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  • Die Umwelt verändert sich ...

    ... rasant.
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    Das erste Bild zeigt eine Linde hinter unserem Haus am Mittwoch morgen. Zweites Bild zeigt die gleiche Linde am Freitag abend. Wenn man auch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse berücksichtigt, muss man trotzdem die enorme Farbveränderung erkennen.
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    Morgens steht schon wieder Nebel in den Niederungen und die Pflaumen werden immer dicker. :))
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    Die Bäume ächzen unter der Last der Früchte. Auch die Mirabellen leuchten in ihren schönste Farben und täuschen wie die Chamelions eine leckere Frucht vor. Dabei sind sie mehlig wie eine gute Kartoffel.
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    Schnecken trauen sich nackt auf die Straße, was ja für das gute Klima bei uns spricht. Rote Gartenmöbel an grünen Hütten ziehen Enten an, wobei wir schon wieder bei der Landplage wären. 
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    Die Nacht im Himmelbett eines Waldhotels war erquickend.  
    Gerade deshalb konnte ich eine große Horde Stare beim Einfallen auf einen Holunderstrauch beobachten. Für den Schnappschuß habe ich mich gelobt.  Klickt mal rein ins Bild. 
    Mein Gesprächspartner heute  hat genau so reagiert wie ich es vermutete hatte. Scheinbar gibt es keine Überraschungen mehr.  
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    Ich werde öfters mal ein Bild vom Amberbaum hier einstellen. Vielleicht bekomme ich dann ja auch mal mit wie er wächst.  
    Ja ... und dann kam der Nachbar und brachte Knoblauch ... was meint der denn damit??? 

  • Zilly sah ich das erste mal

    Der Ort Zilly liegt etwa 19 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Wernigerode im nördlichen Vorharzgebiet zwischen Fallstein und Huy.  
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    Durch die Lage an der B 244 ist Zilly in Richtung Süden direkt an Wernigerode angebunden. Die L 87 führt in Richtung Osterwieck.
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    Ortsbildprägend ist die Wasserburg, deren Ursprünge in das frühe 14. Jahrhundert reichen. Die Gebäudesubstanz, durch Abriss zur Zeit der DDR dezimiert, wird seit 1990 wieder von den Ortsteilen unterhalten und saniert. Neben der Burg entstanden im 19. Jahrhundert ortsbildprägende Großbauernhöfe, die aufgrund der fehlenden Nutzungsmöglichkeiten teilweise stark sanierungsbedürftig sind.
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    Die heutige evangelische Stephanuskirche wurde 1838–1849 im klassizistischen Stil gebaut. Schinkel soll zumindest der Entwurf vorgelegen haben.
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    Alles schön gepflegt und sehr verborgen. Fast wäre ich geneigt gewesen am "Arsch der Welt" zu schreiben. Doch damit würde ich die dort lebenden Menschen beleidigen. Das habe ich aus dem Eintrag über Leutenberg gelernt.
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    Niemand redet vom Herbst. Diese gestrandete Kastanie lag im Wald nur so herum. Ebenso die vielen Enten auf dem Teich. Sie saßen am Ufer zu dutzenden und sprangen ins Wasser als ich dort vorbei lief. Ein Freund und Jäger sagt immer: "Weiber und Enten, die größte Landplage!"  Jetzt verstehe ich ihn endlich. 
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    Diese Brücke ist morsch. Trotzdem ging ich darüber. Jetzt fehlt noch ein Brett. Das war nicht lustig.
    Aber den Brocken hat man sehr gut sehen können.
    Dann habe ich mich nach Schnecken gesehnt.
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    Die waren aber auch außer Rand und Band. 
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    Noch etwas. Manche Menschen sagen: "Erst sterben die Bienen, dann sterben die Menschen." Ich habe es heute bei Jena gesehen. Die Bienen sterben nicht. Sie hatten heute bei dem Sauwetter nur keinen Flugtag. 

  • Bunte Hauswände ...

    ... hatte ich vor ein paar Wochen dem Canneletto versprochen.
    Hier sind sie jetzt. Manchmal dauert es eben bis ich meine Versprechen einlöse.
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    Und diese schick bemalten Schaltschränke fand ich in der vergangenen Woche an der Havelschleuse zu Rathenow.
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    Das Wochenende hat so gar nichts mit Sommer zu tun. Es ist empfindlich kalt geworden. Vor ein paar Tagen haben wir noch unter der schwühlen Hitze gedampft und jetzt sind es gerade mal 15 Grad, bei Wind und Regenschauer. Zwischendurch lässt sich mal die Sonne blicken und gaukelt uns einen kurzes Gefühl Augustwärme vor.
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    In einen solchen Augenblick erlebten wir am Samstag unseren Markbesuch. Schon in der Tiefgarage fanden wir nur mit Mühe einen Parkplatz. Auf dem Domplatz standen haufenweise Stoffhändler.
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    Ich fragte mich, wer heutzutage noch Stoffe kauft und selbst näht. Wenn so viele Händler ihre Waren los werden wollen, muss ja auch der Bedarf da sein. Jedenfalls sahen wir zu Beginn unseres Marktbesuchs relativ wenig Käufer.
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    Das änderte sich schlagartig, als wir vom Frühstücksbäcker wieder zurück zur Tiefgarage schlenderten. Die Stände waren nun gut besucht, so das die Händler alle Hände voll zu tun hatten. Es gibt also doch noch sehr viele Leute die selbst nähen.
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    Rund 10.000 Ballen mit etlichen Kilometern Stoff und Tuch  wurden an die Schneiderin gebracht. 

  • Solche alten ...

    ... Ortstafeln ...
    Klein Gischau

    ... finde ich zum:

    Kotzen
      

  • Obsttag!!!

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    Pflaumen am Strauch. Wer wird da nicht schwach? Ok. die Hälfte der blauen Eier waren wurmstichig, aber mir war danach auch nicht mehr so gut. Obwohl ... ich habe ja nur eine Ecke gesucht. 
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    Die Augustäpfel (Klaräpfel) hingen gleich neben den Pflaumen. Und so reif!
    Man schmecken die Dinger gut.
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    Das Feld da rechts war nicht der Acker wo ich das alles wieder los werden musste. 
    Es ist ein Zwiebelfeld von dem ich 4 Knollen mitgenommen habe und heute abend zu Hause den Tomatensalat mit Schafskäs verfeinerte.
    Ich glaube, jetzt ist es genug des Guten. 

  • Die 2. Woche im August ...

    ... zeigt sich gut durchwachsen, was das Wetter betrifft.
    Die große Schwühle schein ja nun abgeschwächt zu sein. Als ich gestern mein Quartier im Lieblingshotel in Burg bezog, war das Zimmer im Dachgeschoß noch arg aufgeheizt.
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    Am Abend kam frischer Wind auf, der im Durchzug die warme Luft schnell aus dem Zimmer trieb.
    Der kleine Balkon hebt mich auf die Wipfelhöhe der umstehenden , mächtigen Bäume und zeigt mir den nahenden Herbst.
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    Und ja, ich bin auf den Aufschrei so einiger Blogschreiber gefasst. Der schreibt schon wieder im August vom Herbst. Das kann ja wohl nicht sein!
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    In unmittelbarer Nähe vom Balkon, der maximal für eine Ansprache an das Volk gut ist, hat ein Taubenpaar ein Nest mit Jungen. Die Tauben müssen sich ständig der Angriffe von Elstern erwehren. Mich haben sie auch als Feind erkannt und fliegen Scheinangriffe.
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    Heute habe ich dem Kloster Lehnin eine Besuch abgestattet. 
    Das Kloster Lehnin ist eine ehemalige Zisterzienserabtei im Ort Lehnin. Diese Gemeinde südwestlich von Potsdam ist nach dem Kloster benannt. 1180 gegründet und im Zuge der Reformation 1542 säkularisiert, beherbergt es seit 1911 das Luise-Henrietten-Stift. Das Kloster liegt im Zentrum der Hochfläche Zauche in wald- und wasserreicher Umgebung rund 700 Meter vom Klostersee entfernt. 
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    Natürlich habe ich auch die Klosterkirche besucht. Eine kleine, ältere Klosterschwester (vielleich war es auch eine Nonne) tänzelte erklärend um mich herum, versorgte mich rührend mit Informationsmaterial und als ich die Lesebrille auspackte, machte sie Licht in der Kirche.
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    Dann sollte eine Andacht beginnen, zu der sie mich eingeladen hatte, aber als ich die 3 Schwestern sah, zog ich dann doch lieber ein Essen im nahem Lokal vor. Mich irritierte auch ihre schrille Stimme und eine Nase, die senkrecht abgeschnitten schien. Ein wenig erinnerte die Nase mich an eine Steckdose.
    Jetzt haben die Tauben mich wohl hingenommen. Oder sie sind erschöpft. Jedenfalls halten sie Ruhe.
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    Gestern habe ich auf den Perseidenschauer gewartet. Aber mit fast Vollmond und Wolken ist ja wohl schlecht sehen.

