
    Situation: Während einer gemeinsamen Radtour an der Gera durch Erfurt, nach den Mittagessen im o.g. Biergarten der Weinstube zu Gispersleben.
    Mutter war mit den Mädchen Pippi machen, Vater war mit Sohn pinkeln.
    Man traf sich im Biergarten zum Anlegen der Radhelme.
    Sohn spricht: "Wir machen eine Abstimmung!"
    Vater: "Folgender Vorschlag. Wir fahren zum Fischmarkt ..."
    Sohn zwischendurch: "In Klammern - Umweg!"
    Vater: "Lass mich ausreden. Am Fischmarkt gibt ein lecker Eis."
    Sohn: "Das ist ein Umweg!!! 
    Vater: "Wer möchte ein Eis?"
    Sohn: Hey das ist ein Umweg!!!"
    Tochter 1: "Ich will Eis!"
    Tochter 2: "Ich möchte auch Eis!"
    Vater: "Ich mag ebenfalls ein Kugel Eis."
    Mutter: Sagt nichts.
    Sohn: "Also wenn ihr den Umweg fahren wollt, dann kann ich direkt nach Hause fahren. Gebt ihr mir den Schlüssel?!"
    Vater (stand sehr knapp neben mir): "Wir fahren erst einmal los."
    Sohn (schon hyperventiliert)(unnatürlich hohe Stimme): "Ich will aber allein nach Hause fahren!!!"
    Vater (kann den Jungen verstehen, ist total genervt, will keinen Aufstand vor den Leuten): "Lass uns erst einmal los fahren."
    Sohn: macht was Papa sagt und kocht.
    Mutter: sagt nichts, verzieht keine Miene, ist farblos.
    Scheiß Demokratie!!!!  
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  • Die Erste ...

    ... Woche im Frühling und nach dem Urlaub, haben wir nun auch wieder geschafft. Die Zeit gibt mir das Gefühl immer schneller zu werden.
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    Knapp ist der leidige Nachsonntag absolviert, ist auch schon wieder Freitag. Die Woche war angefüllt mit Büroarbeit und Besprechungen. Das Fahrzeug musste nach der Inspektion und dem Reifenwechsel für den Sommer vorbereitet werden. Messgeräte auf Vordermann bringen, eichen und den Winterdreck entfernen.
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    Am Donnerstag eine Fahrt nach Meissen und in die sächsische Schweiz. Und das am "Blitztag". Überall standen die Dinger stationär und mobil.
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    Da kann man nur wie ein Beamter fahren und dass macht müde. Kurz bevor ich auf der Autobahn eingeschlafen bin, drehte ich die Musik auf "Wehtunlautstärke", kam wieder in Schwung und batsch, erwischte mich ein Blitzer in der Tempo 100-Zone. Das Leben ist so grausam zu mir!!!
    khsjrezäkedndi
    Zum Ausgleich wird am Samstag ein Whiskyseminar in der abendlichen traditionelle Strassenbahn zelebriert und am Sonntag ziehen wir uns "
    Elvis - Das Musical " in der alten Oper rein.
    hskemnmrol
    Und wisst Ihr was? Dann ist schon wieder "Nachsonntag"!!!  

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