szmmctag
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  • Heute war unser ...

    ... Tag für den Bauernmarkt in Tonndorf. Der ist immer am 3. und 4. Advent.
    Jedoch hat es am Samstag nur geregnet und in der Nacht etwas geschneit. Der Schnee ist weg getaut und hat natürlich auf den Feldern und Wegen eine Matschpiste hinter lassen. Schlechte Karten für einen Bauernmarkt in der Pampa.
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    Egal, was uns nicht umbringt macht uns hart. Alter Spruch zur Aufheiterung. Uns erwartete Matsch, ein guter Glühwein, eine herrliche Atmosphäre und eine geräuchete Speckseite die ein ganzes Jahr bei uns reicht.
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    Wir fuhren weiter nach Kranichfeld zum Weihnachtsmarkt im Oberschloß.
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    Eine sehr überschauliche Veranstaltung.
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    Einige Buden, Glühwein, Bratwurst und eine Burg zum wohlfühlen.
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    Ich habe selbst meine Höhenangst überwunden, weil mir die Burg sehr gut gefallen hat.

  • Weihnachtsmärkte ...

    ... sind soooooo unterschiedlich. 

    In Arnstadt zum Beispiel, der ältesten Stadt in Thüringen, das steht jedenfalls auf den Gullideckeln, gibt es einen Kachelofen, der gut geheizt auf der Ofenbank viele Besucher mit Glühwein anzieht.
    ArnstdatKachelofen am Weihnachtsmarkt von Arnstadt
    Am Montag in Jena, hatten wir eine geraume Zeit bei Rheumathologen zu überbrücken und wollten den Weihnachtsmarkt dort genießen.
    Den Winzerglühwein von vor ein paar Jahren fanden wir nicht mehr. Schade aber auch.
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    Töchterchen wollte auch nicht mit dem Karusell fahren. Es gibt jedoch einen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, der schon ganz heimlich ist.
    Böse Zungen behaupten in Jena, das ab nächstes Jahr der Weihnachtsmarkt nur noch am Wochenende statt findet. Provinz?
    Leipziger WeihnachtsmarktLeipziger Weihnachtsmarkt
    Den Leipziger Weihnachtsmarkt kann ich nur empfehlen. Großzügig, weitläufig und wenn nicht so kalt wie heute, kann man sich dort gut amüsieren.
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    Auch einen Besuch in der Nicoleikirche, wo die friedliche Revolution in der DDR begann, geht direkt vom Leipziger Weihnachtsmarkt.
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    Schockiert hat mich die Behauptung, das ein eng begrenzter mittelalterlicher Markt zu Alt-Leipzig, als Naschmarkt bezeichnet wird. 
    Es gibt nur einen: in Wien!!!!
    Auerbachs KellerAuerbachs Keller
    Wer in Leipzig gewesen ist, war auch in Auerbachs Keller.
    Das ist genau so, wenn man in München das Hofbräuhaus besuchte.
    Tradition und doch ein wenig Ernüchterung.

  • Heute zum Tag des ...

    ... Nicolaus ... ach ja, allen Lesern wünsche ich einen lieben Nicolaus  ... muss ich aber doch mal gewisse Missstände ansprechen.
    Bevor der Dezember die heiße Zeit in Richtung Heiligabend einläutete, haben wir zwei Adventskalender in unseren Haushalt geholt.
    Einer war für das Kind gedacht und der zweite für meine Frau und mich. Wir sind eben ein sparsames Ossipaar. Rittersportschokolade und Kinderschokolade. Die Aufteilung war damit ganz klar.
    Nun behauptet die Tochter kein Kind mehr zu sein.  Herrgott wer nimmt es denn auch so genau. Sie wollte jedenfalls keine Kinderschokolade. Hach ... da stehen wir doch drüber.
    So hängt der Weihnachtskalender für die "Alten" im Flur.
    Ich ... ganz Kavalier ... gab meiner Frau am 1. Dezember das Vorrecht, die erste Tür zu öffnen.
    Völlig unbeholfen und aufgeregt riss sie die Tür auf und holte die leckere Schokolade an das Licht. Gleiches wiederholte sich an den 2 weiteren ungeraden Tagen. Das Ergebnis kann man im Bild erkennen:
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    Wenn wir Männer so unsere Frauen auspacken würden, dann müsste Frau eine Unmenge des Haushaltsgeldes für neue Reizwäsche ausgeben.
    Oder ist in der Kinderschokolade etwa ein Suchtmittel???  Ach, ich will gar nicht weiter darüber nachdenken, koch meine Gemüsesuppe fertig
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    und tauche besser im Dunkel des Weihnachtsmarktes ab.  

  • Der erste Weihnachtsmarktbesuch

    Die Stadt Erfurt hat sich festlich geschmückt.
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    "Geprägt durch einen der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands ist die Stadt eine reizvolle Mischung aus reichen Patrizierhäusern und liebevoll rekonstruierten Fachwerkhäusern. Mariendom und Severikirche, dieses monumentale unverwechselbare Bauensemble und zugleich Wahrzeichen Erfurts, sind in warmes Licht getaucht. Weihnachtsmelodien erklingen und der Duft von Glühwein und Pfefferkuchen liegt in der Luft." 
    http://www.erfurter-weihnachtsmarkt.eu/
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    Schon am Vormittag auf dem Weg zum Markt, müssen wir den Weihnachtsmarkt queren. Gegen 10:00 Uhr füllt sich der Domplatz mit in Bussen herangefahrenen Menschen aus allen Himmelsrichtungen. Die Tiefgarage am Domplatz ist knackend voller PKW`s mit fremden Kennzeichen.
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    Am Samstagabend hat uns dann nichts mehr zu Hause gehalten, der Drang ins Gewühle übermannte uns. Erster Glühwein am Fischmarkt hat uns nicht überzeugt. Weiter zum mittelalterlichen Weihnachtsmarkt am Wenigenmarkt, wo wir dem Gedrängel gleich aus dem Weg gingen.
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    Am Augustiner, hinter der Krämerbrücke, wurde es dann gemütlich. Heiße Obstglühweine locken in den heimisch geschmückten Biergarten, wo man auch eine gute Thüringer oder ein Stockfischerl bekommt.
    Wir entschieden uns für den Hollundenglühwein, der dann auch danach schmeckte, aber ein wenig zu seicht für unseren Gaumen war.
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    Auf dem eigentlichen Weihnachtsmarkt am Domplatz erstanden wir dann im dichten Gedränge einen weißen Glühwein bei "Waller`s Winzerstand". Man musste schon fest auf beiden Beinen stehen, um nicht ständig von drängelnden Besuchern aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden.
    Fazit: Auch dieser Glühwein holte uns nicht vom Hocker und ließ uns etwas enttäuscht nach Hause gehen. Vielleicht müsen wir uns erst ein wenig in weihnachtliche Stimmung bringen, damit wir den Glühwein auch genießen können. Es war ganz sicher nicht der letzte Besuch. 

  • Die Reise nach Sachsen ...

    ... führte mich zuerst nach Bautzen, wo ich im Husarenhof übernachtete.
    In der Nachbarschaft liegt die Husarenkaserne, die zum Behördenzentrum ausgebaut wurde.
    Alles herrlich saniert, ein Augenschmaus für den Betrachter.
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    Donnerstag vormittag fuhren wir nach Langenwolmsdorf, ein Ortsteil der Stadt Stolpen.
    Der Ort ist schon weihnachtlich geschmückt und strahlt im Glanze der Kugeln und Lichter.
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    Dort werden Schwibbögen, Weihnachtspyramiden, Räuchermännel und andere Stehrumchen hergestellt. Das haben wir uns in Ruhe angeschaut, um uns auf den Advent einzustimmen. (Was Mann nicht so alles über sich ergehen lassen muss.)    
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    Dann ging es nach Görlitz. Das ist eine Stadt an der Neiße, welche durch den Fluss in einem deutschen und einem polnischen Teil (Zgorzelec) getrennt ist.
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    "Görlitz blieb im 2. Weltkrieg von Zerstörung fast völlig verschont. Eine Besonderheit der Staddt ist, dass alle wesentlichen Phasen der mitteleuropäischen Siedlungsentwicklung ohne größere bauliche Veränderungen erhalten und ablesbar blieben." Diese Sätze habe von Wiki übernommen, ich hätte es nicht besser ausdrücken können.
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    Die Stadt strahlt so etwas erhabenes aus, wie ich es nicht in Worte fassen kann. Die alten Häuser wurden fast alle original saniert. Selbst die Eingangstore wurden so wieder hergestellt, wie sie früher waren.
    Auch hier musste ich von einem Geschäft ins nächste wandern und natürlich auch in das dort ansässige Weihnachtshaus.
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    Irgendwann ist auch Mann plastermüde, auch wenn ich gern durch Görlitz ziehe. Eine Sache sei hier noch erwähnt. Görlitz wird auch die Rentnerstadt genannt. Das kommt daher, dass schon viele pensionierte Leute aus den westlichen Bundesländern nach Görlitz gezogen sind. Denn die Mieten sind dort moderat, Wohnraum ist in Fülle vorhanden und man kann sehr billig in Polen das Nötige zum leben einkaufen.
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    Fazit: Nach meiner langen Tour durch Sachsen-Anhalt war der Besuch in Sachsen eine willkommene Abwechslung. Auch wenn ich mit der Sprache anfangs so meine Schwierigkeiten hatte. 