  • Mitgehört im Biergarten ...

    Biergarten Tisch mit 5 Personen.
    Ehepaar mittleren Alters.
    Die Schwester des Mannes.
    Die Tochter ca. 12 Jahre alt, der Sohn ca. 11 Jahre alt.
    Dialog:
    Mutter: "Was wollt ihr essen?" 
    Schulterzucken der Kinder.
    Mutter: "Steak mit Würzfleisch? Rumpsteak? Nudeln mit Tomatensoße, Spinat mit Ei?"
    Sohn: "Ich weis nicht."
    Mutter: "Würzfleisch vielleicht?"
    Sohn: "Was ist das denn?"
    Vater: "Das ist das Zeug was auf dem Steak mit Würzflisch ist. Nur mit Käse überbacken."
    Sohn: "Ich weis nicht." (Tochter sagt gar nichts)
    Vater: "Das steht jetzt hier nicht auf der Karte. Ihr könnt jedoch ganz gern am Auto warten bis wir gegessen haben."
    Sohn: "Würzfleisch würde ich vielleicht essen."
    Tante: "Was haben die Kinder denn?"
    Mutter: "Unseren Kindern scheint die Sonne aus dem Arsch!"   

  • Invasion in Erfurt!

    Köche kochen nicht mehr!
    Sie scharen sich zusammen und stürmen den Erfurter Dom!
    Schrecklich!
    Dabei sind die Luschen der schweizer Garde in Rom! 
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    "Laurentius-Tag: 1000 Köche marschieren durch Erfurt

    Köche aus ganz Deutschland würdigen bei dem traditionellen Treffen am Wochenende in Erfurt ihren Schutzpatron. Der Marsch soll auf Nachwuchssorgen in der Branche hinweisen."
    Quelle: 
    http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Laurentius-Tag-1000-Koeche-marschieren-durch-Erfurt-2045697233
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    Echt mal. Wenn man ohne Argwohn auf den Markt geht und dann ohne Vorwarnung diese weiße Invasion erlebt, dann will man unwillkürlich die UNO anrufen! 

  • Tage gibt es ...

    ... da ist alles drin. Die erste Nacht in fremden Gefilden schlafe ich immer schlecht.
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    Diesmal ganz besonders, weil ich mir noch das Montagskino im ZDF rein gezogen habe. Habe mich eben von einem User hier im Blog verleiten lassen. Und was bringen die als Montagskino?! Kindervampierfilme! Das ist ja nun gar  nichts für meine zarte Seele.  
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    Einem angenehmen Vormittag, folgte ein energiezehrender Nachmittag. Auf dem Weg ins nächste Quartier bog ich ohne Erlaubnis der nervenden Navidame nach rechts Richtung Tangermünde ab.
    Einfach noch mal die Beine vertreten.

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    Der Ort wimmelt förmlich von Radlern die den Elbradweg fahren und dort Quartier machen. Tangermünde ist ja auch ein lohnendes Etappenziel. 
    http://mreddy.blog.de/2013/04/11/tangermuende-berge-15747043/
    Nach einem Spaziergang durch die alte Stadt wollte ich ein "Kuhschwanzbier" trinken.

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    Ich landete im Gasthof Exempel.
    Erst draussen, aber da der Wind pfiff ging ich wie ein Warmduscher in die Gaststube zum Schattenparken.

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    Das Lokal entpuppte sich als alte Schule. Ich saß also an einem Schülerpult mit Bier und Brot und Bismarkhering. Dort herrschten 2 Weibsen die mich gut bedienten, aber auch den Eindruck erweckten mit dem Rohrstock auf Du und Du zu stehen.
      
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    Das war mir zu heiß! Nach dem Essen hatte ich wieder Körner und konnte einen Stubendurchgang machen. Die hatte dort tatsächlich ein Modell vom Rechenschieber.
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    Na ja, aber von Ordnung hält das Weibsenvolk auch nichts.  

  • In der Altmark ... Salzwedel ...

    ... ein paar Bilder vom Nachsonntag.  
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    Der fällt mir ja immer mal schwerer als die anderen Tage der Woche. 5 Uhr aufstehen (ja ich weis, viele von Euch stehen sogar noch früher auf), 6 Uhr losfahren.  
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    Dann 3 Stunden durch die Wallachei dösen. Eine halbe Stunde Luft, beim Bäcker einen Pott Kaffee, dann etwas auffrischen.
    http://omegamatrix.blog.de/2011/10/17/taegliches-energie-ritual-empfehlenswert-11376601/
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    Nach getaner Arbeit weiter zum Ort für Morgen. Und da sitze ich nun im Biergarten, ganz allein und klimpere bei einer guten Zigarre und mit Blick auf Hans Sachs auf dem Notebook herum.
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    Es hat heute oft geregnet, so das die Biergartenmöbel zwar trocken aussehen, mein Hintern sich aber klamm anfühlt. Was tut man nicht alles für eine gute Zigarre!  
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    Wichtig!!!!
    Ganz liebe Geburtstaggrüße an meine liebe Mama! 

  • In Nordhausen ...

    ... ist am Wochenende Altstadtfest.
    Und weil ich dort 1977 für ein halbes Jahr und 1982 für ein ganzes Jahr gelebt habe, wollte ich mal schauen, wie die Stadt jetzt aussieht.
    Vorher sollte ich jedoch erklären, um welches Nordhausen es geht.
    Die Stadt Nordhausen, die ich meine, liegt im Norden von Thüringen an der Zorge (Fluss), am Südrand des Harzes und im Nordwesten der fruchtbaren Goldenen Aue. Nordhausen ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.
    Die Stadt wurde am Ende des 2. Weltkrieges fast völlig von der amerikanischen Luftwaffe zerstört. Der Grund für diese Zerstörung war das KZ Mittelbau-Dora, indem die Vergeltungswaffen V 1 und V 2 produziert wurden.
    Nordhausen wurde nach den Plänen der DDR-Architektur wieder aufgebaut. Dass es dort so etwas wie eine Altstadt gibt, ist demnach erstaunlich.
    Als ich 1977 dort stationiert war, habe ich kaum etwas von der Stadt wahrgenommen. Dazu war ich viel zu sehr durch den militärischen Drill
     eingebunden.
    1982 - 1983 habe ich einen Teil meines Studiums zum Ing.-Ökonom dort absolviert. Ich war also nur für mich und meinen Stift verantwortlich.  
    Erinnern kann ich mich sehr gut an die Stadtterrassen im Zentrum von Nordhausen. Dort fand am Mittwoch immer der "Witwenball" und Donnerstags die "Nachlese" statt. Das war stets ein Heidenspaß.  
    An den Wochenenden war Halli-Galli im Gehege. Das ist im Stadtwald von Nordhausen, ein Gelände mit 2 Bühnen und wenn ich mich recht erinnere gab es dort 4 Gaststätten mit Saal, in denen immer etwas los war. Ausgelassene Diskos und eine Menge junger Leute, die ihren Spaß hatten.
    Das soll ab und an auch heute noch der Fall sein. Zumindest wird dort die Walpurgisnacht zünftig begangen. Aber ich schweife schon wieder ab. Thema war das Altstadtfest.
    Wir waren also am Nachmittag in Nordhausen angekommen.
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    Parkplatzprobleme hat man dort nicht, es gibt genügend öffentliche und kostenlose  Abstellmöglichkeiten. Ich war schon mal positiv überrascht. Es gibt dort auch eine gut erhaltene Stadtmauer, von der die Treppen hoch zur Altstadt führen.
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    Das Spektakel war eingezäunt und bewacht. Am Eingang wurde ein Obolus von 3 Euronen verlangt und man markierte die Zahlungswilligen mit einem Bändchen um das Handgelenk. Auf der Bühne trällerte ein Andrea Berg-Double. Zwischendurch tanzten Line Dance Pärchen durch die Zuschauer. Das war jetzt nichts für meinen Geschmack, den Fans hat es wohl gefallen.
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    Nun brauchten wir einen Happen gegen das nahende Hungergefühl. Das Angebot war groß und die Portionen auch. Deshalb entschieden wir uns für eine ganz normale Thüringer Bratwurst. Die stolzen 3 Euro pro Wurst war jedoch der Hammer. Egal, man konnte sie essen. Es gab auch einen Weinstand. Dort bekamen wir im Plastikbecher einen mäßig schmeckenden, gering gekühlten Weißwein. Gut ... muss man auch nicht wiederholen. Da die Altstadt auf einem Hügel gebaut ist, geht die Tour dem Berg runter und wieder hinauf. Die Stände waren wie überall, es gab Musik, genug zu essen und zu trinken, fröhlich ausgelassene Menschen, die gute Stimmung um sich sammelten.
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    Ein kühles Bier und Sitzgelegenheiten fanden wir in der "Bar Fuß". Dort hätten wir länger sitzen können. Überhaupt haben wir feststellen können, dass in Nordhausen viele gute Kneipchen, Restaurants und Gasthöfe offen haben. Sehr sympathisch.  
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    So gegen halb sieben hatten wir genug gesehen. Vor der Rücktour sind wir noch schnell in den Stadtwald ins Gehege gefahren. Nur mal so, um zu sehen wie es jetzt dort aussieht. Und siehe da, eine Gaststätte hatte geöffnet. Dort fand eine geschlossene Feier statt, trotzdem bekamen wir im Biergarten unser Radler und einen Imbiss.
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    Und ich konnte meine Erinnerungen aufpolieren.
    Auf der Hinfahrt fuhr ich über die B 4 direkt von Erfurt nach Nordhausen (ca. 50 km). Zurück nahm ich das Navi zur Hilfe und es führte mich über die A 38 und A 71 nach Erfurt (ca. 100 km). Wir waren schneller zu Hause als ich vermutete. Die Ortsdurchfahrten und Baustellen auf der Bundesstraße halten eben auf.

