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  • Die Sonntage ...

    ... sind im Januar grau und kalt. Wenn wenigstens Schnee liegen würde, würde das helle Weiß Licht spenden. An solchen Tagen kann man nur auf dem Sofa fläzen oder durch die raue Natur wandern.
    Wir haben einen Zwischenweg gefunden.
    Mit dem Auto durch das Land fahren, immer auf der Suche nach Schnee oder einem anderen Lichtblick.
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    Am 2. Sonntag des Jahres, dem 11.01. fuhren wir nach Frauenwald. Ein Wintererholungsort zu dem wir noch vor 15 Jahren jedes Mal in den Winterferien gefahren sind. Dort lag immer genügend Schnee zum Ski fahren und Rodeln. Leider ist es auch dort mit der Schneepracht vorbei und der Ort vegetiert nun so vor sich hin. Viele Urlauber bleiben aus und damit versiegt auch die Haupteinnahmequelle vieler Frauenwalder.
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    Am 3. Sonntag, den 18.01. fuhren wir über Saalfeld die B 281 hoch nach Neuhaus am Rennweg. Mehr als 800 Meter über dem Meeresspiegel. Dort sah es genauso aus wie eine Woche zuvor in Frauenwald. Der dort liegende Schnee war schon ein paar Tage alt und reichte auf keinen Fall für Wintersport. In einer Rennsteigbaute haben wir so leidlich zu Mittag gegessen.
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    Wir bildeten uns ein, dass Thüringer Klöße und Rinderroulade ein Standartessen am Rennsteig ist und damit die Gaumenfreuden garantiert sind. Aber nicht dort. Die Klöße waren Spitze. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Die Roulade mit samt der hellen Soße (wie man diese Farbe bei einer Rindsroulade hinbekommt ist mir ein Rätsel) schmeckte nicht. Zu zäh und ohne dem typischen Geschmack.
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    Beim Rückmarsch zum Auto, durch den Wald konnte ich noch ein paar tolle Bilder machen. Etwas bizarr waren die Büsche und Bäume mit Reif bedeckt und der mit Moos überzogene Baumstumpf bildete die Grundlage für neues Leben, einschließlich für Pilze mitten im Winter.

    Am 4. Sonntag, den 25.01. sind wir in die gegengesetzte Richtung gefahren. Sömmerda, Kölleda, Laucha nach Freyburg. Über Freyburg thront das thüringische Schloss Neuenburg. Nichts Neues, denn hier war ich des Öfteren bei meinen Reisen.
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    http://mreddy.blog.de/2012/09/06/freyburg-14686358/
    http://mreddy.blog.de/2010/06/29/schloss-neuenburg-freyburg-unstrut-8887883/
    So hatte ich jedenfalls gedacht. Die mittelalterliche Gaststätte wurde in der Zwischenzeit komplett umgebaut, aller Kram wurde entfernt, so dass die wunderschönen Gewölbe zu Geltung kommen. Auch die Wirtsleute haben gewechselt. Das Mittagessen kann ich mit guten Gewissen weiter empfehlen. Sehr schmackhaft und mit Liebe zubereitet und dabei noch äußerst preiswert.
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    Der Blick vom Schloss ins Land ist selbst im grauen Januar eine Augenweide.
    Zurück fuhren wir immer entlang der Unstrut bis zur noch nicht vollendeten Autobahn A 71 die uns bequem nach Erfurt leitete.
    Ach ja, unterwegs hörten wir die Hörversion "Die Mütter-Mafia und Friends" und hatten immer ein Grinsen auf den Lippen.
    http://books.google.de/books/about/Die_M%C3%BCtter_Mafia_und_Friends.html?id=z2CyE-0roK8C&redir_esc=y

  • Ich muss jetzt ...

    ... unentwegt auf folgendem Zitat rumdenken:

    >> Die wohlhabende Hamburgerin ist eine gelungene Mischung zwischen Pferd und Frau.<<
    Wolfgang Joop

    Wie ich schon früher mal feststellen musste, bin ich ein visueller Typ.

  • Manche Sprüche ...

    ... sind einfach genial! 
    Payback

  • Die 2. Kalenderwoche ...

    ... im neuen Jahr 2015 ist nun auch schon wieder Geschichte. Nicht viel geschehen.
    Jeden ein gesundes neues Jahr gewünscht, egal ob man es ehrlich meint oder nicht. Das macht man eben so.
    Ich habe das Bedürfnis eine Bestandsaufnahme zu machen. Das passt nicht Jeden, mach ich aber trotzdem.  Ich bekomme einen Überblick,  weiss wo ich weiter buddeln muss und wo Genügsamkeit besser ist.
    Es ist eine Zeit in der ich zur Ruhe komme kann.
    Wie die Pflanzen oder die Igel und die Bären.
    Trotzdem ist nicht an Winterschlaf zu denken. Schade eigentlich.
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    Samstag mal wieder auf den Markt. Der Eiermann hat sich wie schon so oft als Weichei entpuppt und mir die dicken Eier vorenthalten.
    Den späten Abend habe ich mit meinen Freund in der Notaufnahme verbracht. Kreislaufkollaps und einen Bruch am linken Bein. Wenn es kommt, kommt es dicke. Gute Besserung!
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    Heute waren wir auf die Suche nach dem Winter. Zu Hause sind es + 3 Grad. Gestern waren es +17 Grad. Ekelhaft!
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    Früher waren wir jedes Jahr in den Winterferien in Frauenwald. Rodeln, Langlaufski, Glühwein oder Tee und eine saugute Bratwurst. Unsere Tochter fuhr Ski wie eine kleine thüringische Göttin.
    Heute war der Ort wie ausgestorben. Der Klimawandel bringt seine Opfer.
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    Das Leben kann troztdem sehr schön sein. Man es muss eben nur zulassen. :)

  • Usedom ...