  • Mal wieder in Sachsen ...

    ... überall in den größeren Städten wurden die Weihnachtsmärkte eingeweiht.
    Der Herbst neigt sich also auch schon seinem Ende zu. Das Jahr 2014 befindet sich im Endspurt.

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    Das Amberbäumchen verweigert noch die Entblätterung und färbt sich ein wenig in rot und gelb.
    Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, das bei mir für dieses Jahr die Luft raus ist.
    So stark wie das junge Bäumchen will ich mich gar nicht gegen die Ruhe des Winters sträuben.
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    Am Dienstag Abend genoß ich mit Töchterchen die Ruhe und gute Luft einer Salzgrotte. Auf dem Rücken liegend sind mir wohl auch ein paar Schnarcher entglitten. Die salzige Luft hat den Atemwegen gut getan. Wir haben uns gleich für eine weitere Sitzung angemeldet.
    http://www.erfurter-salzgrotte.de/
    Ja und heute bin ich gegen Nachmittag schon nach Bautzen gefahren, um nicht am Donnerstag sehr früh und in der Dunkelheit fahren zu müssen. Ich bin mal wieder in Sachsen und habe wenig Ahnung was mich morgen hier erwartet.
    Ein Weihnachtsmarkt wohl nicht.  

  • Weltmännertag

    Du musst die Männer schlecht behandeln ...

    Revue über Liebe, Herzschmerz und Eifersucht Musik von Peter Kreuder, Georg Kreisler, Friedrich Hollaender, Mischa Spoliansky, Robert Stolz, Gerd Natschinski, Walter Kollo u. a.
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    Zwei Frauen lassen die Welt an ihren reichhaltigen Erfahrungen mit dem Objekt MANN teilhaben. Dabei blieb kein Auge trocken und kein Herz ungerührt, denn die beiden lieben das Leben und zuweilen auch die Männer, die sie mittlerweile zu nehmen wissen. Humorvoll ergründen sie, nach welchen Traummännern sich FRAU eigentlich sehnt und wie weit die realen Exemplare der Gattung MANN vom Ersehnten abweichen ... Du mußt die Männer schlecht behandeln ...
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    Sie waren nicht überzeugend, aber kurzweilig.  
    Als mein Freund anrief, musste ich das Handy ausschalten, es hat aber sonst niemand das Klingeln gehört.
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    Also wer es noch nicht wusste, gestern war Weltmännertag. 

  • In Jüterbog ...

    ... war ich Anfang November.
    Jüterbog ist eine Kleinstadt im Landkreis Teltow-Fläming im Bundesland Brandenburg. Die Stadt liegt an der oberen Nuthe am Übergang zwischen Hohem und Niederen Fläming.
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    Wie man schon an den ersten Bildern erkennen kann, befand ich mich mitten im Preussenland. Wiki sagt dazu: "Im Wiener Kongreß wurde 1815 die Nordhälfte des Königreichs Sachsen, einschließlich Jüterbog, als Kriegsentschädigung an Preußen abgetreten."
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    Jüterbog war bis zum Abzug der russischen Truppen sehr lange eine Garnisionsstadt. Auch jetzt gibt es noch in der Nähe der Stadt Militärflugplätze, an den Stellen wo früher Luftschiffhallen standen.
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    Als ich die franziskanische Mönchenkirche sah, bin ich schnurstracks dort rein. Verwundert stellte ich fest, dass man aus einem Kloster eine Bibliothek für die Stadt gemacht hat.
    Aber Klöster sind wohl ein würdiger Ort für die Bücher.
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    Das Kopfsteinplaster machte mir bewußt, wie durchgelaufen meine Schuhe waren. Also bin ich rein in ein Schuhgeschäft und kaufte mir neue Schuhe. Sie sehen genauso aus wie die Alten. Aber sie laufen sich viel bequemer.
    Mir wäre die Stadt zu eng.

  • Zwischen Klassik am Sonntag ...

    ... und Klassik am Mittwoch, konnte ich noch ein paar interessante Bilder schießen.
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    Am Sonntag durften wir "Classic Hour mit Gonzalo Diaz Ensemble" im Speicher genießen, während andere auf dem Domplatz mit Kerzenlicht gekokelt haben. Tango und Bolero Melodien vom Feinsten zur guten Zigarre und Wein. So kann man das Leben genießen.
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    Am Dienstag konnte ich ein paar sehr interessante Bilder zum späten Vormittag in der Nähe von Bernburg machen. Der zähe Nebel spielte mit der Sonne, die sich einen wilden Kampf mit den Wolken lieferte. Während ...
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    ... auf der anderen Seite der Mond amüsiert das Schauspiel beobachtete und der alte Mann auf einer Bank, aufgemalt an der Wand, eine gemütliche Ruhe ausstrahlt.
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    Der Mittwoch glänzte mit dicken Nebel, der sich nicht auflösen sollte. Die Blätter der Zwischenfrucht auf den Feldern sammeln das schwebende Wasser für schlechte Zeiten.
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    In der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg spielte am Abend das "Grieg Trio",  von Ludwig van Beethoven, Dmitrie Schostakowitsch  und Berdrìch Smetana Werke, die mit dem Klavier, einer Violine und dem Violincello vorgetragen wurden.   Dabei hat mich nur Smetana so richtig begeistert. Werke für Trios sind wohl nicht jedermanns Sache.
    Der Abend endete trotzdem entspannt. 

  • In meinem Blog ...

    ... will ich keine politischen Themen behandeln. Das habe ich mir bei der Einrichtung vorgenommen.
    Das heißt nicht, dass ich unpolitisch bin.
    In Thüringen wurde im September gewählt. Traditionell wurden die CDU Wahlsieger mit 33,5%. Zweistärkste Partei wurden die Linken mit 28,2%. SPD 12,4%, AFD  10,6% und die Grünen 5,6%.
    Die CDU hat nun Koalitionsgespräche mit SPD und Grünen geführt, aber keine der beiden Parteien wollten mit der CDU eine neue Regierung bilden.
    Bisher war die SPD mit der CDU an der Macht. Das hat der SPD nicht gut getan.
    Also hat die zweitstärkste Partei Gespräche mit der SPD und den Grünen geführt und sie sind sich einig geworden. Man hat zwar nur eine Einstimmenmehrheit, aber es ist eine Mehrheit.
    Das hat die CDU nicht hinbekommen. Nun ist klar, dass ein Linker Ministerpräsident werden soll. So funktioniert Demokratie.
    Jetzt werden bei linken Politiker Reifen zerstochen, Radmuttern gelockert und Drohanrufe auch an die Familienangehörige getätigt.
    So etwas habe ich in den Jahren als die CDU die Wahlen gewonnen haben nicht gehört.
    Funktioniert Demokratie in Thüringen nur wenn die Schwarzen die Oberhand haben?
    Am Sonntag sind gut 4000 Menschen auf dem Domplatz gewesen und haben demonstriert. Vordergründig Menschen die Angst vor einer linken Regierung haben. Aber auch Menschen die für einen Politikwechsel gestimmt haben. Das ist die Meinungsfreiheit.
    In den Medien wird die Veranstaltung als "Große Demo gegen Rot-Rot-Grün" zusammengefasst.
    Ist das nun Meinungsfreiheit oder Stimmungsmache?
    http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Die-grosse-Demo-gegen-Rot-Rot-Gruen-in-Erfurt-eine-Bilanz-1291143598
    Wenn eine Rot-Rot-Grüne Koalition die Regierungsbildung schafft, dann hat sie auch die Legitimation dazu. Wollen wir doch mal sehen was diese Regierung auf die Reihe bekommt.
    Bei der nächsten Wahl haben alle wieder die gleichen Chancen.