  • Leutenberg ...

    ... ist eine Landstadt in Thüringen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und  wird Stadt der sieben Täler genannt. Richtig berühmt wurde dieses große Dorf mit Stadtrecht, weil in den Jahren 1967 bis 1969 der "liebe Männe", ein zwar noch etwas kleiner aber damit nicht unwichtiger Bürger war. Das war die Zeit in der ich die 4. und 5. Klasse mehr schlecht als recht hinter mich brachte.
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    Wie der Name "Stadt der sieben Täler" schon aussagt, hätten dort auch gut die sieben Zwerge zu Hause sein können. Schneewittchen hätte jedoch den Weg nach Leutenberg nicht gefunden.
    Heute war es uns mal nach Sommerfrische. Mit dem Auto fährt man von Erfurt etwas mehr wie eine Stunde dort hin.
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    Meine Frau hat auch eine Beziehung zu dieser Stadt. Wir verbrachten im Jahr 1979 in Leutenberg unsere Flitterwochen, im damaligen FDGB-Erholungsheim "Katja Niederkirchner". Wir erinnern uns bis heute gern daran. Obwohl die anderen Gäste meist "ältere Leute" waren (jetzt sind wir auch so alt), brachten sie nach ein paar Tagen sogar Verständnis für uns auf. Wir hielten uns nämlich nie an die Frühstückszeiten, was die Herrschaften an unserem Tisch (ja, es gab eine Tischordnung in den Erholungsheimen) anfangs auf das schärfste verurteilten. Später brachten sie uns das Frühstück nach oben und stellten es vor die Zimmertür.
    Als wir in Leutenberg ankamen wurde uns etwas unheimlich. Kaum Menschen auf den Straßen. Irgend so ein Spitzbube musste sich den Spaß gemacht haben, die Bürgersteige runter zu klappen.
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    Das ehemalige FDGB-Erholungsheim hat wohl seit der Wende keinen Gast mehr gesehen. Es ist runter gekommen, völlig verwahrlost und sollte wenigstens fachgerecht entsorgt werden. Architektonisch passt der Klotz dort auch nicht hin. Nicht bewohnte Häuser an der Straße zum Markt sind der Verwitterung ausgesetzt.
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    Stadtkern und Markt sehen gut aus. Wir wollten im Biergarten der Gaststätte "Garküche" etwas trinken. Also setzten wir uns dort hin und warteten auf die Bedienung. Nach 15 Minuten wechselten wir dann in die "Bayrische Bierstube" weil es offensichtlich keine Bedienung gab oder sie gerade zu Mittag speiste.
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    Im blau-weißen Biergarten wurden wir zwar sofort bedient, aber die thüringer Klöße waren offensichtlich vom Großhandel geliefert worden. Mir liegt jetzt zum frühen Abend, das Essen noch schwer im Magen. Kulinarisch war der Ausflug ein Flop. Danach fuhren wir zu dem Haus, indem der kleine Männe mal gewohnt hatte. Gleich neben der Sormitz, ein Flüsschen welches in die Saale fließt.
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    Es steht noch. Und eine Familie von damals wohnt dort auch noch. Ich denke sie müssen jetzt so um die 80 Jahre alt sein. Auch hinter dem Haus sieht noch alles so aus wie 1969. Selbst die überdachte Terrasse am Berghang gegenüber dem Haus, wo meine Eltern mit den anderen Hausbewohnern, wenn es eben mal passte, das Leben gefeiert haben, steht noch so da wie ich es in Erinnerung habe. Das ist schon sehr erstaunlich.
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    Am Nachmittag sind wir wieder nach Erfurt gefahren. Wir hatten genug gesehen und wollten noch ein Glasl Wein in der Altstadt von Erfurt trinken.
    Das Wetter war verdammt schwül, es kündigte sich ein Gewitter mit fernem Grollen an. Jetzt sitze ich auf dem Balkon, bei leichtem Regen und einer willkommenen Abkühlung und denke bei einem Bier über mein Elend nach.
    Die Flasche Bier wird alle, ich müsste aufstehen und aus dem Kühlschrank ein frisches Bier holen. Oder ... ich klopfe mal an die Scheibe zum Wohnzimmer ... heute muss mein Glückstag sein. 

  • Radtour Artern-Freyburg-Halle-Bernburg

    Nach der Wienreise brauchten wir einen Ausgleich. Ilsee meint ja, wir brauchen Urlaub vom Urlaub. Nun ja, vielleicht war es auch so.
    Das Wochenende nach Wien haben wir nur gechillt und uns um den Amberbaum gekümmert. Dieser Baum kam von Wien aus dem Gärtnermarkt der Starkl, Maria nach Erfurt und hat seinen Platz auf dem Balkon gefunden.  Wir haben ihn in einen großen Topf umgepflanzt, denn die Schale war nur für den Transport geeignet.
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    Den Montag wollten wir eigentlich schon los fahren, aber der Wetterbericht meldete für diesen Tag Regen. Sie hatten jedoch Unrecht, es wäre ein guter Tag zum radeln gewesen.
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    In Anbetracht der kommenden Hitze wollte ich meiner Frau eine Brücke für einen gemäßigten Urlaub bauen, aber sie blieb dabei radeln zu wollen. Am Dienstag fuhren wir dann folgerichtig mit dem Zug nach Artern.
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    Dort setzten wir auf den Unstrutradweg bei besten Sonnenschein unseren Weg fort.
    Ziel des Tages war Freyburg. Der Stadt an der Unstrut im Burgenlandkreis des Landes Sachsen-Anhalt  und im Zentrum  des Weinanbaugebietes Saale-Unstrut. Aus Freyburg kommt auch der Rotkäppchen-Sekt.
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    Wir wollten eine ruhige, gemütliche Fahrt, bei vielen Pausen und guter Erholung erleben. Deshalb nahmen wir uns nur Etappen zwischen 60 bis 70 km pro Tag vor.
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    Von Artern ging die Tour über Memleben, Laucha nach Freyburg. Dort meldeten wir uns im Hotel Sonnenuhr, direkt in den Weinbergen an. Von unserer Zimmerterrasse konnte man sehr gut auf das beschauliche Freyburg blicken. Der Abend endete im Rot der untergehenden Sonne bei so manch Glasl Wein.
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    Am Mittwoch fuhren wir in aller Ruhe gegen 9 Uhr in Richtung Halle/Saale. Nach ca. 5 km war der Blütengrund erreicht. "
    Blütengrund werden die malerisch von Weinbergsterrassen gesäumten Saaleauen an der Saale-Unstrutmündung genannt. Hier verbinden sich harmonisch Kultur und Natur, Aktiverlebnis und Genuss.
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    Der Blütengrund liegt im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland und gehört zu den bedeutendsten touristischen Zielen der Saale-Unstrut-Region, wo zahlreiche geschichtliche, landschaftliche und kulturelle Besonderheiten wie in kaum einem anderen Gebiet zu finden sind. Aufgrund der attraktiven Landschaft des Einmündungsgebietes der Unstrut in die Saale sowie der hohen Konzentration von touristischen Angeboten hat sich der Naumburger Blütengrund zu einem beliebten Ziel für Naherholung, Kultur und Aktivtourismus entwickelt."

    http://www.naumburg.de/index.php?id=naumburger-bluetengrund
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    Jetzt fuhren wir entlang der Saale von Naumburg (Stadt der Uta) über Weißenfels und Merseburg nach Bad Dürrenberg.
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    Am  alten Badehaus konnten wir ganz gelassen unsere Akkus wieder auftanken bevor es weiter über Merseburg nach Halle ging. Den Abend verbrachten wir mit guter Gesellschaft in der Altstadt von Halle.
    Es war ein besonderer Abend. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.  
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    Am Donnerstag war es schon so heiß, dass wir jeden Schatten nutzten, um uns ein wenig abzukühlen. Das Ziel war klar: Bernburg!
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    Wir fuhren in Halle durch eine wunderbare Landschaft der Peißnitzinsel, an der Burg Giebichenstein vorbei, am Krug zum grünen Kranze über Lettin nach Wettin.
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    Dort tankten wir wieder auf und fuhren nach einer langen Pause nach Rothenburg. Die nächsten Stationen waren Alsleben, Plötzkau und dann kam schon Bernburg an der Saale.
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    Bei Reimanns machten wir eine längere Pause und beendeten die Reise schon gedanklich wegen der unerträglichen Hitze. Wir fanden eine Pension in der Innenstadt, machten uns frisch und wollten in die "Sonderbar" der Stadt.
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    Eine Bar die ich vor Wochen dort fand und für gut befunden habe. Jedoch fanden viele andere diese "Sonderbar" auch sonderbar. Alle Plätze waren besetzt, oder reserviert. Wir sind dann in einem anderen Biergarten gegangen. Eigentlich dachten wir, das Bernburg eine lahme Stadt in der Wallachei von Sachsen-Anhalt ist.
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    Hey dort lässt es sich auch ganz gut leben!
    Trotzdem sind wir am nächsten Tag mit dem Zug wieder nach Hause gefahren.
    Das war eine gute Entscheidung!