    Wir sind seit langer Zeit mal wieder zwischen den Jahren ausgebüchst.
    Sehr lange kamen wir gar nicht auf die Idee uns den Rummel um Weihnachten und Silvester zu entziehen. "Das macht man eben nicht", wenn man Kinder hat.  Da wollen Oma und Opa, Tante und Onkel usw. ihr Recht einfordern, das Kind zu bespaßen und zu beschenken.
    Nun aber, da das Kind selbst dem Gehabe zu den Feiertagen entflieht, sind wir frei in unseren Entscheidungen und können tun und lassen was wir wollen.
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    Dass es kalt war habe ich ja schon gepetzt.
    An den ersten Tagen hatten wir auch sehr gutes Wetter mit Sonne und Blick frei auf das Meer. Dann kamen die Tage an denen wir uns die Insel rein gezogen haben.
    Wir waren ja nicht das erste Mal auf Usedom. Und doch wussten wir nicht darüber Bescheid, dass dort Erdöl gefördert wird. Wie in Dallas.
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    Wir mussten natürlich auch nach Peenemünde, dem Ort wo Wernher von Braun die Grundlage für die Raumfahrt und auch für die Trägersysteme der Interkontinentalraketen legte.
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    Wir kletterten und krochen durch ein Unterseeboot der Russen und bestaunten die Großrakete Aggregat 4, die in der Heeresversuchsanstalt auch V 2 genannt wurde.
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    Es wird ja zurzeit immer so früh dunkel, auch wenn die Tage wieder länger werden.
    Wolgast erlebten wir in der Dämmerung und natürlich auch im Stau der Zugbrücke über die Peene.
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    Im Ostseebad Zinnowitz steppte am letzten Tag des Jahres der Bär, mit Wintermarkt und Glühwein, der bei wenigen Wärmegraden und einer steifen Brise angesagt war.  
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    Silvester am Strand ... das wollten wir einmal erleben.
    Trassenheide liegt zwischen den Ostseebädern Karlshagen und Zinnowitz. Wenn man am Strand steht und Richtung Meer schaut, dann liegt Karlshagen links und Zinnowitz rechts. In beiden Orten wurde an den Seebrücken Feuerwerke gezündet. Ein Schauspiel welches man nicht immer sieht.
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    Der Neujahrstag ist ja der Muse und Schonung vorbehalten. Man geht an die frische Luft, wenn sie schon vertragen wird oder hört dem Neujahrskonzerten andächtig zu.
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    Wir fuhren nach Karlshagen, bekamen dort ordentlich Wind um die Nase und Glühbier zum Einheizen.
    Die Eingeborenen versuchten sich mit Weihnachtsbaumweitwurf und verbrannten am Strand das letzte Holz. 
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    Am Abend waren wir dann in Heringsdorf. Im Kaisersaal des Maritim-Hotels gab Manfred Krug und Uschi Brünning einen Lese- und S(w)ing-Abend. Das war ein gelungener Ausklang des Neujahrsabends.
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    Jetzt sind wir wieder wohlbehalten in Erfurt gelandet, haben alle Weihnachtsutensilien in den Keller verbannt und genießen ein ruhiges Wochenende.
    Ich wünsche alles Lesern ein gutes und gesundes Jahr 2015. 

  • Es ist verdammt kalt ...

    ... hier auf der Insel Usedom. Obwohl das Thermometer nur -3 Grad in den in den Morgen und Abendstunden anzeigt. Schon gestern bei der Anfahrt hat der Raureif die Bäume entlang der Autobahn herrlich in weiß gemalt.
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    Heute morgen hat es uns an den Strand von Trassenheide getrieben, um die Nase mal in eine frische Briese zu halten. Nach den fetten Feiertagen tut das mal gut.
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    Der straffe Wind lässt uns die Temperaturen eisiger spüren als es in Wirklichkeit ist.
    Die Möwen haben damit aber kein Problem.
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    Wenn man dann noch einen Blick für das Schöne hat, sieht man eine veralgte Bank am Strand. Völlig unmotiviert.
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    Wie dem auch sei, wir bleiben noch ein paar Tage und werden richtig auslüften. 

  • Der Adventskalender ...

    ... an der Wand ist nun restlos geplündert und schon entsorgt. Trotz alle dem steht seit gestern hier ein neuer Adventskalender mit 24 verschiedene Flaschen Bier. Vielleicht eine Art Coundown für das neue Jahr, ohne Bier, um den Bauchumfang auf ein erträgliches Maß zu bringen?
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    Jedenfalls eine liebe Geste und eine gelungene Überraschung!
    Alle Welt feiert in den nächsten 2 Tagen ein hoffentlich frohes Weihnachtsfest. Die Vorbereitungen dazu sind so gut wie abgeschlossen. Selbst der Domplatz in Erfurt sieht nach den langen Tagen des Weihnachtsmarktes wieder wie geleckt aus und die Händler des Wochenmarktes haben wieder genügend Platz, um am heiligen Vormittag ihre Brötchen und Eier an den Mann zu bringen.
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    Was mich aber stutzig macht, sind die nicht geernteten Kartoffeln auf dem Feld.
    Leben wir wirklich in einer Überflußgesellschaft?
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    Ich kann mich noch an Tage erinnern, an denen wir in den Herbstferien Kartoffeln gesammelt haben und für den Korb ein paar Pfennige für das Taschengeld bekamen. Was ist jetzt anders?
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    Nun ist genug gebrummelt.
    Die Weihnachtstage stehen vor der Tür, wir sollten uns für die Völlerei wappnen und die letzten Handschläge der Vorbereitung absolvieren.
    Frohe Weihnachten!!!   
    Und wer will, kann am 26.12. auf dem Wenigenmarkt in Erfurt schon wieder Glühwein schlürfen. 

  • Was man beachten sollte ...

    ... man kann immer noch mit Wonne den Erfurter Weihnachtsmarkt genießen.
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    Man kann auch sehr leckere Früchte, mit allem Möglichen überzogen, genießen.
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    Bei einer Chilischote sollte man jedoch beachten, dass sie zum Ende hin scharf wird und Glühwein kein geeignetes Mittel zum Durst löschen ist. 
    Das musste hier mal gesagt werden! 

  • Heute war unser ...

    ... Tag für den Bauernmarkt in Tonndorf. Der ist immer am 3. und 4. Advent.
    Jedoch hat es am Samstag nur geregnet und in der Nacht etwas geschneit. Der Schnee ist weg getaut und hat natürlich auf den Feldern und Wegen eine Matschpiste hinter lassen. Schlechte Karten für einen Bauernmarkt in der Pampa.
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    Egal, was uns nicht umbringt macht uns hart. Alter Spruch zur Aufheiterung. Uns erwartete Matsch, ein guter Glühwein, eine herrliche Atmosphäre und eine geräuchete Speckseite die ein ganzes Jahr bei uns reicht.
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    Wir fuhren weiter nach Kranichfeld zum Weihnachtsmarkt im Oberschloß.
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    Eine sehr überschauliche Veranstaltung.
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    Einige Buden, Glühwein, Bratwurst und eine Burg zum wohlfühlen.
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    Ich habe selbst meine Höhenangst überwunden, weil mir die Burg sehr gut gefallen hat.

  • Weihnachtsmärkte ...

    ... sind soooooo unterschiedlich. 