  • Au Backe ...

    ... bald nun ist der Weihnachtsmarkt in Erfurt los! Echt mal, ich kann es mir bei dem derzeitigen Wetter kaum vorstellen. Und doch kann man es schon erkennen.
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    Im linken Bild kann man die gestapelten Bretter der Weinhachtsmarktbuden erkennen. Das rechte Bild zeigt sogar schon stehende Buden. Bis zum 25. November muss alles an Ort und Stelle sein.
    Dann wird der erste Glühwein verschüttet.
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    Heute morgen konnten wir noch sehr gut im Freien frühstücken. Die Sonne steht zwar tief und blendet ungemein, aber sie wärmt noch ganz gut und entlockt den vorbei gehenden Leuten ein Lächeln.
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    Auf dem Markt brodelt es. Die Händler wollen ihre Ware an die Frau bringen, der Fahrschullehrer bezirpst betagte Weibchen doch noch ein paar Stunden Fahrtraining bei ihm zu machen, bevor der Mann umfällt.
    Es mangelt buchstäblich an nichts. Selbst die formschönen Kittelschürzen feiern ihr Comeback.
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    Ich kann mich noch gut an Novembertage erinnern, die völlig nass,und diesig daher kamen. Nebelverhangene düstere Tage. Dann hat es Oma und Opa nicht hinter der Ofenbank vorgelockt.
    Heute ist alles anders.
    Sind das die blühenden Landschaften?

  • Hommage an ...

    ... Omega ...matrix in Bildern ...
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    ohne Worte.

  • In Reppichau lebt der Sachsenspiegel

    Reppichau ist ein Ortsteil der Gemeinde Osternienburger Land im Landkreis ABI (Anhalt-Bitterfeld) und liegt zwischen Dessau-Roßlau und der Kreisstadt Köthen (Anhalt) am Rande des Biosphärenreservates Mittelelbe.
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    Das zur Einleitung.
    Dieser kleine Ort mit knapp 500 Seelen rühmt sich, einen oberhöchst wichtigen Mann des Mittelalters die Wiege gehalten zu haben. Jedenfalls bemalen die Dorfgesellen ihre Häuser und schreiben Ausschnitte des "Sachsenspiegel" an die Wände. Hierbei soll es sich um das erste mittelalterliche Rechtsbuch handeln.
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    Es ist nicht mal belegt, das der Schreiberling, ein Ministriale Eike von Repgow aus diesem Ort stammt. Nun ja, das stört aber die Spitzbuben des Dorfes nicht und so entsteht ein buntes Dorf.
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    Es ist auch sehr interessant welches Alter damals bedeutend gewesen ist und wie man das Alter festgestellt hat. Ich stelle es mir gerade bildlich vor.  
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    Wie man schon damals schriftlich festgehalten hat, mussten sich auch die mittelalterlichen Mannen vor den zornigen Weibsbildern schützen.  
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    Bei solch geballter Rechtbelehrung von unseren hochgeehrten Altvorderen, brauchte ich frische Luft.
    Das ist jedoch gar nicht so leicht!  

  • Die 44. Kalenderwoche ...

    ... ist ja nun auch fast Geschichte. Jedenfalls was die Arbeitswoche anbetrifft. Durch den 31. Oktober (Reformationstag) liegt ein verlängertes Wochenende an.
    Zeit mal wieder ins Brandenburgische zu fahren.
    Diese Woche war mal wieder der Harz an der Reihe. Wenn sich der Nebel verzogen hat, strahlte die Sonne mit aller Kraft.
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    Meist kommt sie dann von vorn und sticht direkt ins Auge. Sonnenbrillenwetter.
    Aber auch schönstes Wetter für Besichtigungen in der freien Natur.
    Wernigerode hat einen der schönsten Miniaturenparks. Dort sind mehr als 50 historische Gebäude im Maßstab 1:25 detailgetreu nachgebaut und ausgestellt. 1:25 bedeudet die Verkleinerung eines durchschnittlichen Mannes mit der Größe von 1,80 Meter, auf etwas mehr als 7 Zentimeter. Manche Exponate konnte ich auch vergleichen.

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    Zum Beispiel das Schloß Wernigerode. In der Natur steht es ca. 2 Kilometer vom Miniaturenpark entfernt. Auf dem linken Bild steht im Vordergrund das Modell und im Hintergrund, links vom Gittermast ist das Schloß in natura.
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    Auch der Brocken mit seinen 1141 Meter Höhe, der größte Berg im Norden Deutschlands, wurde mit der Wetterwarte, dem alten Wolkenhäuschen und dem Bahnhof Brocken nachmodelliert.  Eine schmalspurige Brockenbahn schnaufte den Berg hoch und rangierte, um die Waggons wieder nach unten ziehen zu können. Naturgetreuer geht es nicht mehr.
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    Bei guter Sicht, jedoch ein wenig diesig, konnte ich aus vielleicht 40 km Entfernung und einer anderen Perspektive das rechte Bild machen.

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    Heute hatte ich mal Heimspiel im thüringischen Ländl. Auch hier die Nebelfelder in den Niederungen, die aus der Entfernung zum träumen einladen. Oder der thronende Turm eines alten Klosters über den Dächern eines kleinen Dorfes.
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    Plötzlich schaute mich ein Postenturm aus einer Kiesgrube an. Irgendwer muss das Ding doch von der alten Grenze dahin geschafft haben!  
    Ich türmte also sofort nach Oldisleben. Weil dort die Oldis leben. Jedenfalls in Thüringen.
    In Sachsen-Anhalt gibt es dafür den Ort Altenhausen.  

    Ihr erinnert Euch?  http://mreddy.blog.de/2012/10/08/schloss-altenhausen-15000701/ 

  • Cavequeen

    "Du sammeln, ich auch"
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    S
    eit 12 Jahren analysiert "Caveman" Tom das Beziehungsleben – das heterosexuelle!
    Doch jetzt ist Schluss mit dieser Diskriminierung!
    Im Rahmen immer stärker um sich greifender globaler Erderwärmung kommt nun auch sein schwules Pendant auf die Bühne: die "CAVEQUEEN"!

    Und genau dieses schwule Gelaber höre und sehe ich mir heute Abend im DASDIE BRETTL an.

     

  • Jetzt hat uns die dunkle ...

    ... Jahreszeit wieder fest im Griff. Ich kann ja gut darauf verzichten, aber wohl die Natur nicht. Heute bin ich das erste Mal nach dem Sommer bei Dunkelheit los gefahren. Je älter ich werde, desto anstrengender wird fahren bei Dunkelheit.
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    Der Tau auf dem Gras hält sich länger frisch, weil die Sonne immer fauler wird und die Zwiebeln auf dem Feld wollen auch nicht mehr.
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    In solchen Zeiten vermarkten die Stuten ihren Mist an Selbstabholer und Wegelagerer behindern den Verkehr auf der Bundesstraße.
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    Man kann zwar den Brocken nicht erkennen, weil der Regen sich langsam über das Land legt, aber die grünen Felder sind dennoch eine Augenweide.
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    Hier kann man eine Mühle kaufen, mit 7 Zimmern. Allerdings steht das gute Teil in Sargstedt und wer möchte da schon freiwillig hin.
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    Ich bin also wieder mal im Harz gelandet, der mir oft genug Rätsel aufgibt. Ortschaften wie "Sorge" und "Elend" kann ich ja noch nachvollziehen, aber "Mönchhai" in der Gemeinde "Huy" läßt Muschkoten in der Wallachei vermuten. Ich bin schnell nach Halberstadt in die Zuckerfabrik geflüchtet und habe nun die Wahl zwischen den "Casablanca", dem Kino oder einer Muskelfabrik. Vielleicht ziehe ich auch eine gute Flasche Wein im warmen Bett vor. 