  • Wien in 6 Tagen ...

    ... oder "Eine Hochzeit in Wien!"
    So richtig weiß ich gar nicht wie und wo ich anfange.
    Einfach drauf los schreiben ist wohl die beste Variante, um das Wichtigste hier fest zu halten.
    Ende Februar hatte wir uns endlich ein Ziel für den Sommerurlaub ausgesucht.
    Es sollte eine Busreise an den Lago Maggiore und zum Matterhorn werden.
    "Busreise"!!! Das ist doch was für Rentner!  
    Ich habe mich überreden lassen (nicht von meiner Frau, aber sie hatte auch nichts dagegen) und so buchten wir die Reise.
    Anfang April erreichte uns dann eine Nachricht aus Wien.
    Zwei uns sehr nahe stehende Menschen wollen sich trauen!
    Hammer!!!
    Ein Heiratsantrag zum Geburtstag, mit allen romantischen Gedöns und Drumherum was man sich nur denken kann.
    Ein paar Tage danach glühten dann die Drähte, Ilsee erzählte brühwarm wie der Antrag abgelaufen ist. Ich dachte so insgeheim ... der Bernhard ist doch ein Oberschleimer ... dann jedoch musste ich feststellen, dass er sie nur mit der vollen Ladung beeindrucken konnte.
    Und das hat er wohl nach allen Regeln der Kunst getan. Echt mal, das hätte ich nicht hin bekommen. *hutziehe vor Bernhard*
    Ich bin ja eher der unromantische Typ. (Frau in den Arm nehmen und ein leises "wird Zeit" muss ja schon reichen)
    Also, ich habe mich jetzt entschlossen in diesem Eintrag den Schwerpunkt auf die Hochzeit zu legen und das andere, ich meine die Besichtigungen usw., vielleicht noch in einem anderen Eintrag zu packen.
    Meine gedanklichen Abschweifungen sind zu viel für einen allumfassenden Blogeintrag.
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    Jedenfalls sollte die Hochzeit entweder am 7.7. oder 8.8. oder 9.9. stattfinden.
    War ja klar das Ilsee die Latte noch mal etwas höher hängt. Solche Termine gehen doch schon Jahre im Voraus weg wie warme Semmeln.
    Mitte April kam dann die Nachricht dass der 7.7.2014 der Tag der Tage sein wird. Wie er DAS hinbekommen hat, ist wohl sein Geheimnis.
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    Aus meiner Sicht muss man dafür schon mit dem Papst einen Messbecher geleert haben oder ein Mandat bei UNO besitzen.
    Wie dem auch sei, jetzt hatten wir ein Problem.
    Wir hatten nun die Qual der Wahl, entweder mit dem Bus nach Italien und der Schweiz zu fahren oder nach Wien zur Hochzeit unserer Freunde.
    Die Busfahrt können wir jederzeit nach holen. Eine Hochzeit mit Ilsee und Bernhard jedoch nicht, das war der ausschlaggebende Gedanke.
    Die Würfel waren gefallen! Die Reise wurde kurzerhand storniert. Über das Internet bekamen wir ein gutes Angebot für 6 Nächte in Wien, nahe dem Schloss Schönbrunn, gleich neben dem technischen Museum.
    Gut 3 Wochen vor der Reise meldete sich unsere Tochter, sie wolle auch mit nach Wien. Im gleichen Hotel bekamen wir ein zweites Zimmer direkt neben dem unsrigen. Bei mehr als 300 Zimmern war das auch keine Kunst.
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    Eine Woche vor der Hochzeit fragte Ilsee, ob ich denn für sie Trauzeuge sein werde.
    Du meine Güte! Ich hatte das Wort ja schon mal gehört, aber was da zu machen war entzog sich meiner Kenntnis.
    Ich ... und Trauzeuge ... schlimmer kann man den Bock doch gar nicht zum Gärtner machen!
    Doch Ilsee versicherte, das nichts zu tun sein, einfach nur den Ausweis mitbringen und unterschreiben. Es solle auch nicht weh tun!
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    Ich sagte ein wenig geschmeichelt zu.  
    Am 5.7. fuhren wir nach Wien. Abends holte uns Bernhard vom Hotel ab, (wir wurden die ganzen Tage fast immer geholt oder gebracht. Dafür sind wir sehr dankbar.) für einen Willkommensumtrunk.
    Die Brautleute wirkten schon ein wenig nervös, aber das ist ja völlig normal vor solch einen Tag.
    Alles war auf das Beste vorbereitet. Nur ... ja nur die Schuhe der Braut passten nicht so richtig.
    Ein bestelltes Paar war noch nicht geliefert und die zwei anderen Schuhe drückten. Nun kam was kommen musste! Schuhe an, Schuhe aus.
    Sie drückten wohl jämmerlich! Ich erzählte aus meinen Erfahrungsschatz mit Stiefeln aus der Armeezeit und was man machen kann. Doch davon hielt Ilsee nicht so viel.
    Sie kippte besten Marillenschnaps in die Schuhe und lief damit rum.
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    Es schwappte bei jedem Schritt aus dem Schuh, das war ein Bild für die Götter!
    Irgendwie muss die Wirkung des Schnapses vom Fuß in die entsprechenden Organe gekommen sein. Denn langsam wurde sie ruhiger. Oder es war der gute grüne Veltliner der nun seine Wirkung tat.
    Es war ein angenehmer und geselliger Abend, der im Otto bei guten Essen endete.
    Am Sonntag holten sie uns zum Mittagessen im Klee am Hanslteich ab. In sehr schönen Ambiente wurden wir von vorn bis hinten verwöhnt.
    Letzte Absprachen fanden statt und so nebenbei fragte Ilsee, ob ich denn als Trauzeuge den obligatorischen Flachmann hätte?! Es könnte ja sein das ihr schlecht wird und ich hätte die Verantwortung das sie pünktlichst und in bester Verfassung zur Trauung erscheint!
    Mist!
    Ich wusste doch dass ich nicht für solche Posten geschaffen bin! Jeder andere hätte bei dieser Frage wissend genickt. Aber ich ...
    Den Nachmittag verbrachten wir zu dritt im Schloss Schönbrunn, schließlich wollte ja das Töchterchen auch auf ihre Kosten kommen.
    Am nächsten Tag (es war der Nachsonntag) dem 7.7.14 besorgten wir den Flachmann im Westbahnhof. Dazu einen guten Whisky.
    Auf der Rückfahrt in der Straßenbahn ereilte mich ein Telefonat mit Ilsee, sie bräuchte unseren Beistand. Alles klar. Wir kommen so schnell es geht.
    Nur mussten wir uns noch umziehen.
    Als wir im Hotel ankamen, war es von der Feuerwehr umzingelt. Man ließ uns nicht in unsere Zimmer, da Alarm ausgelöst worden ist. Die Feuerwehr musste erst den Grund heraus finden und die 4. Etage frei geben.
    Wir waren zur Untätigkeit verurteilt.
    Es dauerte jedoch nicht lange, die Ursache war wohl in der Küche gefunden worden. Uff!!!
    Jetzt schnell umgezogen und mit dem Taxi zu Ilsee. Dort war schon ihre Freundin, die Maria Starkl, die mit ruhigen Worten die Braut bei Laune hielt. Nach einer Zigarette und einem Achtel Wein auf der Terrasse war es auch schon Zeit zum Anziehen. Hier konnte meine Frau zur Hand gehen.
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    Schon einige Wochen früher schrieb Ilsee, das sie in einem Häkelkleid zur Trauung wolle, welches ihre Nachbarin für sie angefertigt habe.
    Ich dachte mir so für mich ... Häkelkleid?!? Das ist doch etwas für eine Omma!
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    Umso erstaunter schaute ich aus der Wäsche als sie den aprikotfarbenen Faden angezogen hatte. Wunderprächtig sah das Teil aus. Die Braut strahlte und war wunderschön anzusehen.
    Die Trauung sollte um 12:80 Uhr im Standesamt 8. Bezirk stattfinden.
    Mit dem Taxi kamen wir pünktlich dort an. Mit wir, meine ich natürlich die Braut, meine Frau und Tochter und ich.
    Der Bräutigam stand vor dem Amt schon bereit. Er strahlte als die Braut an seine Seite trat.
    Ich hatte Order den Brautstrauß an Bernhard zu überreichen, der kleine Brautstrauß wurde ihm angesteckt, die Trauzeugen von Bernhard wurden vorgestellt.
    Alles mit östereichischer Etikette.
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    Zum Trauungssaal gingen wir durch Büro`s. Das war schon etwas merkwürdig.
    Kurz bevor wir in den Saal eintraten, kam der Flachmann doch noch zum Einsatz. Aber nicht weil es ihr schlecht ginge, nur zur Beruhigung der Nerven. Es hat wohl geholfen! Denn danach ging alles wie 1000-mal geübt. Die Standesbeamtin hielt eine gekonnte Rede über Liebe, Leben, Miteinander.
    Alles wahr und dem Brautpaar haben die Worte gut getan.
    Alle Nervosität war abgefallen, sein JA kam klar und direkt aus der Brust, sie antwortete auch sehr klar, wenn auch etwas melodischer.
    So manches Auge im Saal wurde durchnässt. Die Eheleute unterschrieben den Vertrag und die Trauzeugen bezeugten die Unterschriften der Eheleute mit ihrem Konterfei.
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    Ein Fotograf wirbelte die ganze Zeit durch den Raum und spielte Satellit.
    Jaaaaa ... das wars schon.
    Na ja, nicht so ganz. Nach der Trauung saßen wir (die frischen Eheleute und die Trauzeugen) im Café gegenüber dem Standesamt noch eine Stunde bei Kaffee, Prosecco und Bier um das Ereignis nachklingen zu lassen. Dann ging jeder seine Wege, um noch ein bisschen aufzutanken. Der Tag war sehr heiß, man konnte es gut im Schatten aus halten. Und doch war es eine erhebliche Erleichterung für ein paar Stunden aus der Montur zu kriechen. Gegen 17 Uhr war es mit der Ruhe vorbei. Die Feier fand im Parkschlössl im 3. Bezirk statt.
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    Eine noble Adresse! Im Park des Schlössl`s trafen so langsam die Gäste ein. Eine Seifenblasenmaschine produzierte ununterbrochen Blasen und da ich nun dem Kindalter entwachsen sein soll, bin ich nicht danach gehüpft. Nicht mal einen Kreisel hatte ich zur Ablenkung!
    Die meisten Gästen waren uns nicht bekannt, umso mehr freute es mich als Freunde von Ilsee (welche wir schon bei früheren Besuchen in Wien kennen lernen durften) zur Feier kamen.
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    Es wurde eine illustre Gesellschaft aus wenig Verwandtschaft, Freunde, Arbeitskollegen, Politik und Kunstschaffen. Lernen durfte ich auch! Mir wurde z.B. erklärt was der Nationalrat ist. Bloß gut, das ich mich nicht beim ehemaligen 2. Nationalratspräsidenten blamiert habe. Man war nachsichtig mit den "Deitschen". In diesem Zusammenhang sollte ich erwähnen, dass nicht nur Ilsee einen Ausländer als Trauzeuge hatte. Bernhard wurde von einem Dänen mit dem schönen Namen Klaus gestützt.
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    Über die kulinarischen Genüsse will ich hier gar nicht schreiben. Ich kann auch nicht sagen wie viel Gänge serviert wurden. Es hat von der Suppe bis zum Dessert sehr gemundet. Nach dem Hauptgang ließ sich Bernhard das Mikrofon von der Band geben, brachte eine kurze Ansprache an das Volk, um danach ein Lied auf Ilsee zu singen. Das er singen kann, weiß schon von der Karaoke-Bar zu Silvester. Dass er ein eignes Lied ... nein ein Liebeslied für Ilsee geschrieben hat, hätte ich ihm nicht zugetraut. Und wieder einmal ziehe ich den Hut vor Bernhard. Dieser Oberschl ... Mann zieht alle Register um an sein Ziel zu gelangen. Das verlinkte Video habe ich mit dem Fotoapparat gemacht, die Qualität ist nicht berauschend. Ich bitte um Nachsicht. Die Veröffentlichung geschieht mit dem Einverständnis der jungen Eheleute.
    Jaaa ... was wäre noch zusagen?
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    Unsere Tochter amüsierte sich mit jüngeren Leuten an einem anderen Tisch. Sie hat sich augenscheinlich auch sehr wohl gefühlt.
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    2 bis 3 Stunden nach Mitternacht sind wir in unser Hotel gefahren. Es war ein schönes Erlebnis. An dieser Stelle möchte ich dem jungen Paar ein gemeinsames langes Leben wünschen. Möge die Liebe immer frisch bleiben. Herzlichen Dank für die liebe Einladung und alles was wir mit Euch erleben durften.
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    Der liebe Männe und seine beiden Frauen.