    In Arnstadt zum Beispiel, der ältesten Stadt in Thüringen, das steht jedenfalls auf den Gullideckeln, gibt es einen Kachelofen, der gut geheizt auf der Ofenbank viele Besucher mit Glühwein anzieht.
    ArnstdatKachelofen am Weihnachtsmarkt von Arnstadt
    Am Montag in Jena, hatten wir eine geraume Zeit bei Rheumathologen zu überbrücken und wollten den Weihnachtsmarkt dort genießen.
    Den Winzerglühwein von vor ein paar Jahren fanden wir nicht mehr. Schade aber auch.
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    Töchterchen wollte auch nicht mit dem Karusell fahren. Es gibt jedoch einen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, der schon ganz heimlich ist.
    Böse Zungen behaupten in Jena, das ab nächstes Jahr der Weihnachtsmarkt nur noch am Wochenende statt findet. Provinz?
    Leipziger WeihnachtsmarktLeipziger Weihnachtsmarkt
    Den Leipziger Weihnachtsmarkt kann ich nur empfehlen. Großzügig, weitläufig und wenn nicht so kalt wie heute, kann man sich dort gut amüsieren.
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    Auch einen Besuch in der Nicoleikirche, wo die friedliche Revolution in der DDR begann, geht direkt vom Leipziger Weihnachtsmarkt.
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    Schockiert hat mich die Behauptung, das ein eng begrenzter mittelalterlicher Markt zu Alt-Leipzig, als Naschmarkt bezeichnet wird. 
    Es gibt nur einen: in Wien!!!!
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    Wer in Leipzig gewesen ist, war auch in Auerbachs Keller.
    Das ist genau so, wenn man in München das Hofbräuhaus besuchte.
    Tradition und doch ein wenig Ernüchterung.

  • Heute zum Tag des ...

    ... Nicolaus ... ach ja, allen Lesern wünsche ich einen lieben Nicolaus  ... muss ich aber doch mal gewisse Missstände ansprechen.
    Bevor der Dezember die heiße Zeit in Richtung Heiligabend einläutete, haben wir zwei Adventskalender in unseren Haushalt geholt.
    Einer war für das Kind gedacht und der zweite für meine Frau und mich. Wir sind eben ein sparsames Ossipaar. Rittersportschokolade und Kinderschokolade. Die Aufteilung war damit ganz klar.
    Nun behauptet die Tochter kein Kind mehr zu sein.  Herrgott wer nimmt es denn auch so genau. Sie wollte jedenfalls keine Kinderschokolade. Hach ... da stehen wir doch drüber.
    So hängt der Weihnachtskalender für die "Alten" im Flur.
    Ich ... ganz Kavalier ... gab meiner Frau am 1. Dezember das Vorrecht, die erste Tür zu öffnen.
    Völlig unbeholfen und aufgeregt riss sie die Tür auf und holte die leckere Schokolade an das Licht. Gleiches wiederholte sich an den 2 weiteren ungeraden Tagen. Das Ergebnis kann man im Bild erkennen:
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    Wenn wir Männer so unsere Frauen auspacken würden, dann müsste Frau eine Unmenge des Haushaltsgeldes für neue Reizwäsche ausgeben.
    Oder ist in der Kinderschokolade etwa ein Suchtmittel???  Ach, ich will gar nicht weiter darüber nachdenken, koch meine Gemüsesuppe fertig
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    und tauche besser im Dunkel des Weihnachtsmarktes ab.  

  • Der erste Weihnachtsmarktbesuch

    Die Stadt Erfurt hat sich festlich geschmückt.
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    "Geprägt durch einen der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands ist die Stadt eine reizvolle Mischung aus reichen Patrizierhäusern und liebevoll rekonstruierten Fachwerkhäusern. Mariendom und Severikirche, dieses monumentale unverwechselbare Bauensemble und zugleich Wahrzeichen Erfurts, sind in warmes Licht getaucht. Weihnachtsmelodien erklingen und der Duft von Glühwein und Pfefferkuchen liegt in der Luft." 
    http://www.erfurter-weihnachtsmarkt.eu/
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    Schon am Vormittag auf dem Weg zum Markt, müssen wir den Weihnachtsmarkt queren. Gegen 10:00 Uhr füllt sich der Domplatz mit in Bussen herangefahrenen Menschen aus allen Himmelsrichtungen. Die Tiefgarage am Domplatz ist knackend voller PKW`s mit fremden Kennzeichen.
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    Am Samstagabend hat uns dann nichts mehr zu Hause gehalten, der Drang ins Gewühle übermannte uns. Erster Glühwein am Fischmarkt hat uns nicht überzeugt. Weiter zum mittelalterlichen Weihnachtsmarkt am Wenigenmarkt, wo wir dem Gedrängel gleich aus dem Weg gingen.
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    Am Augustiner, hinter der Krämerbrücke, wurde es dann gemütlich. Heiße Obstglühweine locken in den heimisch geschmückten Biergarten, wo man auch eine gute Thüringer oder ein Stockfischerl bekommt.
    Wir entschieden uns für den Hollundenglühwein, der dann auch danach schmeckte, aber ein wenig zu seicht für unseren Gaumen war.
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    Auf dem eigentlichen Weihnachtsmarkt am Domplatz erstanden wir dann im dichten Gedränge einen weißen Glühwein bei "Waller`s Winzerstand". Man musste schon fest auf beiden Beinen stehen, um nicht ständig von drängelnden Besuchern aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden.
    Fazit: Auch dieser Glühwein holte uns nicht vom Hocker und ließ uns etwas enttäuscht nach Hause gehen. Vielleicht müsen wir uns erst ein wenig in weihnachtliche Stimmung bringen, damit wir den Glühwein auch genießen können. Es war ganz sicher nicht der letzte Besuch. 

  • Die Reise nach Sachsen ...