  • Die Wasserburg Heldrungen

    Auf dem Weg von der Magdeburger Börde in meine thüringische Heimat, fuhr ich gestern über Landstraßen nach Hause. Zum einen sind die Autobahnen zurzeit überfüllt und zum anderen bin ich genervt, wegen der permanenten Baustellen.
    Ursache dafür ist sehr oft der Betonkrebs, welcher auf meist erst neuen oder erneuerten Autobahnen auftritt. Hervorgerufen wird der Betonkrebs durch eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion. Diese entsteht, wenn sich bestimmte Kiessorten bei Nässe nicht mit dem verwendeten Zement vertragen. Dann bekommt der Beton Risse und Beulen, wodurch die Betondecke zersetzt wird.
    Das muss man eben beim Bau einer Straße beachten, dann halten Betondecken auch bis zu 30 Jahre.

    Ich schweife aber schon wieder von meinem eigentlichen Thema ab.
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    Auf dem Weg nach Hause kann ich eine Route fahren, die an einem der besten Bratwurststände Thüringens führt.
    Das ist am Bahnhof Heldrungen. Wenn es möglich ist und ich einen kleinen Hunger habe, ist der Stopp dort ein MUSS. Auch gestern wollte ich dort eine Pause einlegen.
    Doch diesmal fuhr ich nicht die neu gebaute Umgehung, sondern durch die jetzt sehr ruhige Ortschaft.
    Bei genügend Zeit und bestem Wetter,  fiel mir eine touristische Wegweisung zur Wasserburg auf.
    Mein Interesse war sofort geweckt. Zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich in Thüringen schon lange nicht mehr auf dem Laufenden bin.
    Ich entdeckte die Festung Heldrungen in einem verdammt guten Zustand.
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    "Die Festung  Heldrungen ist  eine  Festung  mit  zwei  Wassergräben,  vier  Vaubanschen  Bastionen  und fünf Rondellen und befindet sich in der thüringischen Stadt Heldrungen am Südrand der Goldenen  Aue südöstlich von Bad Frankenhausen.
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    Der Kern der Festung zeigt sich als bastioniertes  Schloss von 1519, während die umgebenden Wälle und die Bastionen
     von 1668 stammen. Das Haupttor der Festung wird wiederum von zwei mächtigen Rundtürmen flankiert." http://de.wikipedia.org/wiki/Festung_Heldrungen
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    Ich war völlig überrascht eine solch schöne Wasserburg am Rande Thüringens zu sehen. Im Inneren findet man ein Schloss, welches als Jugendherberge fungiert. Ein Burg Café rundet das Bild ab. Wer in die Nähe von Heldrungen kommt, sollte sich diese Sehenswürdigkeit nicht entgehen lassen.
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    Ach ja, die Bratwurst am Bahnhof Heldrungen nicht vergessen! 

     

  • Am Donnerstag ...

    ... wollten wir endlich Christian Friedrich von Kalebuz in Kampehl (Mark Brandenburg) einen Besuch abstatten. Wir wussten ja, dass man mit den Leuten aus Brandenburg nicht gut Kirschen essen kann. Das Preußische sitzt noch relativ fest in den Köpfen.
    Die Mumie des Ritters liegt in einer Gruft der Dorfkirche. Der gute Mann ist schon mehr als 300 Jahre alt. Also eine ehrwürdige Erscheinung.
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    Da wir gut erzogene und liebe Jungs sind, fanden wir uns schon gegen halb Elf an der Kirche ein. Die Gruft wurde jedoch erst um 11 Uhr geöffnet. Eine preußische Tante erschien und ließ sich von meinem Kollegen nach langen Bitten erweichen, die Gruft schon 10 Minuten früher zu öffnen.
    Bis dahin waren es aber immer noch 20 Minuten. Gegenüber befand sich eine Töpferei mit Café. Kurzer Blick in die Augen und schon waren wir dort abgetaucht. Bestellen, Kaffee trinken und bezahlen dauerte eben 25 Minuten.
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    Im Anschluss gingen wir im Stechschritt zur Dorfkirche. Ich machte die Tür zur Gruft auf und sah folgendes Bild: Der Raum war ca. 3 Meter tief und 2,5 Meter breit. In der Mitte der Sarg mit dem Ritter Kalebutz. Links und rechts vom Sarg standen jeweils 3 aufmerksame Besucher. Hinter dem Kopf stand die Preußendame, Hände vor dem Schritt gefaltet, sehr aufrecht und mit wichtiger Mine. Als sie mich sah, veränderte sich ihre Mine zu einer hässlichen Fratze, mit der sie mich anblaffte.
    "Tür zu! Jetzt müsst ihr warten!"
    Der Ton stand dem eines Rukrutenschänders in nichts nach. Ich zog befehlsgemäß die Tür zu. Nun hatten wir auch keine Lust mehr, dem armen Ritter Kalebutz unsere Aufwartung zu machen. Schade aber auch!
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    Wir fuhren im Preußenland weiter nach Rhinow/OT Stölln. Dort soll der älteste Flugplatz der Welt sein, auf dem der ehrwürdige Otto Lilienthal seine Flugversuche unternahm und dort tödlich verunglückte. Der ganze Ort lebt dort vom Vermächtnis des tollkühnen Flugpioniers.
    Tatsächlich steht dort mitten in der Wallachei, auf einer Anhöhe eine ausgediente IL 62 der Interflug. Das Umfeld hat man sehr schick aufgepäppelt und ist jetzt gerade dabei das Ländle für die BuGa 2015 zu frisieren. Überall Baustellen, wohin man auch kommt.
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    In der IL 62 wartet ein engagierter junger Mann auf Besucher, denen er sein umfangreiches Wissen über die IL 62 und seiner Geschichte vermitteln möchte. Das hat er auch ganz hervorragend gemacht.
    Wir sahen einen Film über die Landung der Maschine auf der Wiese, mit einer Rollfläche von knapp 800 Meter. Normalerweise braucht solch eine Maschine 2500 Meter Rollbahn zum Landen. Wir waren jedenfalls völlig beeindruckt von der Leistung der letzten Flugmanschaft. Und ich war beeindruckt von der Leistung meines Kollegen, der diese  wichtigen und äußerst interessanten Orte recherchierte und mich dort hin mitgenommen hat.
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    Das konnte unser Besuch am Sonntag beim Weimarer Zwiebelmarkt auch nicht toppen.
    Dort war alles wie immer.
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    Man trifft Leute die man schon lange nicht mehr gesehen hat, bekommt dort die Filzlatschen die es nur dort gibt,
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    kauft Kreisel für die Seele und Gestecke zur Dekoration und haut sich den Bauch mit Leckereien und mittelmäßigen Wein voll.
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  • Nach den schönen Urlaubstagen ...

    ... an der Mosel, mit dem wunderschönen Wetter und dem leichten, gut schmeckenden Wein, hat mich die Wirklichkeit wieder eingeholt.

    Die Altmark im Herbst, mit den riesigen, abgeernteten Feldern und den weiten Wäldern, der Elbe und der Havel mit den grünen Auen haben mich wieder.
    Hier wird der Herbst zelebriert.  
    Die Sonne steht schon tief und sticht beim fahren in die Augen, oder sie dringt durch den dichten Morgennebel, schwängert die Luft mit Feuchtigkeit, die sich dann als Tau auf die Gräser legt und ins Nichts verschwindet.
    Es ist eine eigenartige Stimmung.
    Manchmal gaukelt uns das Wetter den Sommer vor, um sich dann spontan einzutrüben und kaltes Nass über uns auszuschütten.
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    Das satte Grün der Nadelbäume steht im Kontrast zu den farbigen Laub an Bäumen und Büschen. Der Wind wiegt die Blätter bis sie fallen und krachend hüpfen die Nüsse über den Asphalt.
    Im Dunkeln hat es etwas Gespenstisches. Halloween läßt grüßen.
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    Erntedankfeste in vielen Nestern und mit bunten Früchten geschmückte Höfe, zeigen auf die Zeit der langen Dunkelheit.
    Auch die Zugvögel bemerken die fortgeschrittene Zeit.