  • Wie sich die Bilder gleichen ...

    ... in Erfurt:
    Speicher

    ... in Wien:

    Schankvorsicht

    *lach* Wir Deitschen sind eben auch nicht anders als die Wiener Schnitzel! 

  • Sommer ...

    ... ist schön!
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    So kann man es aushalten. 
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    Morgen nochmal Büro, dann ist für 2 Wochen Urlaub angesagt. Bis dann! 

  • Die Bilder des Tages ...

    ... entstanden an der Elbe bei Lostau und Niegripp. Dieses Heidegras hat eine sehr schöne Farbe und strömt so viel Ruhe aus.
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    Ein guter Tag. .
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    Dieses Bild habe ich am Sonntag in der Waagegasse gemacht. Es zeugt vom guten Zusammenleben in Erfurt. 

  • Schland!!!!

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      Begeisterung!!!!!!!   

  • Nun ist das Krämerbrückenfest ...

    ... 2014 auch schon wieder Geschichte.
    Gott sei es gedankt hatte das Wetter auch ein Einsehen mit den Erfurter und seinen Gästen. Keine Regenergüsse oder Hitzewellen störten bei dem ausgelassenen Trubel rund um die Krämerbrücke und dem Domplatz.
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    Das Krämerbrückenspektakel hat sich inzwischen nicht nur zu Thüringens größtem sondern auch zu seinem attraktivsten Altstadtfest entwickelt. Das besondere und unverwechselbare Flair, von dem sich die Erfurter aber auch zahlreiche Besucher aus ganz Thüringen und darüber hinaus verzaubern lassen, bezieht dieses Familienfest aus dem einzigartigen Ambiente der Erfurter Altstadt.
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    Eine liebgewordene Attraktion ist der nun schon traditionell veranstaltete Mittelaltermarkt, auf denen Thüringer Handwerker rund um die Krämerbrücke ihre Erzeugnisse präsentieren.
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    Unter anderen finde ich immer an gleicher Stelle, zwischen dem Rathaus und dem Eiscafè Benedetta, nahe dem Benediktsplatz, den "Kreiselmann". Seine formschönen Handschmeichler tanzen gut ausbalanciert, besser als eine Primaballerina. Ein MUSS für sehr verspielte Männer in jedem Alter. 
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    Wie auf dem ersten Bild oben links unschwer zu erkennen ist, wurden 112 bunte Schirme über die Krämerbrücke gespannt. Das soll symbolisch die Schirmherrschaft der Krämerbrücke für dieses Fest bedeuten.
    Für das letzte Bild entschuldige ich mich ganz brav.  

  • Der Arendsee ...

    ... ist ein rundlich-ovaler, buchtenloser See in der Region Altmark im Norden Sachsen-Anhalts. Mit über fünf Quadratkilometern Wasserfläche handelt es sich um den größten natürlichen See des Bundeslandes und mit rund 50 Metern zugleich um einen der tiefsten Seen Norddeutschlands. Seine Entstehung geht auf mehrere Einbrüche des Untergrundes, zuletzt noch im 17. Jahrhundert, zurück.
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    Direkt am Südufer liegt die Stadt Arendsee; am Nordwestufer die Ortschaft Schrampe. Im weiteren Umkreis befinden sich unter anderem die Städte Salzwedel und Lüchow (Wendland). Das Gewässer hat eine Fläche von knapp 514 Hektar bei einer West-Ost-Ausdehnung von bis zu 3,3 Kilometern und einer Nord-Süd-Breite von zwei Kilometern. 
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    Der See liegt direkt über dem „Dom“ eines Salzstockes. Durch das Grundwasser kam es zur Ablaugung der Salze und nachfolgend zu mehreren Einbrüchen der Steinsalzformationen und des auf dem Salz liegenden Deckgebirges. Zuletzt geschah dies noch in historischer Zeit, nachweislich in den Jahren 822 und 1685. Das Gewässer ist somit als wassergefüllter Erdfall („Seefall“) einzuordnen.
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    Der Arendsee wird vor allem touristisch genutzt. Er dient als Badegewässer für Feriengäste und Tagesurlauber. Besonders zur Zeit der DDR war der Urlaub am Arendsee als Ersatz für einen Urlaub am Meer beliebt. Fischer fangen neben anderen Süßwasserfischarten die Kleine Maräne.