    ... führte mich zuerst nach Bautzen, wo ich im Husarenhof übernachtete.
    In der Nachbarschaft liegt die Husarenkaserne, die zum Behördenzentrum ausgebaut wurde.
    Alles herrlich saniert, ein Augenschmaus für den Betrachter.
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    Donnerstag vormittag fuhren wir nach Langenwolmsdorf, ein Ortsteil der Stadt Stolpen.
    Der Ort ist schon weihnachtlich geschmückt und strahlt im Glanze der Kugeln und Lichter.
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    Dort werden Schwibbögen, Weihnachtspyramiden, Räuchermännel und andere Stehrumchen hergestellt. Das haben wir uns in Ruhe angeschaut, um uns auf den Advent einzustimmen. (Was Mann nicht so alles über sich ergehen lassen muss.)    
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    Dann ging es nach Görlitz. Das ist eine Stadt an der Neiße, welche durch den Fluss in einem deutschen und einem polnischen Teil (Zgorzelec) getrennt ist.
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    "Görlitz blieb im 2. Weltkrieg von Zerstörung fast völlig verschont. Eine Besonderheit der Staddt ist, dass alle wesentlichen Phasen der mitteleuropäischen Siedlungsentwicklung ohne größere bauliche Veränderungen erhalten und ablesbar blieben." Diese Sätze habe von Wiki übernommen, ich hätte es nicht besser ausdrücken können.
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    Die Stadt strahlt so etwas erhabenes aus, wie ich es nicht in Worte fassen kann. Die alten Häuser wurden fast alle original saniert. Selbst die Eingangstore wurden so wieder hergestellt, wie sie früher waren.
    Auch hier musste ich von einem Geschäft ins nächste wandern und natürlich auch in das dort ansässige Weihnachtshaus.
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    Irgendwann ist auch Mann plastermüde, auch wenn ich gern durch Görlitz ziehe. Eine Sache sei hier noch erwähnt. Görlitz wird auch die Rentnerstadt genannt. Das kommt daher, dass schon viele pensionierte Leute aus den westlichen Bundesländern nach Görlitz gezogen sind. Denn die Mieten sind dort moderat, Wohnraum ist in Fülle vorhanden und man kann sehr billig in Polen das Nötige zum leben einkaufen.
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    Fazit: Nach meiner langen Tour durch Sachsen-Anhalt war der Besuch in Sachsen eine willkommene Abwechslung. Auch wenn ich mit der Sprache anfangs so meine Schwierigkeiten hatte. 

  • Mal wieder in Sachsen ...

    ... überall in den größeren Städten wurden die Weihnachtsmärkte eingeweiht.
    Der Herbst neigt sich also auch schon seinem Ende zu. Das Jahr 2014 befindet sich im Endspurt.

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    Das Amberbäumchen verweigert noch die Entblätterung und färbt sich ein wenig in rot und gelb.
    Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, das bei mir für dieses Jahr die Luft raus ist.
    So stark wie das junge Bäumchen will ich mich gar nicht gegen die Ruhe des Winters sträuben.
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    Am Dienstag Abend genoß ich mit Töchterchen die Ruhe und gute Luft einer Salzgrotte. Auf dem Rücken liegend sind mir wohl auch ein paar Schnarcher entglitten. Die salzige Luft hat den Atemwegen gut getan. Wir haben uns gleich für eine weitere Sitzung angemeldet.
    http://www.erfurter-salzgrotte.de/
    Ja und heute bin ich gegen Nachmittag schon nach Bautzen gefahren, um nicht am Donnerstag sehr früh und in der Dunkelheit fahren zu müssen. Ich bin mal wieder in Sachsen und habe wenig Ahnung was mich morgen hier erwartet.
    Ein Weihnachtsmarkt wohl nicht.  

  • Weltmännertag

    Du musst die Männer schlecht behandeln ...

    Revue über Liebe, Herzschmerz und Eifersucht Musik von Peter Kreuder, Georg Kreisler, Friedrich Hollaender, Mischa Spoliansky, Robert Stolz, Gerd Natschinski, Walter Kollo u. a.
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    Zwei Frauen lassen die Welt an ihren reichhaltigen Erfahrungen mit dem Objekt MANN teilhaben. Dabei blieb kein Auge trocken und kein Herz ungerührt, denn die beiden lieben das Leben und zuweilen auch die Männer, die sie mittlerweile zu nehmen wissen. Humorvoll ergründen sie, nach welchen Traummännern sich FRAU eigentlich sehnt und wie weit die realen Exemplare der Gattung MANN vom Ersehnten abweichen ... Du mußt die Männer schlecht behandeln ...
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    Sie waren nicht überzeugend, aber kurzweilig.  
    Als mein Freund anrief, musste ich das Handy ausschalten, es hat aber sonst niemand das Klingeln gehört.
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    Also wer es noch nicht wusste, gestern war Weltmännertag. 

  • In Jüterbog ...

    ... war ich Anfang November.
    Jüterbog ist eine Kleinstadt im Landkreis Teltow-Fläming im Bundesland Brandenburg. Die Stadt liegt an der oberen Nuthe am Übergang zwischen Hohem und Niederen Fläming.
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    Wie man schon an den ersten Bildern erkennen kann, befand ich mich mitten im Preussenland. Wiki sagt dazu: "Im Wiener Kongreß wurde 1815 die Nordhälfte des Königreichs Sachsen, einschließlich Jüterbog, als Kriegsentschädigung an Preußen abgetreten."
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    Jüterbog war bis zum Abzug der russischen Truppen sehr lange eine Garnisionsstadt. Auch jetzt gibt es noch in der Nähe der Stadt Militärflugplätze, an den Stellen wo früher Luftschiffhallen standen.
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    Als ich die franziskanische Mönchenkirche sah, bin ich schnurstracks dort rein. Verwundert stellte ich fest, dass man aus einem Kloster eine Bibliothek für die Stadt gemacht hat.
    Aber Klöster sind wohl ein würdiger Ort für die Bücher.
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    Das Kopfsteinplaster machte mir bewußt, wie durchgelaufen meine Schuhe waren. Also bin ich rein in ein Schuhgeschäft und kaufte mir neue Schuhe. Sie sehen genauso aus wie die Alten. Aber sie laufen sich viel bequemer.
    Mir wäre die Stadt zu eng.

  • Zwischen Klassik am Sonntag ...

    ... und Klassik am Mittwoch, konnte ich noch ein paar interessante Bilder schießen.
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    Am Sonntag durften wir "Classic Hour mit Gonzalo Diaz Ensemble" im Speicher genießen, während andere auf dem Domplatz mit Kerzenlicht gekokelt haben. Tango und Bolero Melodien vom Feinsten zur guten Zigarre und Wein. So kann man das Leben genießen.
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    Am Dienstag konnte ich ein paar sehr interessante Bilder zum späten Vormittag in der Nähe von Bernburg machen. Der zähe Nebel spielte mit der Sonne, die sich einen wilden Kampf mit den Wolken lieferte. Während ...
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    ... auf der anderen Seite der Mond amüsiert das Schauspiel beobachtete und der alte Mann auf einer Bank, aufgemalt an der Wand, eine gemütliche Ruhe ausstrahlt.
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    Der Mittwoch glänzte mit dicken Nebel, der sich nicht auflösen sollte. Die Blätter der Zwischenfrucht auf den Feldern sammeln das schwebende Wasser für schlechte Zeiten.
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    In der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg spielte am Abend das "Grieg Trio",  von Ludwig van Beethoven, Dmitrie Schostakowitsch  und Berdrìch Smetana Werke, die mit dem Klavier, einer Violine und dem Violincello vorgetragen wurden.   Dabei hat mich nur Smetana so richtig begeistert. Werke für Trios sind wohl nicht jedermanns Sache.
    Der Abend endete trotzdem entspannt. 