    Am Dienstagabend traf ich mich mit einen Blogfreund aus Gardelegen zum Abendessen.
    Das Cafe am Marktplatz machte schon um 21 Uhr zu. Kein Wunder, denn die Bürgersteige wurden schon gegen 18 Uhr hoch geklappt.
    Trotzdem hatten wir einige gute Stunden. Als wir dann das Lokal verließen, wurde sofort hinter uns abgeschlossen. Bis zu seiner Wohnung und meinem Hotel war es nicht weit. Wir rauchten noch und schwatzten am Markt. Dann begann es zu regnen. Zurück ins Lokal konnten wir nicht, also traten wir die Flucht nach vorn an.
    Auf dem kurzen Weg waren wir völlig durchgeweicht. Mein Jacket triefte und sieht jetzt ewas laprig aus.
    Heute am Mittwoch war das Wetter wieder gnädig mit uns. Bis zum Nachmittag durfte die Sonne ihr sonderbares Licht spenden, um dann von Wolken blockiert zu werden. Gegen 16 Uhr machte der Himmel die Schleußen auf, die Wärme wurde verscheucht und die Kälte kroch langsam durch die Hose zur Brust.
    Eine herrliche Hochzeitssuppe und Pfifferlinge in Sahnesoße sind das beste Mittel dagegen.
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    Mehr habe ich heute nicht zu sagen. Gute Nacht! 

  • Herbsturlaub an der Mosel - Sonnntag

    Eigentlich wollten wir schon am Samstag fahren. Doch am Freitag hatte ich zu viel Stress um die Vorbereitung in Ruhe abzuschließen. Wir entschlossen uns den Samstag langsam anzugehen und erst am Sonntag zu fahren. Urlaub mit Hektik anzufangen, wäre auch nicht gut. So konnten wir doch noch  zum samstäglichen Frühstück auf den Domplatz fahren, meiner heimkehrenden Nachbarin ein paar frische Eier, Brötchen und Blümchen hinstellen und mit ausgeglichener Seele den Urlaub beginnen. Am späten Nachmittag gingen wir in die Stadt um eine Brotzeit im Augustiner zu nehmen und noch eine Runde über das Oktoberfest zu ziehen. Nichts Neues in Erfurt.

    Am Abend erzählte meine Frau etwas von … mit dem Auto an den Fluss und dann von dort aus radeln.

    Sonntagmorgen belud ich das Auto mit den Rädern und dem Gepäck. Nach einem spärlichen Frühstück fuhren wir Richtung Koblenz. Auf dem Weg dorthin fragte ich noch mal nach, wegen der Bemerkung am Abend. Sie würde es besser finden, wenn wir mit dem Auto nach Saarbrücken fahren, dort mit dem Rad die Flusslandschaft erkunden und dann wieder ein paar Meilen weiter flussabwärts unter kämen. 

    Verdammt … das hat ja nun gar nichts oder wenig mit unserer traditionellen Radtour zu tun. Planmäßig wollten wir mit dem Auto nach Koblenz. Dort das Fahrzeug abstellen und weiter mit der Bahn nach Saarbrücken. Von dort dann mit dem Rad noch ca. 30 km nach Dillingen. Ein Quartier würden wir schon bekommen. Im Grunde war ich einverstanden. Dadurch können wir flexibel sein wenn das Wetter umschlägt. Und sind in allen Belangen frei.

    Dem Navi wurde das neue Ziel Dillingen angewiesen. Unterwegs hielten wir in Frankfurt Hoechst an der alten Zollwache zum Mittagessen. Grüne Soße und Handkäs mit Musik.

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    Der Apfelwein dazu war herrlich und die Sonne am Main konnte nicht besser scheinen.

    Im Saarland angekommen wollte ich bei Neunkirchen keine Autobahn mehr fahren. Dieses langweilige Fahren machte mich müde. Also runter von der BAB durch Neunkirchen, vorbei an stillgelegte Hochöfen und Spitzbunker nach Dillingen. Dort sahen wir uns die Hotels an der Bundesstraßen an und wollten dort nicht bleiben. In Schwemlingen kamen wir an einen Hotel aus den siebziger Jahren an. Eine knöchrige Frau erzählte uns, dass sie keine Zimmer frei hätten, weil am Montag viele Monteure kämen. Nun ja, so richtig wollten wir ja auch nicht dort bleiben. Ich hatte sofort das Märchen der Gebrüder Grimm im Kopf. (Hänsel und Gretel und die langen, dürren Finger der Hexe)
    Wir fuhren weiter. Immer entlang der Saar bis nach Mettlach. Dort fanden wir ein Hotel nahe der Saar.
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    Das Zimmer wurde vorgeführt (in den alten Bundesländern sollte man sich die Zimmer anschauen, um keine böse Überraschung zu erleben) und von Frau als brauchbar eingestuft. Kurz frisch gemacht meldeten wir uns ordnungsgemäß an, dann wollten wir den Ort erkunden. Kurze Ernüchterung wegen der unspektakulären, kleinen  Ortschaft.

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    Im Biergarten des Hotels Saarblick bekamen wir ein gutes Abendessen (Risotto mit mediterranem Gemüse, echt gut!) und einen "Elbling". Das ist ein Weißwein von mittlerer Güte aus dem Saarland.
    Abends wird es schon empfindlich kalt. Gerade wenn am Tag die Sonne so herrlich scheint. Dann zieht die aufkommende Kälte vom Fluss noch brutaler an den Gliedern hoch. Aber mit einem Gutenachtdrink lässt es sich gut einschlafen.

  • Ich melde mich mal ab ...

    ... das Wetter ist ideal um eine Runde Rad zu fahren und ein paar Glasl Wein zu schlürfen.
    Unser Ziel ist die Saar und die Mosel. Aber das hatten wir schon mal. ;)

    http://mreddy.blog.de/2013/05/26/mosel-radweg-planung-16058550/

    http://mreddy.blog.de/2013/09/15/saar-mosel-radweg-2-anlauf-16400894/

    Und für Brother: Ja Bruder, ich mach mal wieder Urlaub! :))

  • Ein Schloss für Jedermann ...

    Schon die Überschrift ist die Unwahrheit. Aber alles was jetzt kommt ist wahr!
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    Auf meiner Schlender-Reise von Jessen an der Elster über Lutherstadt Wittenberg nach Burg im Jerichower Land (ich habe dem Navi-Maderl die Benutzung von Autobahnen untersagt), fuhr der olle Opel, entlang der B 107 über Wiesenburg. Ein Nest mit ca. 5000 Seelen im Fläming, mit einem Schlösschen.
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    Ich muss mir ja immer mal die Beine vertreten und die Opelluft mit frischer Landluft eintauschen. Hätte ja auch gern mal eine gute Zigarre an einem Café gepafft, aber die Sonne hat es heute nicht auf mehr als 15 Grad geschafft. Doch jetzt sollte ich erst mal eine Peilung des Ortes mittels Wiki einfügen:
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    "
    Wiesenburg/Mark ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Wiesenburg liegt im südwestlichen Teil des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Es grenzt im Norden an das Amt Ziesar, im Nordosten und Osten an die amtsfreie Stadt Bad Belzig, im Südosten an das Amt Niemegk und im Süden und Westen an das Bundesland Sachsen-Anhalt. Das Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Hoher Fläming."
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    Das soll reichen.
    Das Schlösschen hat jedenfalls meine Neugier geweckt und als ich las, dass man dort für ein Trinkgeld wohnen kann, war ich noch mehr neugierig. Mal ehrlich, mir würde es schon gefallen in einem solchen Schlösschen zu leben. Wenn es nicht gerade in dieser Pampa wäre.
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    Hier kann man mal nach den Preisen sehen: http://www.schloss-wiesenburg.de/schloss/verkauf/preise/
    Ich finde es nicht überteuert.
    Es gibt auch einen schönen Schloßpark. Sehr gut gepflegt, ein Kleinod der Gemeinde.
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    Mir hat es gut gefallen. Wenn man könnte, würde ich es abbauen und auf dem Domplatz zu Erfurt errichten. Das ist natürlich Blödsinn. Wohin dann mit dem Markt? 

     

  • Es ist wie immer ...