    Das war die Objektbeschreibung.
    Schon seit einigen Jahren wurde die Aufgabe gestellt, diesen wunderschönen See per Pedes zu umrunden. Jedoch machte uns, meinem Kollegen und mir, das Wetter bisher immer ein Strich durch die Rechnung. Die Altmark ist ein niederschlagsarmes Gebiet mit 550-600 mm/a (Vergleichswert: 730 mm/a [Millimeter/Jahr]). Wenn wir unser Vorhaben in die Tat umsetzen wollten, konnte man darauf setzen das es regnete.
    In dieser Woche sollte es jedoch ganz anders sein. Die Hitzewelle vom Pfingstwochende schwängerte die Luft mit einer Feuchtigkeit, die mir schon beim Frühstück im Hotel einen feuchten Film auf die Stirn zauberte. Und doch war eine spürbare Abkühlung zu verzeichnen.
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    Die Fahrt von Klietz nach Arendsee im klimatisierten Auto  gestaltete sich also als lockere Spritztour übers Land. Dabei nutzten wir die die Elbfähre bei Havelberg, kurz bevor die Havel in die Elbe mündet. In Arendsee wurde das Auto abgestellt, der Marsch konnte beginnen.
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    Der Rad- und Wanderweg führt immer dicht am Ufer des Sees, inmitten vom satten Grün der Bäume und Büsche. An der Fischerei Kagel eine kurze Rast, wobei eine Horde Jugendlicher, getarnt als Schulklasse, nervten.  So langsam trübte sich der Himmel ein und das Regenradar warnte vor Gewitter mit heftigen Regen. Wir waren gerade wieder gestartet, da fing der Regen langsam an. Im nahenden Wald fanden wir nur wenig Schutz. Als der Regen in seiner Heftigkeit etwas nach ließ, marschierten wir weiter.
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    Es war nicht abzusehen wann Petrus seine Schleusen wieder schließen würde. Völlig durchnässt und triefend wie die Landstreicher standen wir in der Tür vom Seglerheim und baten um ein trockenes Plätzchen mit Bewirtung. Die Wirtsfrau musterte uns von oben bis unten mit einem missbilligenden, weibischen Blick, um dann mit mütterlicher Güte eine kurze Kopfbewegung zu den Tischen zu werfen. Wir setzten uns mit einem erleichterten Seufzen an den Tisch. Nach dem Essen regnete es nicht weniger heftig, wobei auf den Pfützen Blasen tanzten. Mutti Wirtsfrau bestätigte die Theorie meines Kollegen, der behauptet, wenn beim Regen Blasen auf den Pfützen entstehen, würde es "SIEBEN" Tage regnen. Das kann ja in der Altmark stimmen, weshalb ich froh war, am selben Tag wieder nach Thüringen fahren zu dürfen.
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    Als mein Kollege rein rhetorisch an Mutti Wirtsfrau die Frage stellte, wie wir nun trocken nach Arendsee kommen, sprudelte ihre Antwort "Ich fahre Euch!"  förmlich aus ihr heraus. Wir waren platt!  
    Völlig überwältigt von dieser Hilfsbereitschaft zahlten wir die Zeche und stiegen fast zögerlich in einen Lieferwagen ein, in dem Kindersitze, leere Flaschen und andere Utensilien durcheinander lagen. Tantchen brachte uns direkt zum Auto, wobei das Mundwerk nicht stille hielt.  Das hingereichte Trinkgeld meines Kollegen wurde zwar in erster Instanz relativ laut abgewiesen, dann aber doch  mit einen Schmunzeln genommen.
    In einem für Arendsee recht großen Spielzeuggeschäft, brachten wir unseren Blutdruck wieder auf Betriebstemperatur. Hach was waren da für schöne Spieldosen und Kreisel, die das Männerherz in Gang bringen.  Wir hatten Spaß!
    Als wir den Laden verließen, hatte der Regen auch wieder aufgehört.
    Irgendwann ... müssen wir den Weg zu Ende bringen.

     

  • Bei diesem Wetter ...

    ... hält man es im Büro oder in Freien kaum aus. 33 Grad im Schatten erzeugen bei genügend Wasserzufuhr immer einen feuchten Film auf der Haut.
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    Zum Glück habe ich morgen einen Aussentermin in der Altmark. Also habe ich mich heute Nachmittag auf die Socken gemacht, um morgen frisch und munter meinen Job machen zu können.
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    Dank Klimaanlage kann ich die Hitze draußen nur ahnen. Unter gekommen bin ich in Klietz, ein ruhiger Ort zwischen Elbe und Havel.

    http://mreddy.blog.de/2012/10/10/klietz-15020368/
    Die Bilder oben zeigen den Fischer Quaschny in seinem neuen Domiziel. Dürfte noch vom Hochwasser 2013 aus der Berichterstattung in Funk und Fernsehen bekannt sein.
    http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/quaschny-neues-heim100_zc-a2551f81_zs-ae30b3e4.html
    Hier ein paar Bilder vom Tage. 
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    Aber es gibt hier auch Kuriositäten. Eine Straße die im Graben endet, soll man nicht schneller als 30 km/h befahren. Und das 5 Meter vor Ultimo. 
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    Lichtspiele im Wald. Hier sieht es aus, als ob dort niemand das Gras zerlatscht.
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    So, nun ist der Tag fast erträglich geworden. Ob nun morgen die Welt hier unter geht oder es wieder so heiß wird steht in den Sternen. 

  • Die Saale-Wein-Meile ...

    ... und Pfingsten bilden schon seit etlichen Jahre eine Einheit.
    Immer am Pfingstsamstag und Sonntag findet dieses Highlite von Bad Kösen bis Roßbach/Naumburg statt. In diesem Jahr wohl unter erschwerten Bedingungen, denn die Sonne hatte wenig Erbarmen mit den Weinliebhabern. Mit mehr als 30 Grad wurde jedes schattige Plätzchen zur Oase.
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    Wir waren durch das Samstagswetter und dem Wetterbericht vorgewarnt und zögerten ein wenig, diesmal nach Bad Kösen zu fahren. Als dann auch noch mein Freund wegen "Rücken" die Mitfahrt verweigerte, wankten wir ganz erheblich. Sein Sohn, der im letzten Jahr zu ersten Mal mit dabei war, zog uns mit seiner Begeisterung dann doch aus der Verweigerungshaltung heraus. Wir haben die positive Entscheidung nicht bereut.
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    Auch in diesem Jahr sabotierte die Deutsche Bahn am Erfurter Hauptbahnhof den Zugverkehr wegen Umbauten für die ICE-Trasse. Wir fuhren also im gut temperierten Bus nach Weimar, um dort in den Regionalzug im Doppelstockdesign umzusteigen. Der Zug war mehr als gefüllt und die Temperaturen dort drin um ein wesentliches höher als draußen in der Sonne.
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    In Bad Kösen angekommen, waren wir glücklich den Sauerstoff aus erster Hand zu bekommen. Nachdem der große Pulk den Bahnhof in Richtung Saale verlassen hatte, schlenderten auch wir durch den malerischen Ort an der Saale hellem Strande. Aufgrund der hohen Temperaturen tranken wir den wohlschmeckenden Wein im Verhältnis 1:3 mit Wasser. Unsere Taschen waren am Anfang relativ schwer, aber mit fortschreitendem  Meileweg wurden die Schultern gut entlastet. An einigen Stellen konnte man sich auch in der Saale abkühlen.
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    Andere lösten ihr Problem unkonventionell. Für eine ordentliche Grundlage hatten wir Spießchen mit Weintrauben, Käse und Gehacktesklößchen eingepackt. Wurzelbrot mit Oliven sollte als Beilage dienen. Leider zerlief der Käse relativ schnell, so dass die ganze Chose recht unansehnlich wurde.
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    Es gab jedoch an den insgesamt 34 Stationen genug zu essen, wenn auch zu horrenden Preisen (Thüringer Bratwurst 2,80 €). Die Stimmung war wie in jedem Jahr ausgelassen, die Atmosphäre an der Saale-Meile kann nicht besser sein.
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    Rechts im  Bild lief ein Mann mit Brett vor dem Kopf rum. Darauf konnte ich mir keinen Reim machen.
    Das Publikum setzt sich aus mächtig vielen jungen Leuten und gemischten Gruppen ab Mitte 40 aufwärts zusammen. Kinder waren aus den besagten erschwerten Gründen wenig unterwegs, was für das Verantwortungsbewusstsein der Eltern spricht. So mancher Hund lief auf dem letzten Zahnfleisch.
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    Als wir in Roßbach ankamen, herrschte dort eine ausgelassene Stimmung bei allen Winzern und Straussenwirtschaften. Dort konnte man es längere Zeit aushalten. Am Abend bis spät in die Nacht tanzt dort der Bär.
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    Ein bisschen von der Stimmung nahmen wir dann auch noch mit. Gegen 19:30 Uhr nahmen wir ein Taxi um nach Naumburg zum Bahnhof zu kommen. Kann man auch laufen (ca. 3 km), wir hatten aber keine Lust mehr. Auf dem Bahnhof ging für viele Besucher die Feier weiter. Das dicke Ende kam mit der Regionalbahn. Dort war es noch um ein vielfaches stickiger als bei der Hinfahrt, was relativ schnell für Ruhe unter den Feierfreudigen sorgte. Mit Erleichterung erreichten wir Weimar.
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    Die Bahn hatte wohl nicht mit so vielen Fahrgästen gerechnet, denn sonst hätte man mehrere Busse für den Schienenersatzverkehr nach Erfurt geordert. Der erste Bus war krachend voll. Das Servicepersonal der DB hatte dann aber innerhalb von 15 Minuten einen zweiten Bus ergattert, der uns dann bequem und gut gelüftet nach Hause brachte. So gegen 22 Uhr saßen wir frisch geduscht und mit kalten Getränken auf dem Sofa und ließen den Tag Revue passieren. Die Weinmeile 2014 hat sich wieder gelohnt. 