  • In meinem Blog ...

    ... will ich keine politischen Themen behandeln. Das habe ich mir bei der Einrichtung vorgenommen.
    Das heißt nicht, dass ich unpolitisch bin.
    In Thüringen wurde im September gewählt. Traditionell wurden die CDU Wahlsieger mit 33,5%. Zweistärkste Partei wurden die Linken mit 28,2%. SPD 12,4%, AFD  10,6% und die Grünen 5,6%.
    Die CDU hat nun Koalitionsgespräche mit SPD und Grünen geführt, aber keine der beiden Parteien wollten mit der CDU eine neue Regierung bilden.
    Bisher war die SPD mit der CDU an der Macht. Das hat der SPD nicht gut getan.
    Also hat die zweitstärkste Partei Gespräche mit der SPD und den Grünen geführt und sie sind sich einig geworden. Man hat zwar nur eine Einstimmenmehrheit, aber es ist eine Mehrheit.
    Das hat die CDU nicht hinbekommen. Nun ist klar, dass ein Linker Ministerpräsident werden soll. So funktioniert Demokratie.
    Jetzt werden bei linken Politiker Reifen zerstochen, Radmuttern gelockert und Drohanrufe auch an die Familienangehörige getätigt.
    So etwas habe ich in den Jahren als die CDU die Wahlen gewonnen haben nicht gehört.
    Funktioniert Demokratie in Thüringen nur wenn die Schwarzen die Oberhand haben?
    Am Sonntag sind gut 4000 Menschen auf dem Domplatz gewesen und haben demonstriert. Vordergründig Menschen die Angst vor einer linken Regierung haben. Aber auch Menschen die für einen Politikwechsel gestimmt haben. Das ist die Meinungsfreiheit.
    In den Medien wird die Veranstaltung als "Große Demo gegen Rot-Rot-Grün" zusammengefasst.
    Ist das nun Meinungsfreiheit oder Stimmungsmache?
    http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Die-grosse-Demo-gegen-Rot-Rot-Gruen-in-Erfurt-eine-Bilanz-1291143598
    Wenn eine Rot-Rot-Grüne Koalition die Regierungsbildung schafft, dann hat sie auch die Legitimation dazu. Wollen wir doch mal sehen was diese Regierung auf die Reihe bekommt.
    Bei der nächsten Wahl haben alle wieder die gleichen Chancen.

  • Au Backe ...

    ... bald nun ist der Weihnachtsmarkt in Erfurt los! Echt mal, ich kann es mir bei dem derzeitigen Wetter kaum vorstellen. Und doch kann man es schon erkennen.
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    Im linken Bild kann man die gestapelten Bretter der Weinhachtsmarktbuden erkennen. Das rechte Bild zeigt sogar schon stehende Buden. Bis zum 25. November muss alles an Ort und Stelle sein.
    Dann wird der erste Glühwein verschüttet.
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    Heute morgen konnten wir noch sehr gut im Freien frühstücken. Die Sonne steht zwar tief und blendet ungemein, aber sie wärmt noch ganz gut und entlockt den vorbei gehenden Leuten ein Lächeln.
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    Auf dem Markt brodelt es. Die Händler wollen ihre Ware an die Frau bringen, der Fahrschullehrer bezirpst betagte Weibchen doch noch ein paar Stunden Fahrtraining bei ihm zu machen, bevor der Mann umfällt.
    Es mangelt buchstäblich an nichts. Selbst die formschönen Kittelschürzen feiern ihr Comeback.
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    Ich kann mich noch gut an Novembertage erinnern, die völlig nass,und diesig daher kamen. Nebelverhangene düstere Tage. Dann hat es Oma und Opa nicht hinter der Ofenbank vorgelockt.
    Heute ist alles anders.
    Sind das die blühenden Landschaften?

  • Hommage an ...

    ... Omega ...matrix in Bildern ...
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    ohne Worte.

  • In Reppichau lebt der Sachsenspiegel

    Reppichau ist ein Ortsteil der Gemeinde Osternienburger Land im Landkreis ABI (Anhalt-Bitterfeld) und liegt zwischen Dessau-Roßlau und der Kreisstadt Köthen (Anhalt) am Rande des Biosphärenreservates Mittelelbe.
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    Das zur Einleitung.
    Dieser kleine Ort mit knapp 500 Seelen rühmt sich, einen oberhöchst wichtigen Mann des Mittelalters die Wiege gehalten zu haben. Jedenfalls bemalen die Dorfgesellen ihre Häuser und schreiben Ausschnitte des "Sachsenspiegel" an die Wände. Hierbei soll es sich um das erste mittelalterliche Rechtsbuch handeln.
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    Es ist nicht mal belegt, das der Schreiberling, ein Ministriale Eike von Repgow aus diesem Ort stammt. Nun ja, das stört aber die Spitzbuben des Dorfes nicht und so entsteht ein buntes Dorf.
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    Es ist auch sehr interessant welches Alter damals bedeutend gewesen ist und wie man das Alter festgestellt hat. Ich stelle es mir gerade bildlich vor.  
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    Wie man schon damals schriftlich festgehalten hat, mussten sich auch die mittelalterlichen Mannen vor den zornigen Weibsbildern schützen.  
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    Bei solch geballter Rechtbelehrung von unseren hochgeehrten Altvorderen, brauchte ich frische Luft.
    Das ist jedoch gar nicht so leicht!  

  • Die 44. Kalenderwoche ...

    ... ist ja nun auch fast Geschichte. Jedenfalls was die Arbeitswoche anbetrifft. Durch den 31. Oktober (Reformationstag) liegt ein verlängertes Wochenende an.
    Zeit mal wieder ins Brandenburgische zu fahren.
    Diese Woche war mal wieder der Harz an der Reihe. Wenn sich der Nebel verzogen hat, strahlte die Sonne mit aller Kraft.
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    Meist kommt sie dann von vorn und sticht direkt ins Auge. Sonnenbrillenwetter.
    Aber auch schönstes Wetter für Besichtigungen in der freien Natur.
    Wernigerode hat einen der schönsten Miniaturenparks. Dort sind mehr als 50 historische Gebäude im Maßstab 1:25 detailgetreu nachgebaut und ausgestellt. 1:25 bedeudet die Verkleinerung eines durchschnittlichen Mannes mit der Größe von 1,80 Meter, auf etwas mehr als 7 Zentimeter. Manche Exponate konnte ich auch vergleichen.