    ... Samstags stehen wir meist erst gegen 9 Uhr auf. Eine halbe Stunde später fahren wir zum Markt. Ich hätte ja schon in der Tiefgarage merken müssen dass irgendetwas im Busch ist. Beim Einfahren ins Parkdeck leuchtete die Ampel noch grün, aber ich bekam keinen Platz mehr. Nun dann stelle ich mich eben dort hin, wo es sich die meisten Menschen nicht trauen.  Als wir an das Tageslicht kamen, sahen wir auch schon den vollen Domplatz. Es war mal wieder Cerealienmarkt.
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    An diesen Tagen verkaufen die Erfurter Gärtner alles, was sie bis dahin nicht los bekommen haben. Ab 7 Uhr stehen sie sich die Beine in den Bauch und eine EGA-Blumenkönigin zerren sie auch auf den Domplatz. Für uns heißt solch Spektakel, immer schön langsam hinter den älteren Leuten her trotteln, oft stehen bleiben, weil die Wege verstopft sind.
    Am Bäcker stehen zu viele Leute an. Meist stehen sie ohne zu denken dort in der Schlange und wenn sie dann angesprochen werden, wissen sie nicht mehr was sie wollen. Aber genug genölt!
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    Auf dem Weg zum Bäckerstammplatz müssen wir am Nachbarcafe vorbei. Dort sitzt oft eine gute Bekannte aus vergangenen Tagen im alternativen Outfit, mit ihrem neuen grünen Freund. Über seine zerknitterten Hosen, dem verzerrten Hemd und dem ausgewaschenen Schlapphut  lächel ich hinweg und antwortete auf die lakonisch gestellte Fragen: "Ihr seid heute aber spät dran!" ... das ich, in meiner Faulheit, erst spät aus dem Bett kam. Ein bisschen Rumgeplänkel, dann ziehen wir weiter zu unserem Stammplatz am runden Tisch, vor dem Schaufenster der Bäckerei.
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    Doch der Platz ist schon besetzt! Dort sitzt ein zufrieden grinsender junger Mann mit einem Eis in der Hand. Genervt setzten wir uns an einem anderen Tisch. Wohl wissend, dass am Nachbartisch gleich die pensionierten Handwerker Platz nehmen werden. Die Herren sind immer gut drauf. Sie werten relativ laut die Tagesgeschehnisse bei einer Tasse Kaffee aus.
    Der junge Mann an unseren Stammtisch bekommt Besuch von Frau und Kind und einer weiteren Frau mit Kinderwagen.
    Wir ergeben uns in das Schicksal, richten uns am Tisch häuslich ein. Der Strauß den wir beim alten Blumenhändler kauften, wird auf dem Tisch gelegt.
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    Zum Frühstück bringen wir ein Piccolo mit, weil die Bäckerei schon seit einigen Wochen so etwas nicht mehr vorrätig hat. Aber die Gläser stellen sie für uns bereit.
    Nun können wir doch noch in Ruhe unser Frühstück zelebrieren. Reden brauchen wir nicht. Um uns herum passiert ständig etwas.
    Meist finden sich immer die gleichen Leute zu gleicher Zeit dort ein.
    Der ältere Mann mit dem vorstehenden Bauch, Umhängetasche und Stoffhut, der stets grinsend durch die Welt geht, holt sich einen Kaffeepott, verschüttet meist den Kaffee beim Platz nehmen, setzt sich immer ganz nah zu den pensionierten Handwerkern und hört andächtig zu. Nach 15 Minuten ist der Rest des Kaffees getrunken, er steht auf, grüßt in die Runde und schlendert weiter.

    Oder der Betreiber vom Speicher in der Waagegasse. Er sitzt am Samstagvormittag immer am benachbarten Café, trinkt seine braune Brühe, raucht  eine nach der anderen, liest Zeitung oder unterhält sich angeregt. Dabei sieht er immer aus als wäre er gerade aufgestanden. Zerzaustes graues Haar, Baumwollhemd, die Hose sieht aus als wenn er sie im Bett angelassen hätte, Stoffschuhe ohne Socken.
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    Treffen sich unsere Blicke, kommt ein kurzes, grinsendes Nicken und ich denke dann, er kann meine Gedanken lesen. Ein kleiner älterer Mann mit Anzug und Melone geht auf ihn zu. Sie schwatzen miteinander wie alte Freunde. Die Melone ist putzig. Erinnert mich an Pan Tau. Dann kommt ein Nachbar von uns auf dem Plan. Wir sind froh dass er allein ist. Seine Frau ist übermäßig schwatzhaft und würde uns völlig aus dem Gedanken reißen. Als er kommt wird unser Stammtisch frei. Dort nimmt er Platz und schaut zu uns herüber. Wartet wohl auf seine Frau. Wir wollen aufbrechen um dem Wortschwall zu entgehen.
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    Plötzlich steht ein älteres Paar lächelnd vor uns. Wir brauchen erst ein paar Momente, dann kommt auch bei uns ein Lächeln auf. Ehemalige Nachbarn aus den 80ern. Lange nicht mehr gesehen. Jetzt waren wir bereit zu schwatzen.
    Sie wohnen noch immer dort, erkundigten sich nach meinen Eltern, schwatzen drauf los als wenn wir immer noch Nachbarn wären. Sehr angenehm.
    Wieder schlenderten wir über den Markt. Jetzt war der Bäcker mit den herrlichen Brötchen nicht mehr so sehr belagert. Ich füllte also die Bestände auf und dann suchten wir unser Auto in der Tiefgarage.
    Alles wie immer ...

  • Die Zeit für die Weinlese ...

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    .
    .. im Spätsommer ist manchmal auch die Zeit für Veränderungen.
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     Sprüche sind eben nicht mein Ding, auch wenn ich gern solche zitiere. Ich werde ja doch nicht mehr erwachsen, muss mich aber dennoch damit abfinden das sich mein Umfeld verändert.
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    Ich wollte mich heute für eine jahrenlange, tolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken und wurde selbst überrascht.

  • Süßer See und noch ein paar ...

    ...andere Eindrücke.
    Ich wollte schon immer eine Radtour um den süßen See bei Aseleben machen.
    Am Dienstag hatte ich endlich die Möglichkeit.
    Manche Leute kucken natürlich nicht schlecht, wenn ich aus dem Auto ein Rad ziehe, es zusammen setze und aus dem Bürooutfitt auf dem Parkplatz in die Radlerkluft schlüpfe. Wenn dann die Wandlung vollzogen ist, fällt nichts mehr auf. ;)
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    Der Süße See. Ein paar einleitende Worte von Wiki dazu:
    Der Süße See ist ein See im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Er wird durch die Böse Sieben gespeist und fließt bei Seeburg in die Salza ab. Der Süße See ist seit dem Trockenlegen des Salzigen Sees Ende des 19. Jahrhunderts, von dem nur Kerner- und Bindersee verblieben, das größte natürliche Standgewässer im Landkreis Mansfeld-Südharz. Anders als der Name angibt, ist das Seewasser wie bei den anderen noch bestehenden oder trockengelegten Mansfelder Seen salzig.
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    Ich hatte mich auf einen schönen langen Radweg gefreut. Schön war er schon. Aber kurz.  Kaum 13 Kilometer.
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    Aber dafür war der Sonnenuntergang traumhaft. Ganz zu schweigen vom Apfelstrudel und einer wunderbaren Fischsuppe. 
    Und dann gibt es noch die technischen Denkmale.
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    Wunderwerke der Technik. Lokomobufta wie aus einem Stück gefeilt.
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    Herrlich! Genau so wie dieses Bild von Wochenende.
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  • Rund um den Geiseltalsee