  • Man könnte meinen ...

    ... dass das Wetter etwas gegen meine Radtour hatte.  
    Der Sonntag und der Montag waren sehr sonnig, so dass ich mich gut mit Sonnenschutz versorgen musste, um nicht gleich einen Sonnenbrand zu riskieren.
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    Am Sonntag fuhr ich von Erfurt entlang der Gera und der Unstrut nach Artern. Der Tag war ein wenig beschwerlich, musste ich mich doch erst einmal an das schwere Rad gewöhnen, denn seit meiner Tour an der Donau im Mai 2013 habe ich mich nicht mehr auf das Rad gewagt.
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    Deshalb hatte ich mir auch vorgenommen, die Tour langsam und mit vielen Pausen anzugehen. Nach ca. 75 km kam ich gegen Abend in Artern am Hotel Friedchen an. Die hatten zwar sonntags Ruhetag, aber es waren fast alle Zimmer mit Radler belegt, so dass der Wirt auf seinen Ruhetag pfiff um seine Gäste aufs Beste zu bewirten. Das war auch ganz in meinem Sinn.
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    Am Montag waren nur noch ganz wenige Radler in der Spur. Ich kam so gegen 8:30 Uhr in die Gänge und fuhr über Memleben, Laucha und Freyburg nach Naumburg, wo die Unstrut in die Saale fließt. Begleitet wurde ich durch ständigen Gegenwind, in welche Richtung ich auch fuhr.
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    Der Wetterbericht am Abend erklärte mir diesen Zustand so: Es gab Wind mit Stärke 3-4 aus Nord-Osten und Wind mit gleicher Stärke aus Süd-Westen. Dort wo der Wind aufeinander traf, entwickelten sich üble Unwetter.
    Ich hatte nur Sonne und Wind. Also hatte ich Glück gehabt.
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    Hinter Freyburg am Blütengrund, dort wo die Unstrut sich mit Saale vereint, gibt es wunderbaren Kuchen. Dem konnte ich nicht wiederstehen, denn mein Zuckerspiegel war auf ein Tief maß abgesackt. Von Naumburg fuhr ich weiter entlang der Saale nach Weißenfels.
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    Von dort aus machte ich telefonisch Quartier in Bad Dürrenberg, im Hotel Altes Badehaus. Auch am Montag erreichte ich mein gestecktes Ziel nach ca. 95 km. Der Wind machte den Tag zwar anstrengend, aber ich fühlte mich wieder fit für die restlichen Tage.
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    Der Dienstag weckte mich mit Regen und relativer Kälte. Ich ließ mir viel Zeit bei den Morgenvorbereitungen und noch mehr Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. So gegen 9 Uhr hörte der Regen auf. Mein Ziel für diesen Tag war Nienburg. Das ist kurz vor Mündung der Saale in die Elbe.
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    Die Tagestour begann bei trübem Wetter und es sollte auch nicht viel besser werden. Von Bad Dürrenberg fuhr ich vorbei an Leuna nach Merseburg. Dort machte ich am Markt eine Pause.
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    Nach kurzer Zeit fing es zu regnen an und ich fand einen Dachvorsprung um  mich zu schützen. Es dauerte auch nicht lange und ich konnte weiter fahren. Es tröpfelte immer mal und dann kam ein Regenguss herunter, den ich so nicht erwartet hatte.
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    Bis ich meine Regenmontur übergestreift hatte, war ich auch schon bis auf die Haut durch. Nach langem Suchen fand ich eine offene und leere Garage, die mir Schutz bot. Der Regen dauerte gut eine Stunde an. Die Straßen standen unter Wasser und die Wege waren völlig aufgeweicht.
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    Mir wurde klar dass ich die verlorene Zeit nicht wieder aufholen konnte. Ich musste den Druck heraus nehmen. Früher wäre ich nie auf die Idee gekommen Erleichterungen einzubauen. Am Bahnhof Merseburg entschied ich mich nach Dessau zu fahren. Unterwegs trocknete meine Kleidung ganz gut, nur die Schuhe wollten das Wasser nicht hergeben.
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    In Dessau angekommen lachte die Sonne so schön, dass ich mich wieder aufs Rad schwang und nach Vockerode fuhr. Dieser Ort stirbt langsam aus. Früher war dort ein riesiges Kraftwerk und weitere Industrie. Heute ist dort keine Arbeitsmöglichkeit mehr.
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    Nicht mal Einkaufsmöglichkeiten gibt es dort. Ich wollte in Wörlitz eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. Auf dem Weg nach Wörlitz fing es wieder an zu regnen. Doch diesmal legte ich rechtzeitig meine Regenklamotten an. In Wörlitz ging dann die Welt unter.
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    Bei dem Regen suchte ich die Einkaufsmöglichkeit für Brot und Wein. Als ich den Tante Emma Laden gefunden hatte, musste erst eine Tasche meines Regenumhangs vom Wasser befreit werden. Untergekommen bin ich in der Pension zum Hauenden Schwein. Ich fand dort genügend Platz, um meine nassen Klamotten zu trocknen. Ganz am Rande sei erwähnt, dass die Flasche Wein am Morgen völlig leer war.
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    Der Mittwoch begann mit dem Wetterbericht, der für den ganzen Tag Regen ankündigte. Die Wetterfrösche sollten Recht behalten. Nach dem Frühstück wartete ich bis der Regen nach lassen würde. Nichts dergleichen geschah. Ein Postbote mit Rad meinte, das der Regen noch stärker werden würde, statt nachzulassen. Jetzt entschied ich für den Abbruch der Tour. Doch musste ich erst einmal nach Coswig/Anhalt fahren um einen Bahnhof zu finden.
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    Die Fahrt dahin war sehr nass. Teilweise konnte ich nicht mehr klar sehen, weil das Wasser die Augen trübten. Die Fähre in Coswig brachte mich an das andere Ufer der Elbe, wo ich auch den besagten Bahnhof fand. Mit einem Sachsen-Anhalt Ticket fuhr ich nach Wittenberg und von dort aus über Halle und Sangerhausen nach Erfurt.
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    Gegen 18 Uhr war ich zu Hause. Meine Entscheidung die Tour anzubrechen, war goldrichtig. Am Donnerstag regnete es in Erfurt fast den ganzen Tag. Seit 1999 fahre ich in der Himmelfahrtswoche Rad. Noch nie war das Wetter so schlecht. Heute, am Samstag ist das Wetter wieder herrlich.
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    Da könnte man glatt stundenlang am Domplatz sitzen und dem Treiben zu zuschauen. 

  • Es ist wieder so weit.

    Morgen fahre ich eine  Radtour nach Dresden.

    Erst die Wahl und dann kann es los gehen.

    Ich fahre  entlang der Gera (ein kleiner Fluss) bis Gebesee. Dort fließt er in die Unstrut.
    Dann weiter über Sömmerda, Artern nach Naumburg. Dort fließt die Unstrut in die Saale.
    Weiter geht es über Weißenfels, Halle, Plötzkau, Bernburg, Calbe nach Tochheim, wo die Saale in die Elbe fließt.
    Entlang der Elbe geht es über Dessau, Wörlitz, Lutherstadt Wittenberg, Elster, Torgau, Riesa, Meissen nach Dresden.