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    Zum Beispiel das Schloß Wernigerode. In der Natur steht es ca. 2 Kilometer vom Miniaturenpark entfernt. Auf dem linken Bild steht im Vordergrund das Modell und im Hintergrund, links vom Gittermast ist das Schloß in natura.
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    Auch der Brocken mit seinen 1141 Meter Höhe, der größte Berg im Norden Deutschlands, wurde mit der Wetterwarte, dem alten Wolkenhäuschen und dem Bahnhof Brocken nachmodelliert.  Eine schmalspurige Brockenbahn schnaufte den Berg hoch und rangierte, um die Waggons wieder nach unten ziehen zu können. Naturgetreuer geht es nicht mehr.
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    Bei guter Sicht, jedoch ein wenig diesig, konnte ich aus vielleicht 40 km Entfernung und einer anderen Perspektive das rechte Bild machen.

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    Heute hatte ich mal Heimspiel im thüringischen Ländl. Auch hier die Nebelfelder in den Niederungen, die aus der Entfernung zum träumen einladen. Oder der thronende Turm eines alten Klosters über den Dächern eines kleinen Dorfes.
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    Plötzlich schaute mich ein Postenturm aus einer Kiesgrube an. Irgendwer muss das Ding doch von der alten Grenze dahin geschafft haben!  
    Ich türmte also sofort nach Oldisleben. Weil dort die Oldis leben. Jedenfalls in Thüringen.
    In Sachsen-Anhalt gibt es dafür den Ort Altenhausen.  

    Ihr erinnert Euch?  http://mreddy.blog.de/2012/10/08/schloss-altenhausen-15000701/ 

  • Cavequeen

    "Du sammeln, ich auch"
    ca
    S
    eit 12 Jahren analysiert "Caveman" Tom das Beziehungsleben – das heterosexuelle!
    Doch jetzt ist Schluss mit dieser Diskriminierung!
    Im Rahmen immer stärker um sich greifender globaler Erderwärmung kommt nun auch sein schwules Pendant auf die Bühne: die "CAVEQUEEN"!

    Und genau dieses schwule Gelaber höre und sehe ich mir heute Abend im DASDIE BRETTL an.

     

  • Jetzt hat uns die dunkle ...

    ... Jahreszeit wieder fest im Griff. Ich kann ja gut darauf verzichten, aber wohl die Natur nicht. Heute bin ich das erste Mal nach dem Sommer bei Dunkelheit los gefahren. Je älter ich werde, desto anstrengender wird fahren bei Dunkelheit.
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    Der Tau auf dem Gras hält sich länger frisch, weil die Sonne immer fauler wird und die Zwiebeln auf dem Feld wollen auch nicht mehr.
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    In solchen Zeiten vermarkten die Stuten ihren Mist an Selbstabholer und Wegelagerer behindern den Verkehr auf der Bundesstraße.
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    Man kann zwar den Brocken nicht erkennen, weil der Regen sich langsam über das Land legt, aber die grünen Felder sind dennoch eine Augenweide.
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    Hier kann man eine Mühle kaufen, mit 7 Zimmern. Allerdings steht das gute Teil in Sargstedt und wer möchte da schon freiwillig hin.
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    Ich bin also wieder mal im Harz gelandet, der mir oft genug Rätsel aufgibt. Ortschaften wie "Sorge" und "Elend" kann ich ja noch nachvollziehen, aber "Mönchhai" in der Gemeinde "Huy" läßt Muschkoten in der Wallachei vermuten. Ich bin schnell nach Halberstadt in die Zuckerfabrik geflüchtet und habe nun die Wahl zwischen den "Casablanca", dem Kino oder einer Muskelfabrik. Vielleicht ziehe ich auch eine gute Flasche Wein im warmen Bett vor. 

  • Die Wasserburg Heldrungen

    Auf dem Weg von der Magdeburger Börde in meine thüringische Heimat, fuhr ich gestern über Landstraßen nach Hause. Zum einen sind die Autobahnen zurzeit überfüllt und zum anderen bin ich genervt, wegen der permanenten Baustellen.
    Ursache dafür ist sehr oft der Betonkrebs, welcher auf meist erst neuen oder erneuerten Autobahnen auftritt. Hervorgerufen wird der Betonkrebs durch eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion. Diese entsteht, wenn sich bestimmte Kiessorten bei Nässe nicht mit dem verwendeten Zement vertragen. Dann bekommt der Beton Risse und Beulen, wodurch die Betondecke zersetzt wird.
    Das muss man eben beim Bau einer Straße beachten, dann halten Betondecken auch bis zu 30 Jahre.

    Ich schweife aber schon wieder von meinem eigentlichen Thema ab.
    Grill
    Auf dem Weg nach Hause kann ich eine Route fahren, die an einem der besten Bratwurststände Thüringens führt.
    Das ist am Bahnhof Heldrungen. Wenn es möglich ist und ich einen kleinen Hunger habe, ist der Stopp dort ein MUSS. Auch gestern wollte ich dort eine Pause einlegen.
    Doch diesmal fuhr ich nicht die neu gebaute Umgehung, sondern durch die jetzt sehr ruhige Ortschaft.
    Bei genügend Zeit und bestem Wetter,  fiel mir eine touristische Wegweisung zur Wasserburg auf.
    Mein Interesse war sofort geweckt. Zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich in Thüringen schon lange nicht mehr auf dem Laufenden bin.
    Ich entdeckte die Festung Heldrungen in einem verdammt guten Zustand.
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    "Die Festung  Heldrungen ist  eine  Festung  mit  zwei  Wassergräben,  vier  Vaubanschen  Bastionen  und fünf Rondellen und befindet sich in der thüringischen Stadt Heldrungen am Südrand der Goldenen  Aue südöstlich von Bad Frankenhausen.
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    Der Kern der Festung zeigt sich als bastioniertes  Schloss von 1519, während die umgebenden Wälle und die Bastionen
     von 1668 stammen. Das Haupttor der Festung wird wiederum von zwei mächtigen Rundtürmen flankiert." http://de.wikipedia.org/wiki/Festung_Heldrungen
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    Ich war völlig überrascht eine solch schöne Wasserburg am Rande Thüringens zu sehen. Im Inneren findet man ein Schloss, welches als Jugendherberge fungiert. Ein Burg Café rundet das Bild ab. Wer in die Nähe von Heldrungen kommt, sollte sich diese Sehenswürdigkeit nicht entgehen lassen.
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    Ach ja, die Bratwurst am Bahnhof Heldrungen nicht vergessen! 

     

  • Am Donnerstag ...