    Zur Zeit bin ich relativ viel mit dem Auto unterwegs.
    Das heißt Stunden im Auto sitzen und kaum Bewegung.
    Und wenn ich dann angekommen bin, sitze ich in Büros, rede, höre zu, trinke Kaffee und bewege mich wieder kaum.
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    Im Hotel sitze ich am Schreibtisch und schreibe Protokolle, Angebote, beantworte die Korrespondenz und blogge auch mal.
    Abendessen im Restaurant und fernsehen im Bett. Dann bricht der Bewegungsdrang durch.
    Jetzt habe ich im Auto mein Rad stehen. Eine Satteltasche mit Schuhe und Klamotten.
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    In der letzten Woche hatte ich das Glück bei Merseburg den Geiseltalradweg fahren zu können. Gleich an 2 Tagen in Folge.
    Auf dem Rad fühle ich mich zu Hause, wo auch immer. Ich kann abschalten und die Natur genießen. 
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    Wiki sagt: "Der Geiseltalsee ist ein Tagebaurestsee im südlichen Sachsen-Anhalt. Der See entstand im Zuge von Rekultivierungsmaßnahmen im früheren Braunkohleabbaugebiet Geiseltal nordöstlich von Mücheln.
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    Er ist mit fast 19 Quadratkilometern der größte künstliche See in Deutschland, gehört zu den zehn wasserreichsten Seen in Deutschland und ist das größte Gewässer im Sächsischen Seenland. Zusammen mit weiteren südöstlich gelegenen Seen (Runstedter See, Südfeldsee und dem wesentlich kleineren Hassesee bei Roßbach) bildet er den Geiseltaler Seenkomplex."
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    Herrliches Wetter und immer ein geselligen Radler am Tisch. Der Radweg geht immer am See entlang. Manchmal muss man einen Berg steigen, der dann auch noch als Weinberg ausgebaut wurde.
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    Die nach Abbau der Braunkohle verbliebenen riesigen Tagebaurestlöcher führten schon zu DDR-Zeiten zu Überlegungen zur weiteren Nutzung, wobei jedoch zunächst nur an einen großen Wasserspeicher gedacht war.  Nach der Wiedervereinigung richteten sich die Planungen seit 1991 auf die Sanierung mit dem Ziel, unter dem Namen Geiseltaler Seenkomplex ein überregionales Erholungs- und Freizeitgebiet zu schaffen. Der Tagebaubetrieb wurde am 30. Juni 1993 eingestellt, nachdem insgesamt 1,4 Milliarden Tonnen Braunkohle abgebaut und ebenso viel Abraum bewegt wurde. Durch den Abbau entstand ein knapp 80 m tiefes Tagebaurestloch von rund 2.600 Hektar Fläche. 
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    Die Flutung mit Saalewasser begann nach umfangreichen Erd- und Sanierungsarbeiten am 30. Juni 2003 und wurde 2011 abgeschlossen. Ende August 2008 erfolgte der Zusammenlauf aller Teilseen zu einer geschlossenen Wasserfläche beim Stand von 90,3 m ü. NHN. Der Pegel stieg bis zum Volllauf täglich um einen Zentimeter. 
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    Die geplanten Wald- und Erholungsflächen sollen etwa 800 Hektar betragen. Auf rund 30 Hektar der sanft abfallenden Uferflächen im Norden wurde ein Weinbaugebiet angelegt. Am 29. April 2011 erreichte der Geiseltalsee seinen höchsten Pegelstand von 98,05 m ü. NHN, das Auslaufbauwerk Frankleben übernahm seine Funktion als Pegelregulierer. Es ist vorgesehen, dass noch mindestens 20 Jahre lang Fremdwasser zugeführt wird, weil der bergbaulich zerklüftete Untergrund Versickerungsverluste verursacht.
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    Ca. 28 km reines Vergnügen. 

  • Die Höhlenwohnungen von Langendorf ...

    ... wollte ich schon lange mal besichtigen. Zweimal war ich schon dort und musste immer wieder abziehen, weil sie verschlossen waren.
    Am Mittwoch hatte ich Glück. Es war eine Reisegruppe Rentner dort, die eine Führung bekamen.
    Wie zufällig rutschte ich da mit rein. Ein Mitsiebziger und seine Frau führte die blubbernden Rentner durch die Höhlen und erklärte wortreich, mit viel Engagement, dies Geschichte der Höhlenbewohner.
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    Übrigens ... Langendorf liegt bei Halberstadt, nur so zur Orientierung.
    Ich habe hier die Geschichte der Höhlen in den Eintrag rein kopiert und eigene Bilder eingefügt.
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    "1856 herrschte eine große Wohnungsnot in Langenstein. Junge Familien mit Kindern, für die der Platz in den kleinen Elternhäusern nicht mehr reichte und Arbeiter des Gutes, die aus dem Raum Goslar kamen, brauchten dringend Wohnraum. Der Dorfschulze Hinze schrieb an den Königlichen Landrat Baron von Gustedt nach Dardesheim. Er bat um Hilfe beim Bau von Wohnungen.
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    12 Familien suchten verzweifelt eine Unterkunft. Der Landrat schrieb zurück: "Die Gemeinde muss sich selber helfen!". Der pfiffige Gemeinderat dachte bestimmt an die Wohnhöhlen auf der Altenburg, als er den genialen Beschluss fasste, auf dem Schäferberg, unter dem Windmühlenkopf, Höhlenwohnungen aus dem Sandstein schlagen zu lassen. Für 8 Groschen wurde den Wohnungssuchenden der Bauplatz, d.h. ein Stück Felsenwand, verkauft.
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    Die einzigen Baumaterialen die benötigt wurden, waren eine Tür und ein Fenster. Je nach Fleiß der Bauleute waren die Wohnungen nach zwei bis fünf Monaten einzugsbereit. Die Höhlen hatten alle etwa den gleichen Grundriss. Der stehen gebliebene Fels bildete die Trennwände zwischen den einzelnen Räumen. Licht und Luft gelangten durch die Tür und das Fenster in die Wohnungen. Die hinteren Räume waren dunkel. Ein Spalt über der Tür und der Rauchabzug über dem gemauerten Herd ließen die Luft leicht zirkulieren und verhinderten feuchte Wände und Schimmelbildung. Über der Höhlendecke aus Sandsteinfelsen wuchs Gras. Man konnte häufig Ziegen und Schafe dort weiden sehen. Deshalb kam auch der Spruch in Umlauf:

    "In Langenstein, in Langenstein, da schieten de Schaape in Schornstien rein!"
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    Auch Kinder spielten gern zwischen den Schornsteinen auf dem "Hausdach". Dabei ärgerten sie so manches Mal die Hausfrau und warfen kleine Steinchen oder Grashalme in den Schornstein, die dann unweigerlich im Kochtopf landeten. Die Jugendlichen machten derbere Späße. Sie deckten den Schornstein mit einem Brett oder einem Stück Blech ab, um den Rauchabzug zu verhindern. Die Folge war immer, der Rauch trieb die Bewohner ins Freie und die weglaufenden Jugendlichen hatten ihren Spaß. Anfang 1900, aber auch schon vorher, wurden die Höhlen nach und nach verlassen. Man baute sich kleine Häuser vor die Höhlen und benutzte diese dann als Stallungen und Vorratsräume. In den Kriegsjahren wurden die Räume einzeln an Schäferbergbewohner verpachtet, da es bei dem felsigen Grund nur wenig Keller gab. Fortan lagerten Kartoffeln, Rüben, Brennstoffe und vieles andere mehr in den ehemaligen Höhlenwohnungen. Nach 1990 wurden die Keller nicht mehr gebraucht. Siegfried Schwalbe hatte sofort seine Hand drauf und veranlasste, dass durch ABM-Kräfte in drei ehemaligen Höhlenwohnungen neue Fenster und Türen eingesetzt wurden und im Inneren annähernd der Originalzustand hergestellt wurde. Film und Fernsehen haben inzwischen oftmals hier gedreht und die Höhlen bekannt gemacht. Jährlich kommen viele hundert Besucher, um sich die Behausungen der letzten Troglodyten Deutschlands anzusehen."

  • Frische Farbe für ...