    Alles im allen ca. 500 Kilometer in schöner Landschaft.  

    Bis dann!  

  • Bad Kösen ...

    ... und Umgebung konnte ich am Dienstag bei diesem herrlichen Wetter genießen.
    Der aufmerksame Leser wird schon wissen, dass gearde diese Landschaft es mir angetan hat.  Wenn ich dann noch in solch angenehmer Begleitung bin, ist der Tag fast gar nicht mehr auszuhalten! 
    Am Pfingstwochenende findet hier wieder die Weinmeile von Bad Kösen bis Roßbach statt. Für Kenner ist das ein fester Termin.  
     
    Die Burgruine Rudelsburg  liegt als Höhenburg am Südufer der Saale auf einem felsigen Bergrücken aus Muschelkalk, ungefähr 85 Meter über dem Fluss oberhalb von  Saaleck, einem Ortsteil von Bad Kösen im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.
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    Als Burg wohl von den Bischöfen von Naumburg im Hochmittelalter zur Sicherung der Handelswege wie der
     Via Regia mit der Saalebrücke in Bad Kösen angelegt. 
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    Es ist schon ein Augenschmaus von oben in das Saaletal zu schauen. Gerade im Frühling, wenn alles wächst und sprießt, zeigt die Natur sich in vollen Farben.
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    Und wenn man genau hin schaut, zeigt sich noch viel mehr.  
    Mitten im Wald wachsen hier Orchideen. 
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    Diese Sorte nennt sich Purpur-Knabenkraut und ist mit 25 bis 80 cm eine der größten heimischen Orchideen. 
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    Das hier ist ein Hexacopter mit ausgezeichnetem Flugverhalten.
    Und ... NEIN, dieses geile Teil gehört nicht mir!      

  • Erfurt bei Nacht ...

    ... ist wunderschön.
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    Am gestrigen lauen Freitagabend haben wir uns auf die Domstufen gesetzt, ein paar Piccolos geköpft und dem Treiben da unten zu geschaut.
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    Allein ist man auf den Domstufen jedenfalls nicht. 
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    Heute Abend geht es in die Alte Oper zu RICHARD O´BRIEN´S THE ROCKY HORROR SHOW. Ich kann nur hoffen den Abend unbeschadet zu überstehen. 
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  • Am Muttertag ...

    ... wollte ich eigentlich über die Entstehung des Tages in den USA am 12. Mai  1907 schreiben und auch darüber, das die Begründerin nach der Kommerzialisierung des Muttertages, diesen am liebsten wieder abgeschafft hätte.
    In Deutschland wurde der Tag der Mütter erst 1922/23 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsführer mit Plakaten in den Schaufenstern "Ehret die Mütter" eingeführt.   
    Im Grunde ist das Anliegen einen solchen Tag wert. Umso mehr sind es unsere Mütter wert.
    Aber ich werde nicht weiter darüber referieren lamentieren,  weil die Vermarktung dieses Tages nur wirtschaftliche Interessen dient.
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    Trotzdem denke ich an diesem Tag ganz besonders an meine sehr weit entfernte Mutter.
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    In Erfurt fand am Wochenende der 24. Blumen und Gartenmarkt statt. Unser samstäglicher Marktbesuch gestaltete sich nervig. Viele Menschen kamen aus dem Umfeld von Erfurt und verstopften die Straßen und den Markt. Das liegt natürlich an den guten Ruf des Erfuter Blumen und Gartenmarktes.
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    Wettertechnisch war der Muttertag eher durchwachsen. Sonne, Wind und Regen wechselten sich gegenseitig ab. Man hat das Gefühl, dass der April den Mai und der Mai dem April den Rang ablaufen wollte.  Aber so ähnlich ging es ja auch beim ESC zu, als ein 
    Travestiekünstler den Wettbewerb für sich entschied. Irgendwie gleichen sich die Songs immer mehr. Da ist es nur zu verständlich, das  Abgrenzungen honoriert werden.
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    Am Sonntagnachmittag besuchten wir in der Natur einen Teich in mitten des Steigerwaldes. Dort laichen die Kröten im März zu Massen. Die Brut kann man jetzt ganz gut beobachten.
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    Kaulquappen tummeln sich dort mit Molchen und blöderweise mit Goldfischen. Ich erinnerte mich  gern an meine Kindheit, als wir Bäche aufgestaut und Molche gefangen haben.
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    Nun ist das Wochenende auch Geschichte. Draussen macht sich die Nacht breit.
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    Auf eine neue gute Woche!

  • Das lange Wochenende ...

    ... war zumindest in Erfurt nicht so erquickend wie ich es mir erhofft habe.
    Der 1. Mai fiel hier in Thüringen buchstäblich ins Wasser. In einigen Teilen unseres Landes standen Straßen und Keller unter Wasser, weil der so lange ausgebliebene Landregen selbst für die Natur überraschend kam. Die Überschwemmungen sind auch Auswirkung der immer fortschreitenden Versiegelung von Flächen in den Ortschaften. Die Entwässerungseinrichtungen sind bei solchen Wassermassen völlig überfordert. 
    Der 2. Mai war mit 7 Grad Wärme ein Tag den man im Bett verbringen sollte.

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    Das erste Maiwochenende in Erfurt wurde mit dem "Autofrühling" am Domplatz und dem Töpfermarkt vom Fischmarkt zum Wenigenmarkt und Kreuzsand begangen. Das Vorzeigen der aktuellen Fahrzeugmodelle erfolgt ohne Teilnahme der deutschen Automobilindustrie. Audi, BMW, Mercedes und Volkswagen fehlten unentschuldigt. Solche Veranstaltungen kann man also getrost einsparen.
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    Der Töpfermarkt zeigte sich farbenprächtig und bei wärmender Sonne. Die aufgereihten Händler taten mir ein wenig leid. Denn die flanierenden Erfurter zogen meist ohne zu kaufen, an den schick dargebotenen Töpferwaren vorbei. Mal ehrlich, das sieht ja alles richtig schön aus und hat sicher auch viel Arbeit gekostet, aber wer braucht schon Kaffeetassen für gut 20 Euronen das Stück? Ich hoffe trotzdem für die Händler dass sie ihr Geschäft gemacht haben.
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    Die Sonne am Sonntag lud zum Verweilen in Cafès und Biergärten ein. So gesehen wurden das verlängerte Wochenende doch noch von einem angenehmen Sonntag gekrönt.

  • Baumann & Clausen ...

    ... sehen und hören wir in der Alten Oper zu Erfurt.  
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    "Alfred allein Zuhaus" wird heute aufgeführt. Ich freue mich auf einen lustigen Abend mit Frank Bremser und Jens Lehrich.
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    Das angenehme Ambiente der Alten Oper tut ein Übriges dazu.

  • Diese feuchte Frühlingswetter ...

    ... ist gerade richtig für die Neubepflanzung der Balkonkästen. Seit Donnerstag habe wir die Pflanzen noch in Plastikschalen auf dem Balkon stehen. Dort warten sie, gut gewässert, auf dem Austausch. Die Stiefmütterchen müssen weichen und werden vor dem Haus in Pflanzschalen versetzt. Durch den periodenartigen Landregen sollten sie die besten Bedingungen haben, dort wieder Fuß zu fassen. Und ja, es ist eine Beschäftigung, um bei dem Wetter nicht doch Gefahr zu laufen, nach draußen zu wollen. Übrigens, habe ich schon im Dezember dort Knoblauch gesteckt. Der steht jetzt schon gut 25 cm hoch.  Das geht also ganz gut. 

    Themenwechsel:
    Am Donnerstag liefen die Vorbereitungen für die Walpurgisnacht vor allen im Harz schon auf Hochtouren.
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    Das Wetter konnte nicht besser sein, deshalb landete ich gegen Mittag auf dem großen Auerberg bei Stolberg.
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    Dort am Aussichtsturm zum Josephskreuz wurde emsig gearbeitet, damit am Freitag die Fete zur Walpurgisnacht ein Erfolg wird.
    Indessen  wurde auch in Erfurt der Domplatz für das Spektakel hergerichtet.
    Der 30.04. ist ja der Tag an dem ich meine Frau kennen lernte. Das war 1977.
    Damals war die Walpurgisnacht noch kein Spektakel. Vielleicht am Hexentanzplatz als Insidertip.
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    Jedenfalls war der Abend auf dem Domplatz sehr unterhaltsam.
    Mit der neuen Kamera habe ich noch so ein paar Probleme.

    Und nun müssen wir unseren Sommerurlaub neu planen. Eigentlich wollten wir an den Lago Maggiore und ans Matterhorn. Jetzt planen wir um, weil in Wien eine wunderbare Hochzeit stattfindet.  Wir sind natürlich dabei. Manchmal ist das Leben aufregend. 

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