    ... wollten wir endlich Christian Friedrich von Kalebuz in Kampehl (Mark Brandenburg) einen Besuch abstatten. Wir wussten ja, dass man mit den Leuten aus Brandenburg nicht gut Kirschen essen kann. Das Preußische sitzt noch relativ fest in den Köpfen.
    Die Mumie des Ritters liegt in einer Gruft der Dorfkirche. Der gute Mann ist schon mehr als 300 Jahre alt. Also eine ehrwürdige Erscheinung.
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    Da wir gut erzogene und liebe Jungs sind, fanden wir uns schon gegen halb Elf an der Kirche ein. Die Gruft wurde jedoch erst um 11 Uhr geöffnet. Eine preußische Tante erschien und ließ sich von meinem Kollegen nach langen Bitten erweichen, die Gruft schon 10 Minuten früher zu öffnen.
    Bis dahin waren es aber immer noch 20 Minuten. Gegenüber befand sich eine Töpferei mit Café. Kurzer Blick in die Augen und schon waren wir dort abgetaucht. Bestellen, Kaffee trinken und bezahlen dauerte eben 25 Minuten.
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    Im Anschluss gingen wir im Stechschritt zur Dorfkirche. Ich machte die Tür zur Gruft auf und sah folgendes Bild: Der Raum war ca. 3 Meter tief und 2,5 Meter breit. In der Mitte der Sarg mit dem Ritter Kalebutz. Links und rechts vom Sarg standen jeweils 3 aufmerksame Besucher. Hinter dem Kopf stand die Preußendame, Hände vor dem Schritt gefaltet, sehr aufrecht und mit wichtiger Mine. Als sie mich sah, veränderte sich ihre Mine zu einer hässlichen Fratze, mit der sie mich anblaffte.
    "Tür zu! Jetzt müsst ihr warten!"
    Der Ton stand dem eines Rukrutenschänders in nichts nach. Ich zog befehlsgemäß die Tür zu. Nun hatten wir auch keine Lust mehr, dem armen Ritter Kalebutz unsere Aufwartung zu machen. Schade aber auch!
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    Wir fuhren im Preußenland weiter nach Rhinow/OT Stölln. Dort soll der älteste Flugplatz der Welt sein, auf dem der ehrwürdige Otto Lilienthal seine Flugversuche unternahm und dort tödlich verunglückte. Der ganze Ort lebt dort vom Vermächtnis des tollkühnen Flugpioniers.
    Tatsächlich steht dort mitten in der Wallachei, auf einer Anhöhe eine ausgediente IL 62 der Interflug. Das Umfeld hat man sehr schick aufgepäppelt und ist jetzt gerade dabei das Ländle für die BuGa 2015 zu frisieren. Überall Baustellen, wohin man auch kommt.
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    In der IL 62 wartet ein engagierter junger Mann auf Besucher, denen er sein umfangreiches Wissen über die IL 62 und seiner Geschichte vermitteln möchte. Das hat er auch ganz hervorragend gemacht.
    Wir sahen einen Film über die Landung der Maschine auf der Wiese, mit einer Rollfläche von knapp 800 Meter. Normalerweise braucht solch eine Maschine 2500 Meter Rollbahn zum Landen. Wir waren jedenfalls völlig beeindruckt von der Leistung der letzten Flugmanschaft. Und ich war beeindruckt von der Leistung meines Kollegen, der diese  wichtigen und äußerst interessanten Orte recherchierte und mich dort hin mitgenommen hat.
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    Das konnte unser Besuch am Sonntag beim Weimarer Zwiebelmarkt auch nicht toppen.
    Dort war alles wie immer.
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    Man trifft Leute die man schon lange nicht mehr gesehen hat, bekommt dort die Filzlatschen die es nur dort gibt,
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    kauft Kreisel für die Seele und Gestecke zur Dekoration und haut sich den Bauch mit Leckereien und mittelmäßigen Wein voll.
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  • Nach den schönen Urlaubstagen ...

    ... an der Mosel, mit dem wunderschönen Wetter und dem leichten, gut schmeckenden Wein, hat mich die Wirklichkeit wieder eingeholt.

    Die Altmark im Herbst, mit den riesigen, abgeernteten Feldern und den weiten Wäldern, der Elbe und der Havel mit den grünen Auen haben mich wieder.
    Hier wird der Herbst zelebriert.  
    Die Sonne steht schon tief und sticht beim fahren in die Augen, oder sie dringt durch den dichten Morgennebel, schwängert die Luft mit Feuchtigkeit, die sich dann als Tau auf die Gräser legt und ins Nichts verschwindet.
    Es ist eine eigenartige Stimmung.
    Manchmal gaukelt uns das Wetter den Sommer vor, um sich dann spontan einzutrüben und kaltes Nass über uns auszuschütten.
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    Das satte Grün der Nadelbäume steht im Kontrast zu den farbigen Laub an Bäumen und Büschen. Der Wind wiegt die Blätter bis sie fallen und krachend hüpfen die Nüsse über den Asphalt.
    Im Dunkeln hat es etwas Gespenstisches. Halloween läßt grüßen.
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    Erntedankfeste in vielen Nestern und mit bunten Früchten geschmückte Höfe, zeigen auf die Zeit der langen Dunkelheit.
    Auch die Zugvögel bemerken die fortgeschrittene Zeit.

    Am Dienstagabend traf ich mich mit einen Blogfreund aus Gardelegen zum Abendessen.
    Das Cafe am Marktplatz machte schon um 21 Uhr zu. Kein Wunder, denn die Bürgersteige wurden schon gegen 18 Uhr hoch geklappt.
    Trotzdem hatten wir einige gute Stunden. Als wir dann das Lokal verließen, wurde sofort hinter uns abgeschlossen. Bis zu seiner Wohnung und meinem Hotel war es nicht weit. Wir rauchten noch und schwatzten am Markt. Dann begann es zu regnen. Zurück ins Lokal konnten wir nicht, also traten wir die Flucht nach vorn an.
    Auf dem kurzen Weg waren wir völlig durchgeweicht. Mein Jacket triefte und sieht jetzt ewas laprig aus.
    Heute am Mittwoch war das Wetter wieder gnädig mit uns. Bis zum Nachmittag durfte die Sonne ihr sonderbares Licht spenden, um dann von Wolken blockiert zu werden. Gegen 16 Uhr machte der Himmel die Schleußen auf, die Wärme wurde verscheucht und die Kälte kroch langsam durch die Hose zur Brust.
    Eine herrliche Hochzeitssuppe und Pfifferlinge in Sahnesoße sind das beste Mittel dagegen.
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    Mehr habe ich heute nicht zu sagen. Gute Nacht! 