    ... unansehliche Häuser.
    In einem Eintrag habe ich Hausfronten von Erfurter Gebäuden gezeigt. Mir gefallen die Bilder, welche triste Häuser ein wenig Charakter geben. Ich würde mir wünschen, das Wohnungsgesellschaften und Eigentümer solche Stadtgestaltung aktiv unterstützen.
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    Gestern hatte ich die Möglichkeit in Halle/Saale, in einem herunter gekommenen Stadtviertel ein Projekt zu bestaunen, welches für mich einziartig ist. Als ich die Fotos gemacht habe, waren die Künstler noch am Werk. Wenn man genau hinschaut, sind die Graffitis auf dem Gerüst oder Hubkran zu erkennen.
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    Aus der MZ habe ich folgenden Artikel dazu sinngemäß übernommen: http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/freiraum-galerie-in-halle-graffiti-kunst-lockt-15-000-besucher-an,20640778,21994596.html
    "Weil die Stadtplanung versagt hat, bekam die Kunst einen Raum: Freiimfelde, das Viertel mit viel Leerstand zwischen Güterbahnhof und Freiimfelder Straße, ist im vergangenen Jahr zur Freiraumgalerie geworden. An 25 zumeist leeren Häusern sind vor allem während des All-You-Can-Paint-Festivals im September vergangenen Jahres erstaunliche Fassaden entstanden – eine zumindest in Deutschland einmalige Aktion.
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    Jetzt haben die Organisatoren eine umfangreiche Bilanz vorgelegt. Mehr als 100 ehrenamtliche Helfer machten mit, auch Kinder aus Freiimfelde waren beteiligt. Rund 15 000 Schaulustige hat das Sprayer-Spektakel nach Freiimfelde gelockt. Laut einer Befragung, durchgeführt von den Projektinitiatoren in der halleschen Innenstadt, habe die Freiraumgalerie einen Ansatz zur Identitätsbildung mit dem Freiimfelde-Viertel gebracht. Nicht mehr und nicht weniger. Befragt nach dem, was sie mit dem Viertel verbinden würde, antworteten die meisten zwar mit „nichts“. Doch bei den 26- bis 40-Jährigen wird die Freiraumgalerie immerhin annähernd gleich oft genannt.
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    Die meisten spüren aber eine Belebung des Viertels
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    Vor Ort in Freiimfelde habe keiner der Anwohner die Galerie abgelehnt, auch wenn sie nicht bei allen auf totale Begeisterung gestoßen sei. Die meisten spüren aber eine Belebung des Viertels. Diese wird vor allem an Besuchern, auch an Fototouristen festgemacht.
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    Im Vorfeld der Aktion hatte es bei einigen Anwohnern jedoch erhebliche Bedenken gegeben. Dahinter steckte die Angst vor illegalem Graffiti infolge der Kunstaktion. „Nach dem Festival ist die allgemeine Zufriedenheit mit der Freiraumgalerie aber groß. Das der Ruf des Viertels ruiniert werde könne, habe sich nicht erwiesen. Auch illegale Schmierer wurde nicht angezogen“, heißt es im Abschlussbericht. Zwar gebe es vereinzelte negative Kommentare zu den Bildern. Doch die Gesamterscheinung werde von allen Bevölkerungsschichten gewürdigt: „Niemand wünscht sich den alten Zustand zurück.“ Beschwerden habe es während zweier nächtlicher Straßenfeste gegeben.
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    Wie es weitergeht in Freiimfelde, ist unklar. Das hängt vor allem vom Geld ab. Es werden weiter Gestaltungs- und Ideenkonzepte erstellt, durch die das Viertel zu einem besonderen Ort der Kultur und der Nachbarschaft wachsen kann."
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  • Waldhaus Erfurt ade ...

    ... das wird den aufmerksamen Leser in meinem Blog sicher wundern.
    Wir sind seit 1992 sehr gern in den Steigerwald gefahren um im Waldhaus lauschige Stunden zu verbringen. Der Biergarten unter den Kastanien ist im Sommer immer 5 Grad kühler als in der Stadt. Wenn wir mit dem Rad direkt dort hin fuhren mussten wir 7 Kilometer meist ansteigend fahren. Aber oft fuhren wir einen Weg von 30 bis 50 Kilometer  und zum Teil bis zu 12 % Steigung.
    Schon deshalb hat das Bier im Waldhaus immer gut geschmeckt. Die Pizza aus dem Steinofen war auch immer ein Traum.
    Im Grunde kann man sagen, das unsere Tochter an den Wochenenden dort aufgewachsen ist. Jedenfalls im Sommer. Seit einiger Zeit lässt die Qualität des Bieres dort nach. Man muss wissen, dass das  Waldhaus eine eigene Brauererei betreibt und bisher bestes Bier angeboten hat. Die Qualität der Pizzas, die Sauberkeit und die Freundlichkeit der Bedienung hat schon lange nachgelassen.
    Nun schmeckt das Bier auch nur noch, wie ein Flaschenbier. Das haben wir schon seit Wochen beobachtet. Gestern nun probierten wir noch mal bei ´besten Wetter  das Bier.
    Jetzt werden wir nicht so bald mehr dahin fahren.
    Schade aber auch.

    Am Samstag Abend haben wir dann am Benediktplatz einen Wein getrunken und gut gegessen. Dort kann man gut sehen und gesehen werden.
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    Den Brezelritter findet man dort immer.
    Am Kreuzsand fand eine Lampionparty statt. Dort haben wir uns sehr wohl gefühlt. 
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    In der Nacht ist Erfurt noch schöner als am Tag.
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    Am Sonntag waren wir in Höhnstedt. Zum Winzerfest.
    Das ist zwischen Eisleben und Halle, am Süßen See. Lischen wird wissen was ich meine. 
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    Dort haben wir auch die Zeit  vergessen.
    Schöne Athmosphäre, man konnte dort gut sitzen und alles vergessen. 
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    Er war ein schöner Sonntag.
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  • 36 Kalenderwochen ...

    ... haben wir in 2014 schon hinter uns gebracht. Die Woche hat in Dessau angefangen. Dort lebt ein Mann mit dem ich ab 1982 zusammen studiert habe. Im Frühjahr 2014 hat er bei mir angerufen, um mal zu hören wie es so geht. Ich war glatt geplättet und hab mich sehr gefreut.
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    Am Montag dann hatte ich Zeit ihn zu besuchen.  Beinah hätte ich ihn nicht wieder erkannt. 30 Jahre sind eben eine lange Zeit, die ihre Spuren hinterläßt. Dennoch haben wir uns viel zu erzählen gehabt, denn wir haben damals so manchen Blödsinn verzapft.
    In letzter Zeit häuft es sich, das sich Weggefährten von damals melden und wieder Kontakt suchen.
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    Wenn man  den Medien folgt, hört und ließt man von Personalmangel im öffentlichen Dienst.
    Lehrer, Polizisten und Ämter sind chronisch unterbesetzt. Ich glaube aber, die flunkern uns etwas vor. Jedenfalls haben sie genug Polizisten die sich mir in den Weg stellen.
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    Wer Zeit und Muße hat, sollte Pilze suchen gehen. Sie wachsen zur Zeit fast in jeder Ecke.
    Auch kann ich mich ständig weiter bilden. Ich weiß jetzt, wo der Kakau her kommt.
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    Jedenfalls liegt dieser Ort ganz in der Nähe des Wörlitzer Parkes.
    Das ist eine herrliche Gartenanlage, die auch als UNESCO-Welterbe gelistet ist.
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    Dort war ich im Grunde schon oft, hatte jedoch nie die Zeit den Park in Ruhe anzuschauen. Man braucht mindestens 2 Stunden, um alles zu sehen. Besser man nimmt sich einen ganzen Tag dafür Zeit.
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    Es hatte in der Nacht vom Montag zum Dienstag Strippen geregnet, so das ich am Ende meiner Tour durch den Park völlig zermatschte Schuhe hatte und die Hose konnte ich getrost in die Ecke stellen. Merke: Ziehe Dir Wanderschuhe an und Hosen die Schmutz abkönnen. 
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    Manche Brücke dort ist gewöhnungsbedürftig. Sie schwanken erheblich oder schwimmen wie eine Pontonbrücke, was einige weibliche Besucher zu spitzen Schreien verleiten kann.

    In der Mitte der Woche verlegte ich meine Aktivitäten in den Raum Halle.
    An der Saale gibt es so manch lauschigen Platz, wo man es gut aushalten kann.
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    Dazu gehört auch die Peißnitzinsel, die von der schiffbaren Saale (oder auch Stromsaale) und der Wilden Saale, einem breiten Seitenarm, umflossen wird. Ihre Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 2,5 km.
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    Dort kann man gut mit Kanus paddeln, Rad fahren oder sonst irgendwie rumhängen. Dort gibt es auch das Peißnitzhaus, welches in einem jämmerlichen Zustand ist. Im Grunde könnte man dort eine Ausflugsgaststätte errichten, ähnlich wie in Erfurt das Waldhaus oder Walkasino.
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    Am Haus findet man Baracken in denen Gastronomie betrieben wird. Gut besucht und angenommen von den Leuten. Abends überkommt einem sogar ein Hauch von Romantik. Natürlich nur, wenn die in der Gegend probenden Laienschauspieler nicht ungebremst rumkrakelen. 
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    Ach ja, den Geiseltalsee und die Stadt Mücheln kann ich auch empfehlen.
    Dazu aber vielleicht später etwas mehr.
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    Jetzt ist auch bei mir Wochenende. 

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