  • Herbsturlaub an der Mosel - Sonnntag

    Eigentlich wollten wir schon am Samstag fahren. Doch am Freitag hatte ich zu viel Stress um die Vorbereitung in Ruhe abzuschließen. Wir entschlossen uns den Samstag langsam anzugehen und erst am Sonntag zu fahren. Urlaub mit Hektik anzufangen, wäre auch nicht gut. So konnten wir doch noch  zum samstäglichen Frühstück auf den Domplatz fahren, meiner heimkehrenden Nachbarin ein paar frische Eier, Brötchen und Blümchen hinstellen und mit ausgeglichener Seele den Urlaub beginnen. Am späten Nachmittag gingen wir in die Stadt um eine Brotzeit im Augustiner zu nehmen und noch eine Runde über das Oktoberfest zu ziehen. Nichts Neues in Erfurt.

    Am Abend erzählte meine Frau etwas von … mit dem Auto an den Fluss und dann von dort aus radeln.

    Sonntagmorgen belud ich das Auto mit den Rädern und dem Gepäck. Nach einem spärlichen Frühstück fuhren wir Richtung Koblenz. Auf dem Weg dorthin fragte ich noch mal nach, wegen der Bemerkung am Abend. Sie würde es besser finden, wenn wir mit dem Auto nach Saarbrücken fahren, dort mit dem Rad die Flusslandschaft erkunden und dann wieder ein paar Meilen weiter flussabwärts unter kämen. 

    Verdammt … das hat ja nun gar nichts oder wenig mit unserer traditionellen Radtour zu tun. Planmäßig wollten wir mit dem Auto nach Koblenz. Dort das Fahrzeug abstellen und weiter mit der Bahn nach Saarbrücken. Von dort dann mit dem Rad noch ca. 30 km nach Dillingen. Ein Quartier würden wir schon bekommen. Im Grunde war ich einverstanden. Dadurch können wir flexibel sein wenn das Wetter umschlägt. Und sind in allen Belangen frei.

    Dem Navi wurde das neue Ziel Dillingen angewiesen. Unterwegs hielten wir in Frankfurt Hoechst an der alten Zollwache zum Mittagessen. Grüne Soße und Handkäs mit Musik.

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    Der Apfelwein dazu war herrlich und die Sonne am Main konnte nicht besser scheinen.

    Im Saarland angekommen wollte ich bei Neunkirchen keine Autobahn mehr fahren. Dieses langweilige Fahren machte mich müde. Also runter von der BAB durch Neunkirchen, vorbei an stillgelegte Hochöfen und Spitzbunker nach Dillingen. Dort sahen wir uns die Hotels an der Bundesstraßen an und wollten dort nicht bleiben. In Schwemlingen kamen wir an einen Hotel aus den siebziger Jahren an. Eine knöchrige Frau erzählte uns, dass sie keine Zimmer frei hätten, weil am Montag viele Monteure kämen. Nun ja, so richtig wollten wir ja auch nicht dort bleiben. Ich hatte sofort das Märchen der Gebrüder Grimm im Kopf. (Hänsel und Gretel und die langen, dürren Finger der Hexe)
    Wir fuhren weiter. Immer entlang der Saar bis nach Mettlach. Dort fanden wir ein Hotel nahe der Saar.
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    Das Zimmer wurde vorgeführt (in den alten Bundesländern sollte man sich die Zimmer anschauen, um keine böse Überraschung zu erleben) und von Frau als brauchbar eingestuft. Kurz frisch gemacht meldeten wir uns ordnungsgemäß an, dann wollten wir den Ort erkunden. Kurze Ernüchterung wegen der unspektakulären, kleinen  Ortschaft.

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    Im Biergarten des Hotels Saarblick bekamen wir ein gutes Abendessen (Risotto mit mediterranem Gemüse, echt gut!) und einen "Elbling". Das ist ein Weißwein von mittlerer Güte aus dem Saarland.
    Abends wird es schon empfindlich kalt. Gerade wenn am Tag die Sonne so herrlich scheint. Dann zieht die aufkommende Kälte vom Fluss noch brutaler an den Gliedern hoch. Aber mit einem Gutenachtdrink lässt es sich gut einschlafen.

  • Ich melde mich mal ab ...

    ... das Wetter ist ideal um eine Runde Rad zu fahren und ein paar Glasl Wein zu schlürfen.
    Unser Ziel ist die Saar und die Mosel. Aber das hatten wir schon mal. ;)

    http://mreddy.blog.de/2013/05/26/mosel-radweg-planung-16058550/

    http://mreddy.blog.de/2013/09/15/saar-mosel-radweg-2-anlauf-16400894/

    Und für Brother: Ja Bruder, ich mach mal wieder Urlaub! :))

  • Ein Schloss für Jedermann ...

    Schon die Überschrift ist die Unwahrheit. Aber alles was jetzt kommt ist wahr!
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    Auf meiner Schlender-Reise von Jessen an der Elster über Lutherstadt Wittenberg nach Burg im Jerichower Land (ich habe dem Navi-Maderl die Benutzung von Autobahnen untersagt), fuhr der olle Opel, entlang der B 107 über Wiesenburg. Ein Nest mit ca. 5000 Seelen im Fläming, mit einem Schlösschen.
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    Ich muss mir ja immer mal die Beine vertreten und die Opelluft mit frischer Landluft eintauschen. Hätte ja auch gern mal eine gute Zigarre an einem Café gepafft, aber die Sonne hat es heute nicht auf mehr als 15 Grad geschafft. Doch jetzt sollte ich erst mal eine Peilung des Ortes mittels Wiki einfügen:
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    "
    Wiesenburg/Mark ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Wiesenburg liegt im südwestlichen Teil des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Es grenzt im Norden an das Amt Ziesar, im Nordosten und Osten an die amtsfreie Stadt Bad Belzig, im Südosten an das Amt Niemegk und im Süden und Westen an das Bundesland Sachsen-Anhalt. Das Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Hoher Fläming."
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    Das soll reichen.
    Das Schlösschen hat jedenfalls meine Neugier geweckt und als ich las, dass man dort für ein Trinkgeld wohnen kann, war ich noch mehr neugierig. Mal ehrlich, mir würde es schon gefallen in einem solchen Schlösschen zu leben. Wenn es nicht gerade in dieser Pampa wäre.
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    Hier kann man mal nach den Preisen sehen: http://www.schloss-wiesenburg.de/schloss/verkauf/preise/
    Ich finde es nicht überteuert.
    Es gibt auch einen schönen Schloßpark. Sehr gut gepflegt, ein Kleinod der Gemeinde.
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    Mir hat es gut gefallen. Wenn man könnte, würde ich es abbauen und auf dem Domplatz zu Erfurt errichten. Das ist natürlich Blödsinn. Wohin dann mit dem Markt? 

     

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